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Film

Samstag, 17. Mai 2008

Sex and the City

Peter Zander interviewt die Schauspielerin Sarah Jessica Perker zu "Sex and the City". "Ich glaube, die wollen einfach nicht einsehen, dass Frauen sich mögen können und nicht stutenbissig sein müssen."

Freitag, 16. Mai 2008

"Waltz with Bashir" in Cannes

Hanns-Georg Rodek hält sich in Cannes auf und schreibt einen Bericht über Ari Folmans dokumentarischen Animationsfilm "Waltz with Bashir", in dem es um den Libanonkrieg im Jahr 1982 geht.
Unter dem Titel "Kollektive Blindheit" berichtet auch Daniel Kothenschulte aus Cannes. "Dunkel wird es nie im Film des Brasilianers Fernando Mereilles, dafür hat schon José Saramago in seinem Roman "Die Stadt der Blinden" (Blindness) gesorgt: Die Epidemie, die in rasender Verbreitung die Bewohner einer Großstadt befällt, blendet nicht ins Schwarz, sondern ins Weiß: So wird es nun im Kino in den bedrohlichsten Augenblicken taghell, was Kameraleute selten für eine gute Idee halten und unerwünschte Ablenkung garantiert. Ein unablässiger Erzähler betreibt Romanrezitation im Filmtheater und spielt den unerwünschten Blindenhund. Dabei braucht man für die Deutungsebene gar keine Laterne: Schnell wird ein Glaubensverlust als mögliche Ursache fehlender Illumination herangezogen. Und Trost spendet allenfalls Julianne Moore, die einzig Sehende, während einer peinlichen Nacktszene mit ihrer trockenen Feststellung: Die Blindheit der anderen verschaffe wenigstens den Hässlichen einen gewissen Vorteil. Cinephile hören solche Scherze gar nicht gern. Wir brauchen unsere Augen noch."
Christina Nord ist nicht total zufrieden mit Pablo Traperos argentinischem Gefängnisfilm über die schwangere "Leonera"."Der argentinische Regisseur Pablo Trapero, bekannt als einer der führenden Köpfe des "nuevo cine argentino", steuert mit "Leonera" einen Gefängnisfilm bei, in dessen Mittelpunkt eine junge Frau namens Julia (Martina Gusman) steht. Sie ist angeklagt, ihren Freund umgebracht zu haben, und sie ist schwanger. Im Gefängnis kommt ihr Sohn zur Welt und wächst zunächst dort auf - bis Julias Mutter ihn an sich nimmt, gegen den Willen Julias. Das ist stellenweise subtil und nüchtern inszeniert, etwa in der Szene, als der Sohn in der Wohnung der Großmutter aus dem Fenster schaut und der Reflex des Balkongitters auf den Scheiben sich über sein Gesicht legt, als wäre er in einem neuen Gefängnis. Oder wenn es für Julia zum Kaiserschnitt keine Alternative gibt, offenbar, weil das für das Personal weniger Arbeit bedeutet als eine gewöhnliche Geburt. In solchen Momenten offenbart sich das Wesen des Disziplinierungsapparats, ohne dass Trapero dramatisieren und zuspitzen müsste. Zwischendurch lässt er sich dann doch mitreißen, was angesichts der hohen Emotionalität des Sujets nicht verwundert, den Film aber eine Spur konventioneller macht, als er sein müsste."

Mittwoch, 14. Mai 2008

Filmvestival von Cannes

Heute, am Tag der Eröffnung des Filmfestivals in Cannes, befasst sich Daniel Kothenschulte in seinem Vorab-Bericht in erster Linie mit einem Online-Verräter, der jetzt allerlei Geheimnisse über den neuen "Indiana Jones"-Film ausgeplaudert hat.
Aus Solidarität mit den Studenten und Streikenden wurde das Filmfestival in Cannes im Mai 1968 abgebrochen und für tot erklärt - doch es hat nicht nur überlebt, es lebt immer noch.
Heute ist in Cannes keinerlei politische Unruhe zu befürchten - nicht zuletzt deshalb, weil Cannes in jeder Hinsicht auf der Höhe der Zeit ist, wie Verena Lueken meint: "Natürlich ist Cannes weiterhin eine kommerzielle Veranstaltung, aber eben nicht nur. Wie sonst ließen sich die spröden Wettbewerbsbeiträge etwa der Dardenne-Brüder aus Belgien erklären, die in diesem Jahr schon zum wiederholten Mal an der Croisette zu Gast sind..., oder von Atom Egoyan, der 'Adoration' zeigt? Wie käme ein animierter Dokumentarfilm über den Libanesischen Bürgerkrieg ('Waltz with Bashir' von Ari Folman) ins Wettbewerbsprogramm, der neue Wim-Wenders-Film oder ein Viereinhalbstundenwerk über Che, auch wenn der Regisseur Steven Soderbergh heißt? Und wie 'La frontiere de l'aube' von Philippe Garrel, einem der Wortführer der Neuen Welle im französischen Kino, die Cannes damals überrollte?"

