Noch vor kurzem schien die Ära des Öls besiegelt, die Vorräte gingen rapide zur Neige. Nun werden riesige neue Ölfelder entdeckt. Zeit, das Zeitenende abzusagen,
fragt Hans Sedlmaier?
Die von der EU aufgezwungenen Energiesparlampen wären eine erbärmliche Alternative zu den Glühbirnen,
findet Ulf Erdmann Ziegler, und schreibt einen kleinen Essay über den Einkauf der letzten Glühbirnen der Menschheitsgeschichte.
Volkswagen will sich mit einem Ökostromanbieter zusammentun und Kleinst-Kraftwerke produzieren. So könnte man laut vom heimischen Keller aus Strom exportieren und zwei Atomkraftwerke einsparen.
"wenn es nach dem Ökostromlieferant “Lichtblick” und dem Volkswagen-Fahrzeugkonzern geht, sollen zunächst mindestens zwei Atomkraftwerke Deutschlands durch Mini-Blockheizkraftwerke der Marke VW komplett ersetzt werden. Lichtblick und VW werden noch in dieser Woche einen weltweit gültigen Exklusivvertrag unterzeichnen, der Bau und Vermarktung von hocheffizienten Kleinstkraftwerken beïnhaltet, welche sodann in den Kellern üblicher Wohngebäude ihren dauerhaften Platz finden sollen."
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Die Glühbirnenproduktion wird
eingestellt. Verkauft werden dürfen die Birnen noch ein paar Monate lang, dann ist endgültig Schluss. Doch die neuen Energiesparlampen halten nicht immer, was sie versprechen, verbrauchen während der Produktion ein vielfaches der Glühbirne an Energie - und können sogar zum Gesundheitsrisiko werden.
Eine neue Methode ebnet den Weg zu einer günstigen Massenproduktion von dünnen Metallfilmen, auf denen sich Plasmonen fast perfekt bewegen können. Das gilt für Tarnkappen, effiziente Solarzellen und schnelle Lichtchips.
Wie in Wellen können Elektronen auf einer Metalloberfläche schwingen und sich ausbreiten. Diese so genannten Plasmonen reagieren empfindlich auf einfallendes Licht und bilden die Grundlage für zahlreiche, optische Innovationen von effizienteren Solarzellen, extrem schnellen Lichtchips oder gar Tarnkappenmaterialien. Konnten Physiker solche Plasmonen-Leiter in den Laboren bisher nur als aufwändig gefertigte Einzelstücke herstellen, fanden amerikanische Forscher nun einen eleganten Weg zur Serienproduktion von ultraglatten und zugleich nanostrukturierten Metallfilmen. Ihre Methode, die sie erfolgreich an Gold, Silber und Kupfer erprobten, präsentieren sie in der Zeitschrift "Science".
"Obwohl schon viele nützliche Effekte mit Plasmonen gezeigt werden konnten, stellt die günstige Serienproduktion von geeigneten Substraten ein Problem dar", sagt David Norris von der University of Minnesota in Minneapolis. Zusammen mit seinen Kollegen gelang es Norris nun, genau dieses Problem zu lösen. Die Forscher fertigten mit beschleunigten Ionen und Ätzprozessen eine Art nanostrukturierte Druckplatte aus Silizium. Auf dieser deponierten sie Milliardstel Meter dünne Metallschichten aus Gold, Silber oder Kupfer. Mit einer weiteren Schicht aus Epoxidharz konnten sie die dünnen Metallfilme dann zerstörungsfrei von der Silizium-Druckplatte abziehen.
Ihre hohe Qualität belegten diese metallischen Folien in ersten Laborversuchen. Durch einfallendes Licht angeregte Wellen aus schwingenden Elektronen, die Plasmonen, konnten sich entlang der Folien doppelt so gut ausbreiten wie in früheren Experimenten. Mit eingeprägten Nanopyramiden, konzentrischen Kreisen oder schlichten Nanowällen lässt sich die Ausbreitung der Plasmonen prinzipiell kontrollieren. Verantwortlich für die erstaunlich lange Lebensdauer der Plasmonen ist die extrem glatte Oberfläche der Metallfolien.
Da sich mit einer Druckplatte aus Silizium bis zu 30 identische und exakt strukturierte Metallfolien fertigen lassen, könnte diese Methode zu einer günstigen Serienproduktion von Plasmonen-Leitern führen. Sie haben das Potenzial, die Stromausbeute von Solarzellen zu erhöhen, günstige Metamaterialien für optische Tarnkappen zu ermöglichen oder als Basismaterial für extrem schnelle Lichtchips zu dienen.
W a
Ulrich Baron
berichtet über den Vorläufer des Solarenergie-Projekts Desertec, das Projekt Atlantopa des Architekten Hermann Sörgel aus den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts.
