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Drugs side effects

Donnerstag, 25. September 2008

Marihuana gegen MRSA

MRSA ist die Abkürzung von Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus-Stämmen. Diese Bakterien können schwer zu behandelnde Infektionen hervorrufen, die auf viele Antibiotika nicht mehr ansprechen. Viele gesunde Menschen tragen S. aureus auf ihrer Haut, doch es kommt zu Problemen, wenn multiresistente Stämme Personen mit einem schwachen Immunsystem infizieren, was üblicherweise durch offene Wunden geschieht. Im schlimmsten Fall verbreitet sich das Bakterium dann durch den ganzen Körper und erzeugt lebensbedrohliche Infektionen.

Doch es kommt noch schlimmer: Die Resistenzen von MRSA und anderen Superbugs nehmen rapide zu. Gegen einige Stämme kann nicht einmal mehr Vancomycin etwas ausrichten, ein enorm starkes Antibiotikum, das normalerweise als letzter Notnagel gilt, wenn nichts anderes mehr hilft.

Im Labor stellten Appendino und Gibbons nun aber fest, dass Extrakte von fünf wichtigen Cannabinoiden in Bakterienkulturen von sechs MRSA-Stämmen ähnlich wirkten wie bislang Vancomycin und andere Antibiotika. Die Abtötungswirkung war mindestens genauso effektiv.

"Die Cannabinoide zeigten sogar eine herausragende Aktivität gegenüber dem MRSA-Stamm, der besonders große Mengen von Proteinen produziert, die ihnen eine Resistenz gegen viele Antibiotika verleihen", sagt Gibbons. Diese Proteine, erklärt er, erlauben es den Bakterien, unerwünschte Stoffe aus dem Inneren der Zelle "aufzusaugen und dann einfach wieder auszuspucken".

Praktischerweise erwiesen sich von den fünf Cannabinoiden, die die Forscher untersuchten, zwei als besonders stark, die nicht psychoaktiv sind. Ein High bekommt man von ihnen also nicht. "Das heißt, dass wir billige Hanfpflanzen verwenden könnten, die eigentlich zur Faserproduktion eingesetzt werden und nicht für die Herstellung weicher Drogen dienen können."
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Sperma-Schädigung durch Antidepressiva

spermienAntidepressiva, die von Millionen Männern eingenommen werden, Schädigen unter Umständen ihre Fruchtbarkeit. Eine Studie des Cornell Medical Center hat nachgewiesen, dass die Spermaqualität gesunder Männer nach vier Wochen Einnahme von Paroxetin über eine weit größere Menge Sperma mit beschädigter DNA verfügten. Die in New Scientist veröffentlichten Studienergebnisse bedeuten jedoch nicht unbedingt, dass die Betroffenen ernsthafte Schwierigkeiten haben sollten, Vater zu werden. Der britische Fruchtbarkeitsspezialist Allan Pacey von der University of Sheffield betonte jedoch, dass es Anlass zur Sorge gebe.
Paroxetin, das unter anderem als Seroxat oder Paxil auf dem Markt ist, gehört auch in Großbritannien zu den am häufigsten verschriebenen Antidepressiva. Die aktuelle Studie ist bereits die zweite, die auf eine mögliche negative Auswirkung auf die Spermaqualität hinweist. 35 gesunde Freiwillige stellten vor und während der Behandlung mit dem Medikament Spermaproben zur Verfügung. Unter dem Mikroskop zeigten sich auf den ersten Blick keine großen Unterschiede zwischen den beiden Proben. Die Form und die Beweglichkeit des Spermas erschienen in beiden Fällen normal. Die DNA-Fragmentation ergab ein deutlich anderes Ergebnis.
In jeder Probe lassen sich Spermien mit DNA-Problemen finden. 13,8 Prozent der vor der Behandlung entstandenen Spermazellen waren fragmentiert. Nach vier Wochen war dieser Prozentsatz auf 30,3 Prozent angestiegen. Entscheidend ist die Frage, ob diese Veränderung ausreicht, um die allgemeine Fruchtbarkeit zu beeinflussen oder ob die verbleibenden 70 Prozent für die Zeugung ausreichend sind. Studien zu künstlicher Befruchtung haben laut BBC ergeben, dass bei Sperma mit einer höheren Schädigung der DNA weniger Embryos entstehen können und dass die Implantierung in die Gebärmutter weniger erfolgreich verlaufen kann.

Montag, 25. August 2008

Blog-Debatte über Nichtraucherschutz

In der Schweiz sind Verbote zum Schutz der Menschen vor sich selber "in". Die Gesundheits-Taliban machen uns Trinken und Rauchen streitig und werden uns demnächst die Mengen an Fruchtsäften und Kaffee, die wir noch genießen dürfen, vorschreiben. Auf NZZvotum wird das Rauchverbot anhand der Abstimmung im Kanton Zürich über ein Rauchverbot diskutiert.