Dienstag, 13. Mai 2008

'Valkyrie' wird tot geredet

Tom Cruises Stauffenberg-Film "Valkyrie" soll bei Testvorführungen weniger gut angekommen sein als erwartet, berichtet Richard Brooks in der Times: Man habe den Filmstrt für Juni erwartet, sagt ein führender Kinoketten-Manager, aber er habe gehört, dass es eine Menge Probleme mit der Produktion gab und dass der Start nicht mehr in diesem Jahr sein werde. Dann wäre der Film nicht nur ein Schlag gegen Cruises Karriere als Schauspieler, sondern auch als Kinomogul bei den United Artists (UA), dem Studio des Films. 'Valkyrie' ist tot, sagt ein Filmkritiker in Hollywood, während ein anderer beipflichtet, dass die Probleme des Films auch die neu erstandenen United Artists herunterziehen könnte. Cruise wurde in Deutschland bereits mit dem Courage-Bambi für seine Rolle als Stauffenberg ausgezeichnet. - Möglicherweise lassen sich die Amerikaner und Briten dadurch doch noch positiv beeinflussen.

Mittwoch, 7. Mai 2008

Amstetten ist überall

Der Regisseur Andreas Kleinert erzählt in seinen Filmen von den gesellschaftlichen Schräglagen nach der Wende. Sein Film "Freischwimmer" ist eine Psycho-Groteske über das Böse in der Provinz. Kleinert trägt nicht umsonst den Titel "Puppenspieler des Grauens".""Wie soll ich sagen", setzt er schließlich an, während er das Schüsselchen auf dem Frühstückstisch beiseite schiebt, "ich mag diesen gutherzigen intellektuellen Blick auf spezielle soziale Randbereiche nicht. Arbeitslosigkeit, Abtreibung – dieses redliche Sozialkino, was in Cannes immer wieder ausgezeichnet wird, dabei fühle ich mich ein bisschen unwohl.""

Donnerstag, 3. April 2008

Film "Fitna" ist Teil unserer Kultur

Der Film „Fitna“ des niederländischen Parlamentariers Geert Wilders ist polemisch und zeigt grausame Szenen. Das gilt jedoch auch für viele andere Dokumentarfilme, sagen Maxeiner und Miersch in ihrer Kolumne.

Falsche Aufregung um "Fitna"

Klaus D. Voss schreibt:
    Es ist eines der ganz großen Mißverständnisse – „Fitna“, der Videofilm des niederländischen Einzelkämpfers Geert Wilders, führt nicht die islamische Welt vor. Er führt uns vor.

    Die beispiellosen Angstreaktionen schon Wochen vor der Veröffentlichung im Internet beschworen, was alles passieren könne, wenn dieses Video gezeigt wird. Das Wort „islamkritisch“ reicht schon, um uns die Grenzen unserer Handlungsfreiheit aufzuzeigen; die Grenzen unserer Freiheit, bei Karikaturen, Büchern oder Opern-Aufführungen.

    Nur wollen es viele nicht wahrhaben, wie weit die Furcht vor den islamistischen Terroristen in unseren Alltag hineinwirkt. Nicht nur Flugreisen beginnen und enden in den Hochsicherheitszonen der Flughäfen. Auch Großveranstaltungen, und sei es ein Fußballturnier, müssen gegen allgegenwärtige Anschlagsgefahr abgeschottet werden – so gut es eben geht. Die ganze Nation müßte sich eigentlich belagert fühlen vom internationalen Terrorismus.

