EU-Personenfreizügigkeit mit Lybien, Tunesien und Marokko
Die Welt wird um eine Institution reicher: Morgen Sonntag hebt der französische Staatschef Sarkozy mit großem Pomp die "Union für das Mittelmeer" aus der Taufe. Das Großmachtstreben von Nicolas Sarkozy beschert der EU mehr Probleme, als sie bewältigen kann.
In der neuen "Union für das Mittelmeer" vereinen sich alle 27 EU-Staaten plus die Küstenanrainer im Süden Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten und im Osten die Türkei, Syrien, Libanon, Israel sowie die Balkanstaaten. Der gigantische Club Méditerranée umfasst 44 Staaten.
Bei den EU-Staaten stößt das Vorhaben zwar auf Kritik, aber niemand scheint Sarkozy Steine in den Weg legen zu wollen; er hat sein Vorhaben ganz allein durchgedrückt. Die mediterranen Völker sollen, wie er vollmundig erklärt, einen "Traum von Frieden und Zivilisation" verwirklichen. In Wahrheit hegt der 53-jährige Franzose vor allem Großmachtträume."Mit der Mittelmeerunion will er sein Land international besser positionieren. Dies namentlich in Europa, wo sich Paris im Zuge der EU-Osterweiterung an den Kontinentalrand gedrängt sieht und zuschauen muss, wie Deutschland eine zunehmend zentralere Stellung einnimmt."
Der marokkanische Botschafter in Paris, Fathallah Sidjilmassi, hat bereits angekündigt, eine Union über das Mittelmeer hinweg sei "ohne freien Personenverkehr mit der EU nicht denkbar". So sehen es auch die anderen in den Bund aufgenommenen Staaten. So soll über die Köpfe der EU-Bürger hinweg ein französisches Eurabia geschaffen werden.
Quelle
In der neuen "Union für das Mittelmeer" vereinen sich alle 27 EU-Staaten plus die Küstenanrainer im Süden Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten und im Osten die Türkei, Syrien, Libanon, Israel sowie die Balkanstaaten. Der gigantische Club Méditerranée umfasst 44 Staaten.
Bei den EU-Staaten stößt das Vorhaben zwar auf Kritik, aber niemand scheint Sarkozy Steine in den Weg legen zu wollen; er hat sein Vorhaben ganz allein durchgedrückt. Die mediterranen Völker sollen, wie er vollmundig erklärt, einen "Traum von Frieden und Zivilisation" verwirklichen. In Wahrheit hegt der 53-jährige Franzose vor allem Großmachtträume."Mit der Mittelmeerunion will er sein Land international besser positionieren. Dies namentlich in Europa, wo sich Paris im Zuge der EU-Osterweiterung an den Kontinentalrand gedrängt sieht und zuschauen muss, wie Deutschland eine zunehmend zentralere Stellung einnimmt."
Der marokkanische Botschafter in Paris, Fathallah Sidjilmassi, hat bereits angekündigt, eine Union über das Mittelmeer hinweg sei "ohne freien Personenverkehr mit der EU nicht denkbar". So sehen es auch die anderen in den Bund aufgenommenen Staaten. So soll über die Köpfe der EU-Bürger hinweg ein französisches Eurabia geschaffen werden.
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anaximander - Sa, 12.07.2008 09:20 - Kommentar verfassen
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