Mittwoch, 13. August 2008

Der Börsenhändler als Koksdealer

Eine nette Geschichte - und so traurig. Ein nicht sehr erfolgreicher Börsenhändler aus Winterthur hat aus finanzieller Not - wie könnte es auch anders sein? - den Job gewechselt und ist Koksdealer geworden. Er flog auf, hat ein Geständnis abgelegt und kam mit einem blauen Auge davon.
Aber auch eine interessante Geschichte - in Anbetracht der Frage, die hier gestellt worden ist.

Freitag, 18. Juli 2008

Mit Antihistamin gegen Alzheimer

Dimebon, das in Russland zur Behandlung von Heuschnupfen eingesetzt wurde, verbessert nachgewiesenermassen das Gedächtnis von an leichtem bis mittelschwerem Alzheimer Erkrankten. Experten wie Rebecca Wood vom Alzheimer's Research Trust äußerten sich zu dieser Entdeckung vorsichtig optimistisch. Es sei zu begrüßen, dass eine dritte Phase der Tests geplant ist. Details der Studie wurden in The Lancet veröffentlicht.
An der Studie nahmen 183 Personen teil, die an einer bis zu diesem Zeitpunkt unbehandelten leichten bis mittelschweren Demenz litten. Bei den in Russland durchgeführten Tests erhielt die eine Hälfte der Teilnehmer 20 Milligramm Dimebon drei Mal täglich. Die andere Hälfte erhielt ein Blindpräparat. Nach sechs Monaten wurden Aufgaben wie das Merken einer Liste von Wörtern und das Lösen einfacher Aufgaben gestellt. Jene, die das Medikament erhalten hatten, erzielten vier Punkte weniger auf jener Skala, die zur Feststellung der Schwere der Erkrankung eingesetzt wird. Sie schnitten auch besser ab als zu Beginn der Studie. Bei jenen, die das Blindpräparat eingenommen hatten, verschlechterte sich der Zustand im gleichen Zeitraum.
Wie exakt Dimebon wirkt, muss noch erforscht werden. Doch die Hauptsache ist, dass es wirkt.
ptat

Donnerstag, 12. Juni 2008

Das späte Erwachen von Swissmedic

Swissmedic warnt endlich vor dem Griff zur Botox-Spritze: Erstickungstod, Lähmungen, Schluck- und Atemprobleme sind mögliche Nebenwirkungen. Dennoch bagatellisieren immer mehr Ärzte die Anwendung des Nervengifts.
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Donnerstag, 15. Mai 2008

Drugs, Sex and Rock 'n' Roll

Für viele Teenager und junge Erwachsene scheinen Trinken und Drogenkonsum ein völlig selbstverständlicher Teil des Sexuallebens zu sein. Sie konsumieren die Rauschmittel entweder, um leichter in Kontakt mit Sexualpartnern zu kommen oder um die sexuelle Erregung zu steigern. Das ergab eine Befragung in neun europäischen Städten, wie ein Team europäischer Forscher im Online-Fachblatt "BMC Public Health" berichtet. Dass der unter Drogeneinfluss erlebte Sex im Nachhinein häufig wenig zufrieden stellend ist und oft bedauert wird, scheint keinen Hinderungsgrund darzustellen.
"Millionen junger Europäer nehmen heutzutage Drogen und trinken auf Arten und Weisen, die ihre sexuellen Entscheidungen verändern und ihre Chancen erhöhen, ungeschützten Verkehr zu haben oder Sex, der im Nachhinein bereut wird", erklärt Mark Bellis von der Liverpool John Moores University. "Sogar trotz der negativen Konsequenzen, haben wir herausgefunden, dass viele diese Substanzen ganz bewusst nehmen, um recht spezielle sexuelle Effekte zu erreichen." Gemeinsam mit seinen Kollegen hatte Bellis mehr als 1300 junge Leute gebeten, anonym einen Fragebogen auszufüllen. Die Teilnehmer im Alter zwischen 16 und 35 Jahren stammten aus neun europäischen Städten, darunter Berlin, Wien und Liverpool, und stürzten sich regelmäßig ins Nachtleben.
Dass sexuelle Aktivität von Alkohol und Drogen wie Cannabis oder Kokain begleitet wird, ist keineswegs zufällig, sondern oft sexuell motiviert, sagen die Forscher nach der Auswertung ihrer Befragung. Unterschiedliche Substanzen werden dabei aus anderen sexuellen Beweggründen konsumiert: Während Alkohol vor allem zu dem Zweck getrunken wird, den Kontaktaufnahme einer sexuellen Begegnung zu erleichtern, werden Cannabis oder Kokain mehr dazu verwendet, um die Erregung zu steigern oder den Akt zu verlängern. Trotz der sexuellen "Vorzüge" gingen Trunkenheit und Drogenrausch allerdings häufig mit einem erhöhten Risikoverhalten und einem anschließenden Bedauern des Geschehenen einher.
Nahezu jeder der Befragten trank Alkohol, wobei die meisten ihren ersten Drink mit 14 oder 15 probiert hatten. Drei Viertel hatten Cannabis konsumiert oder zumindest versucht, während knapp ein Drittel Ecstasy oder Kokain mindestens mal probiert hatten. Die Verknüpfung zwischen Alkohol- oder Drogenkonsum und Sex beginnt bereits in jungen Jahren. Bei denjenigen, die bereits vor 16 Alkohol, Cannabis, Kokain oder Ecstasy genommen hatten, bestand eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit, auch schon vor 16 Sex gehabt zu haben.
Cornelia Pfaff / BMC Public Health