Konkreter war da das "Atlantropa"-Projekt, das der deutsche Architekt Herman Sörgel (1885-1952) seit den Zwanzigerjahren betrieb. Mit riesigen Staudämmen durch die Straße von Gibraltar und die Dardanellen wollte er wiederholen, was die Natur seiner Meinung nach schon einmal vollbracht hatte: Die Verwandlung des Mittelmeers in ein echtes Binnenmeer. Damit wäre ein Prozess in Gang gesetzt worden, bei dem - wie bei Desertec - die Sonne die Hauptarbeit geleistet hätte.
Desertec - nur ein Traum?
Forscher der Ohio University haben entdeckt, dass menschlicher Urin als wertvoller Treibstoff der Zukunft dienen könnte. Mit Hilfe eines sehr günstigen Katalysators kann der menschliche Abfallstoff zur billigen Wasserstoffquelle werden. Dass es sich bei der Untersuchung um keinen Scherz handelt, sondern um ernstzunehmende Forschung, bestätigt Jon Edwards, Media Relations Officer der Royal Society of Chemistry in London im Interview. Das Studienergebnis wurde im Fachmagazin der Royal Society, Chemical Communications, veröffentlicht.
"Die Entdeckung könnte nicht nur dazu führen in Zukunft Autos mit günstigem Wasserstoff zu versorgen, sondern auch zur besseren Reinigung von Abwässern dienen", erklärt Edwards. Die Chemikerin Gerardine Botte hat mit Hilfe der Elektrolyse aus dem Urin Wasserstoff hergestellt. "Im Vergleich zu Wasser befinden sich im Hauptbestandteil des Urins, dem Harnstoff-Molekül, vier Wasserstoffatome, die - und das ist wichtig - weniger stark aneinander gebunden sind als Wasserstoffatome im Wasser". Der zweite wesentliche Faktor sei die Verwendung eines sehr preiswerten Katalysators bei der Elektrolyse. "Eine neue nickelbasierte Elektrode und eine Spannung von 0,37 Volt reichen für die Elektrolyse aus", berichtet Botte. Im Vergleich dazu benötigt man bei der Elektrolyse von Wasser 1,23 Volt.
Während des elektrochemischen Prozesses wird der Harnstoff auf der Oberfläche der Nickel-Elektrode absorbiert, erklärt die Chemikerin. Auch, wenn das System nicht zur Herstellung von Wasserstoff verwendet wird, könnte es in der Abwasserklärung Verwendung finden. Die derzeit gängigen Systeme sind nämlich nach Ansicht von Botte viel zu teuer und zu wenig effizient. "Wir müssen nicht das Rad neu erfinden, da es schon genügend Elektrolyte gibt, die in verschiedenen Anwendungen genutzt werden." Die einzigen Vorbehalte gegenüber dem Harnstoff hat die Forscherin aufgrund des hohen Salzgehaltes.
pte
Jens Lubbadeh und Stefan Schultz
berichten über Desertec, das Projekt eines internationalen Konsortiums, die Wüste als Energiequelle zu nutzen, über das heute Abend jede Fernsehstation berichtete.
"Es geht um die Nutzung der brennenden Sahara-Sonne als Energiequelle für Afrika und Europa. Um ein Projekt, das, sollte es Wirklichkeit werden, allein durch sein schieres Ausmaß zum Weltwunder werden kann. Es geht um die Unabhängigkeit von Öl, Kohle und Gas, von Petrokratien wie Russland, die ihre Energie schon öfter als Druckmittel eingesetzt haben, um eigene Interessen durchzusetzen."
Ein gutes Projekt, ein edles - mit einigen Haken, von denen kaum jemand spricht. Da ist einmal der Transport der Energie; wird über Gleichstromleitungen erfolgen müssen, da die Supraleitung noch im Entwicklungsstadium ist und die Wasserstofftanks zu wünschen übrig lassen. Das wird die Landschaftsschützer auf den Plan rufen...
Die Grüne Partei Deutschlands hat getagt. Das ist die Partei, die so viel Wert auf Ökologie legt, auf das Senken des CO2-Gehalts in der Luft - und ihren Saal anfangs Mai mit Sonnenblumen, die frühestens im Juli blühen, dekorieren. Darum zwei mickrige Fragen:
Woher kommen die Sonnenblumen der Grünen? - Wie viel CO2 hat der Transport der Sonnenblumen nach Deutschland verursacht? -
Das
symbolische Verdunkeln der Welt für eine Stunde verbraucht mehr Energie als es einspart - aber das ist den Aktionisten egal. Hauptsache, man tut etwas, denn Etwas ist immer mehr als nichts...