Marihuana gegen MRSA
MRSA ist die Abkürzung von Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus-Stämmen. Diese Bakterien können schwer zu behandelnde Infektionen hervorrufen, die auf viele Antibiotika nicht mehr ansprechen. Viele gesunde Menschen tragen S. aureus auf ihrer Haut, doch es kommt zu Problemen, wenn multiresistente Stämme Personen mit einem schwachen Immunsystem infizieren, was üblicherweise durch offene Wunden geschieht. Im schlimmsten Fall verbreitet sich das Bakterium dann durch den ganzen Körper und erzeugt lebensbedrohliche Infektionen.
Doch es kommt noch schlimmer: Die Resistenzen von MRSA und anderen Superbugs nehmen rapide zu. Gegen einige Stämme kann nicht einmal mehr Vancomycin etwas ausrichten, ein enorm starkes Antibiotikum, das normalerweise als letzter Notnagel gilt, wenn nichts anderes mehr hilft.
Im Labor stellten Appendino und Gibbons nun aber fest, dass Extrakte von fünf wichtigen Cannabinoiden in Bakterienkulturen von sechs MRSA-Stämmen ähnlich wirkten wie bislang Vancomycin und andere Antibiotika. Die Abtötungswirkung war mindestens genauso effektiv.
"Die Cannabinoide zeigten sogar eine herausragende Aktivität gegenüber dem MRSA-Stamm, der besonders große Mengen von Proteinen produziert, die ihnen eine Resistenz gegen viele Antibiotika verleihen", sagt Gibbons. Diese Proteine, erklärt er, erlauben es den Bakterien, unerwünschte Stoffe aus dem Inneren der Zelle "aufzusaugen und dann einfach wieder auszuspucken".
Praktischerweise erwiesen sich von den fünf Cannabinoiden, die die Forscher untersuchten, zwei als besonders stark, die nicht psychoaktiv sind. Ein High bekommt man von ihnen also nicht. "Das heißt, dass wir billige Hanfpflanzen verwenden könnten, die eigentlich zur Faserproduktion eingesetzt werden und nicht für die Herstellung weicher Drogen dienen können."
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Doch es kommt noch schlimmer: Die Resistenzen von MRSA und anderen Superbugs nehmen rapide zu. Gegen einige Stämme kann nicht einmal mehr Vancomycin etwas ausrichten, ein enorm starkes Antibiotikum, das normalerweise als letzter Notnagel gilt, wenn nichts anderes mehr hilft.
Im Labor stellten Appendino und Gibbons nun aber fest, dass Extrakte von fünf wichtigen Cannabinoiden in Bakterienkulturen von sechs MRSA-Stämmen ähnlich wirkten wie bislang Vancomycin und andere Antibiotika. Die Abtötungswirkung war mindestens genauso effektiv.
"Die Cannabinoide zeigten sogar eine herausragende Aktivität gegenüber dem MRSA-Stamm, der besonders große Mengen von Proteinen produziert, die ihnen eine Resistenz gegen viele Antibiotika verleihen", sagt Gibbons. Diese Proteine, erklärt er, erlauben es den Bakterien, unerwünschte Stoffe aus dem Inneren der Zelle "aufzusaugen und dann einfach wieder auszuspucken".
Praktischerweise erwiesen sich von den fünf Cannabinoiden, die die Forscher untersuchten, zwei als besonders stark, die nicht psychoaktiv sind. Ein High bekommt man von ihnen also nicht. "Das heißt, dass wir billige Hanfpflanzen verwenden könnten, die eigentlich zur Faserproduktion eingesetzt werden und nicht für die Herstellung weicher Drogen dienen können."
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anaximander - Do, 25.09.2008 19:07 - Kommentar verfassen
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Antidepressiva, die von Millionen Männern eingenommen werden, Schädigen unter Umständen ihre Fruchtbarkeit. Eine Studie des Cornell Medical Center hat nachgewiesen, dass die Spermaqualität gesunder Männer nach vier Wochen Einnahme von Paroxetin über eine weit größere Menge Sperma mit beschädigter DNA verfügten. Die in New Scientist veröffentlichten Studienergebnisse bedeuten jedoch nicht unbedingt, dass die Betroffenen ernsthafte Schwierigkeiten haben sollten, Vater zu werden. Der britische Fruchtbarkeitsspezialist Allan Pacey von der University of Sheffield betonte jedoch, dass es Anlass zur Sorge gebe.