    Terrorismus ist Schreckensherrschaft, und Druck von außen macht ängstlich, führt zu einem angepaßten Verhalten. Da geht schon das Gefühl verloren, was Meinungsfreiheit wert ist: Auch ein schlecht verfaßter Beitrag, zur Not auch mit völlig konträren Ansichten, muß veröffentlicht werden können. Das ist die Grundtugend in jeder demokratischen Gesellschaft.

    Wer das bestreitet, dazu Kritik am islamistischen Terrorismus so umdeutet, daß der ganze Islam verunglimpft werde, macht sich zum Opfer der eigenen Propaganda. Auf der anderen Seite: Den Islam-Gemeinden in Europa fällt die Aufgabe zu, die Grenzen zwischen den radikalen und verträglichen Gruppen eindeutig zu ziehen – damit wäre Sicherheit zu schaffen. Doch diese Mitwirkung unterbleibt. Das Bundeskriminalamt überwacht allein in Deutschland rund 200 mögliche Islam-Terroristen.

    Beim Videofilm „Fitna“ von Geert Wilders geht es um Szenen, die man kennt: Der Anschlag auf das World-Trade-Center am 11. September, die verzweifelten letzten Bitten der Eingeschlossenen am Telefon.

    Es gibt auch die ganz grausamen Szenen, die man weiß Gott kennen muß, zumindest, wenn man sich intensiver mit islamistischem Terrorismus beschäftigt: Terroristen trennen einer Geisel den Kopf ab, zeigen das ausströmende Blut und den zuckenden Körper. Oder sie enthaupten eine Frau; unklar bleibt, was ihr vorgeworfen wurde.

    Dokumente dieser Art gibt es leider in großer Zahl. Islamisten stellen diese Bilder ins Internet, um sich mit diesen Taten zu brüsten und andere Glaubensbrüder anzustacheln. Und dazu gibt es immer Zitate aus dem Koran, mit denen die Terroristen ihre Taten rechtfertigen. Auch das zeigt das „Fitna“-Video.

    In seiner Machart bleibt das zusammengeschustert wirkende 15-Minuten-Video weit hinter jeder zeitgemäßen Anforderung an Informationsqualität zurück, taugt kaum zur demagogischen Verführung.

    Auch in einem anderen Punkt ist der Wilders-Beitrag eher harmlos: Wer sich einmal mit Beiträgen im arabischen Fernsehen, auch im Kinderprogramm, der Sender al-Manar, al-Aksa TV oder Iqra beschäftigt hat, weiß, wie dort professionell Haß gegen die christliche Welt gepredigt wird, nämlich „Christen muß man töten“ – davon ist „Fitna“ weit entfernt.

    Der niederländische Ministerpräsident Jan Peter Balkenende hätte eigentlich vor seinen Landsmann und Parlaments-Abgeordneten Geert Wilders treten müssen, auch wenn ihm und manchem anderen dessen politische Richtung nicht paßt. Aber Balkenende distanzierte sich schon, bevor er das Video gesehen haben konnte.
Quelle und copyright

Dienstag, 1. April 2008

Jules Dassin nachgerufen

(dpa) - Der französisch-amerikanische Filmregisseur Jules Dassin («Rififi») ist am Montag im Alter von 96 Jahren in Athen gestorben. Dies meldete die halbamtliche griechische Nachrichtenagentur ANA.
Dassin war am 18. Dezember 1911 in Middletown (US-Bundesstaat Connecticut) geboren worden. In seiner rund 40-jährigen Karriere hat Dassin mit Vorliebe Krimis, Gangsterparodien und Gesellschaftskomödien gedreht.
Zu seinen bedeutendsten Filmen zählen «Nazi Agent» (1942), «Brute Force» (1947), eine Anklage des Faschismus, der realistische Polizeithriller «Naked City» (1948), «Sonntags nie» (1960), der Kriminalfilm «Topkapi» (1964), «Uptight» (1968) nach «The Informer» von John Ford, bei dem er die in Irland spielende Handlung in ein schwarzes Getto verlegte, sowie «Die Athener Revolte» mit prominenten Griechen als Laiendarsteller.
Nachdem er 1950 als Kommunist vom Komitee für unamerikanische Umtriebe beschuldigt wurde, wanderte er nach Europa aus. 1966 heiratete Dassin die griechische Schauspielerin Melina Mercouri und kämpfte an ihrer Seite gegen die griechische Obristenjunta im Exil in Paris.
Nach der Wiederherstellung der Demokratie in Griechenland 1974 lebte Dassin in Athen und wurde griechischer Ehrenbürger. «Griechenland beklagt den Verlust eines wirklichen Freundes und großen Künstlers», sagte der griechische Ministerpräsident Kostas Karamanlis. Dassin soll seinem Wunsch entsprechend in Athen neben dem Grab Melina Mercouris beigesetzt werden, berichtete das griechische Fernsehen.
Die WELT

