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Bücher / Books

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Europa

Mittwoch, 23. Mai 2012

Wer hat Angst vor Thilo Sarrazin?

Was die Medienschaffenden mit Sarrazin verbindet, ist eine Hassliebe. Sie hassen seine Thesen, meist ohne Antithesen aufstellen zu können, und sie lieben ihn, weil er für Furore in Politik und Wirtschaft sorgt. Da ist Sophie Albers zum Beispiel ist davon überzeugt, dass Thilo Sarrazin das Sachbuchschreiben zum "Extremsport" erklärt.
Alan Posener liest die "Euroskepsis" eines überzeugten Europäers.
Den Politikern geht es ähnlich; sie fürchten um ihre Ruhe, wenn Sarrazin sein Buch auftut. Stefan Vetter sprach mit dem Wirtschaftsweisen Peter Bofinger über Sarrazins Buch.
Robert von Heusinger kann kein wirtschaftlich korrektes Argumentieren in Sarrazins Buch finden, dafür aber viele "Tricks", die er schon für "Deutschland schafft sich ab" angewendet habe. Wie viel er, Heusinger, von Wirtschaft versteht, bleibe mal dahingestellt.
nd plötzlich tauchen die Ökonomen auf und geben Sarrazin Rückendeckung für sein Buch. Die Vorwürfe, die er an die Politik und die Medien erhebt, sind berechtigt.

Dienstag, 22. Mai 2012

Thilo Sarrazin in den Feuilletons

Robert von Heusinger ist echt sauer auf Thilo Sarrazin und dessen neustes Buch "Europa braucht den Euro nicht". "Es ist ein widerliches Buch, dem man nur eines wünschen kann: Möge es in den Regalen, auf den Tischen der Buchhandlungen vergammeln!" Weil das Buch in den Regalen liegen bleiben soll, wird es ja auch allenthalben auf ganzen Seiten besprochen.
Henryk Broder warnt - wahrscheinlich zu Recht - vor einer schon wieder losbrechendenen Empörung auf Sarrazins Rederecht: "Ihm das Wort verbieten zu wollen, zeugt von einer totalitären Gesinnung seiner Kritiker, die ansonsten bei jeder Gelegenheit für den 'Dialog der Kulturen' ohne Vorbedingungen plädieren."
Der Focus berichtet vom Expertenstreit über Sarrazins Euro-Thesen.
Für Michael Burda verfügt Thilo Sarrazin über das nötige Wissen, das 460 Seiten starke Buch zu schreiben, das "ein Rundumschlag über den Euro sowie eine Generalabrechnung mit jenen Politikern, die sich vor 20 Jahren über ökonomische Gesetze hinwegsetzen wollten."
Es darf angenommen werden, dass Thilo Sarrazin erneut für einige Wochen zum Mittelpunkt der Feuilletonisten wird.

Europa fährt sich voll gegen die Wand

Das schreibt der Bürgermeister von London, Boris Johnson
    Der G8-Gipfel hat eine brillante Lösung für die Probleme der Eurozone. Präsident Obama hat verkündet, dass jetzt die Zeit für „Wachstum und Arbeitsplätze“ gekommen ist. Sehr schön. Goldrichtig. Ich zeige Ihnen jetzt, wie man Arbeitsplätze schafft – nach der Brüsseler Methode.

    Gehen Sie mit mir durch die Straßen von Athen, die in der unmittelbarer Umgebung des Syntagma-Platzes liegen und Ihre Gedanken werden entsetzt darum kreisen, dass es in der Geschichte keinen automatischen Weg nach oben gibt, dass der menschliche Fortschritt nicht garantiert ist und dass ein stolzes Land – durch jahrelange Quälereien und Schikanen - kleingemacht und in einen Zustand am Rande des politischen, wirtschaftlichen und moralischen Zusammenbruchs gedrängt werden kann.

    Sie werden Läden mit zugenagelten oder eingeschlagenen Schaufenstern sehen, die keiner reparieren kann, weil das Geld oder die Kraft fehlt. Die meisten Hauswände sind durchtränkt mit Graffitis voller wütendem Hass gegen Politiker. Sie werden Leute sehen, die mit gesenktem Kopf und ausgestreckter Hand auf einem Stück Pappe sitzen oder Einkaufwagen mit gesammelten Altmetall vor sich her schieben."
[ weiter ]