Montag, 5. Mai 2008

Aus für IV-Bezüger und Drogenschmuggler

Zu dumm, dem schönen und sicheren Leben des 34jährigen IV-Bezügers und Drogenschmugglers, der in Thailand lebt, wurde von der guten Nase des Spürhundes "Boyke" ein jähes Ende gesetzt. Boykes Nase sind die neun Kilo Haschisch im Koffer nicht entgangen.
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Mittwoch, 30. April 2008

Albert Hofmann, Vater des LSD ist tot

102 Jahre alt ist er geworden, der Entdecker der Lysergsäurediäthylamid (LSD), Albert Hofmann ist in seinem Haus im schweizerischen Burg im Kanton Basel-Land gestorben.
An jenem Tag im Jahr 1938 hätte sich Albert Hofmann wohl nicht träumen lassen, was er da für eine chemische Verbindung entdecken sollte. Hofmann arbeitete damals für den schweizer Chemiekonzern Sandoz und war eigentlich auf der Suche nach einer Substanz, die den Kreislauf stimuliert. Aus Mutterkorn, einem Getreidepilz, synthetisierte Hofmann 1938 das Lysergsäurediäthylamid. Im Tierversuch enttäuschte das LSD - es zeigte keinerlei der gesuchten Eigenschaften. Hofmann verlor das Interesse.
Erst am 16. April 1943 wiederholte Hofmann die Synthese von LSD und stieß dabei zufällig auf die erstaunliche Wirkung der Droge: Er hatte während der Herstellung etwas LSD durch die Haut aufgenommen. Auf dem Heimweg aus dem Labor erlebte Hofmann den ersten LSD-Trip der Geschichte: "Alles in meinem Gesichtsfeld schwankte und war verzerrt wie in einem gekrümmten Spiegel", berichtete Hofmann. "Eine furchtbare Angst, wahnsinnig zu werden, packte mich, ich war in eine andere Welt geraten."
LSD ist eine weiß-kristalline Substanz. Schon geringe Mengen - ein halbes Mikrogramm je Kilo Körpergewicht - verändern die Wahrnehmung der Außenwelt für mehrere Stunden. Wie LSD wirkt, ist sehr individuell: Manche Menschen erleben Euphorie, andere panische Angstzustände ("Horror-Trip"). LSD wurde in der Nachkriegszeit zur Modedroge, gemeinsam mit weiteren Psychopharmaka. Schriftsteller wie Aldous Huxley oder Rauschgurus wie der US-Professor Timothy Leary priesen den LSD-Trip als eine Art Königsweg zu einem neuen, geläuterten Bewusstsein. Die Beatles widmeten der Hofmann-Droge mit dem Lied "Lucy in the Sky with Diamonds", dessen Anfangsbuchstaben die Abkürzung LSD ergaben, eine Hymne.
Quelle / Video Albert Hofmann 100. Geburtstat

Mittwoch, 5. März 2008

Deutschlands boomende Cannabis-Plantagen

Cannabis wird nach den Erkenntnissen der Drogen-Fachleute immer seltener nach Europa geschmuggelt, sondern inzwischen in professionellen Plantagen in Ländern wie Deutschland, Belgien und den Niederlanden gezüchtet. Die Wirkstoff-Konzentration der in Gewächshäusern angebauten Drogen kann bis zu vier Mal höher sein als bei herkömmlich angebautem Marihuana, wie jüngst das nordrhein-westfälische Landeskriminalamt warnte.cannabis_plantage
dpa/AP/SpOn

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