Montag, 21. Mai 2012

Sarrazin-Interview zum Euro-Buch

Er spricht im Interview mit Olaf Gersemann und Christine Richter über sein neues Buch, den Euro, das merkelsche Krisenmanagement, den Betrug der Griechen und die SPD, der Thilo Sarrazin.
    Dass die europäische Integration nach 1945 eine großartige Leistung darstellt, ist für mich als bekennender Europäer eine Selbstverständlichkeit. Und dass die deutsche Europapolitik auch die deutsche Schuld am Zweiten Weltkrieg und an dem Massenmord an den europäischen Juden reflektierte, war unvermeidlich und richtig.
    Die Frage ist aber, ob das Festhalten am Euro auch damit begründet werden kann und soll. Es ist angesichts der jetzigen Krise nicht auszuschließen, dass die Zwänge, die eine gemeinsame Währung mit sich bringt, Frieden, Sicherheit und Wohlstand in Europa eher gefährdet und die europäische Integration gerade nicht befördert.
Lesen Sie das ganze Interview zum Thema wie der Euro Europa destabilisiert.

Freitag, 11. Mai 2012

10 Millionen pro Person

Christian Ortner macht einen bestechend einfachen Vorschlag und erklärt der EU-Zentralbank, wie sie die Wirtschaft retten, die Arbeitslosigkeit beseitigen und alle EU-Bürger zufriedenstellen kann.

Mittwoch, 9. Mai 2012

Euro-Irrenhaus Brüssel

Die Griechen haben am letzten Wochenende gegen das Hilfspaket der Euro-Staaten für ihr Land gestimmt. Und wie reagiert Brüssel darauf? - Es belohnt den griechischen Staat (und die EU-Banken) mit weiteren Zahlungen in Milliardenhöhe. Richard Herzinger ärgert sich darüber.

Montag, 7. Mai 2012

Wahlen in Europa und die Folgen

A. Ettel, D. Siems und G. Wüpper analysieren die möglichen Folgen der Wahlen vom vergangenen Wochenende für Frankreich, Griechenland und den Euro.

Sonntag, 6. Mai 2012

Stabilitätspakt wird Wachstumspakt

Merkel will nicht, dass ihr Hollande die Führung in der EU streitig macht. Darum gibt sie sofort nach, ändert ihre Ab- und Ansichten und jubelt den Stabilitätspakt zum Wachstumspakt hoch. Damit ist sie Hollande entgegengekommen.

EU-Gericht leistet sich teuren Weinkeller

Europa ist auf Sparkurs. Der gilt für alle EU-Bürger/innen - mit Ausnahme der Richter am Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg; sie haben sich einen teuren Weinkeller geleistet auf Kosten der EU-Bürger/innen.
Wir haben uns etwas ähnliches bereits gedacht; die Urteile des EuGH sind immer öfter derart bescheuert, dass sie nur von besoffenen Richtern stammen können.

Samstag, 5. Mai 2012

"Der Euro ist eine Schnapsidee"

Professor Arnulf Baring mag den Euro nicht; er war ein Gegner der ersten Stunde. Deutschland soll die Euro-Zone verlassen, fordert er vehemnt; das Land sei nicht in der Lage die geforderte Führungsrolle zu übernehmen.
    Wir nehmen die innenpolitische Machtkonzentration in den Händen weniger hin. Ähnlich unbedarft geht die maßgebliche Öffentlichkeit mit dem Thema des europäischen Zusammenhalts um. Die Bundesrepublik hat, beschämt über das unter Hitler Geschehene, lange Zeit Europa an der Stelle der Nationen gesehen. Wir behaupteten, wir lebten postnational, hätten das nur früher gemerkt als andere, seien deshalb rückhaltlos bereit, unser Land irgendwie aufzulösen wie Zucker im Tee. Damit hat man das Einigungsprojekt völlig überschätzt.

    Außerhalb unserer Grenzen, in den anderen europäischen Staaten, ganz besonders im postsowjetischen Ostmitteleuropa, blieb und bleibt nach wie vor die eigene Nation der maßgebliche Bezugspunkt politischen Handelns. Europa war dort eine zweite, höhere, freilich auch schwächere Bezugsgröße. Aber auch in Deutschland hält es inzwischen kaum noch jemand für möglich, Europa an die Stelle des eigenen Landes zu setzen.

    Der Blick in diese Zusammenhänge schwächt das Vertrauen unserer Bürger in die Haltbarkeit des voreilig gestarteten Euro-Projekts. Ich selbst habe nie an die Überlebenschancen dieses Euros geglaubt, schon vor 15 Jahren seine Krisenanfälligkeit öffentlich beschrieben und behauptet, er werde nach einiger Zeit zu massiven Transferzahlungen zwingen und am Ende auf ein gewaltiges Erpressungsmanöver hinauslaufen.

Wer suchet, der...

 

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