Montag, 31. März 2008

Geert Wilders Fitna wieder auf Liveleak

Hier klicken

Donnerstag, 27. März 2008

Julian Schnabel im Gespräch

Michael Althen interviewt den Maler und Regisseur Julian Schnabel, der über seine ureigensten Erfahrungen während des Drehs "Schmetterling und Taucherglocke" unter anderem berichtet: "Ich habe in ihm meine eigene Angst vor dem Tod besiegt, und wenn es anderen genauso geht, wäre das schon ein Erfolg."

Wer suchet, der...

 

Reden & Widerreden

Schöne Wunschvorstellung,
die sich jedenfalls nicht dadurch realisieren lässt,...
Gilbert-rgbm - 18. Mai, 08:09
Bündner SVP will...
Dieser Wunsch sei ihr Befehl! - und zwar basta! "...Das...
anaximander - 18. Mai, 00:43
Bundesrat Leuenberger...
Schon das ist ein gutes Zeichen. Weniger gut allerdings...
anaximander - 18. Mai, 00:34
Ehrenmorde sind kein...
Amnesty International vertritt, nicht immer, aber immer...
anaximander - 17. Mai, 23:13
Ja, tin. Aber es ist...
Ja, tin. Aber es ist schon eigenartig, dass ganz unterschiedliche...
Gris-Gris - 17. Mai, 22:14
Ja eben
Aber die Medienwelt (und ein paar BloggerInnen) halten...
tin11 - 17. Mai, 21:37
Sorry - ich wollte das...
Sorry - ich wollte das noch korrigieren mit: http://www.textlog.d e/38374.html und http://w ww.korrekturen.de/beliebte _fehler/weissmachen.shtml Und...
Gris-Gris - 17. Mai, 21:15
So eine Partei ist auch...
So eine Partei ist auch nur ein Verein. Und wenn ein...
Gris-Gris - 17. Mai, 21:04
Früher einmal hiess...
Früher einmal hiess das "Schutzhaft". Nein,...
Gris-Gris - 17. Mai, 20:12
Ach so,
jetzt haben wir ein neues Feindbild: die Richter. Du...
tin11 - 17. Mai, 19:52
Hallo
Du kennst doch den Witz: Wenn wir den Beamten und Richtern...
blogguru - 17. Mai, 19:41
Verhaftungsgrund: Karikatur
In Holland ist ein Karikaturist wegen des Verdachts...
anaximander - 17. Mai, 18:53
Firefox 3 - Release Candidate...
Nach fünf Beta-Versionen haben die Firefox-Entwickler...
anaximander - 17. Mai, 18:39
Die Po-Zusammenhänge...
Die Po-Zusammenhänge lassen wir mal weg, Schoggo-TV,...
Gris-Gris - 17. Mai, 18:38
Entzauberung des Bio-Mythos
Maxeiner und Miersch sind keine Öko-Fetischisten....
anaximander - 17. Mai, 18:00
Ja und?
Zufrieden jetzt? Nur - was ändert eigentlich jetzt?...
tin11 - 17. Mai, 17:57
Mediale Fehlinformation
Den Verfechtern des Verwaltungsstaates passt die Einbürgerungsinitiative...
anaximander - 17. Mai, 16:28
Auschlussverfahren gegen...
(sda) Der Zentralvorstand der SVP Schweiz eröffnet...
anaximander - 17. Mai, 15:56
Etwas Gescheites von...
Die SP fordert, nicht nachhaltig produzierte Agrartreibstoffe...
anaximander - 17. Mai, 15:22
Es wurde dir
doch schon gesagt, dass die Arena keine Live-Sendung...
tin11 - 17. Mai, 15:08

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Meine Kommentare

Schade,
in den frühen Jahren wurde noch live gesendet....
litart - 17. Mai, 13:10
Dessen bin
ich mir durchaus bewusst. Allerdings macht sich der...
litart - 16. Mai, 23:00
So kommt doch
der mannheemer Slang endlich wieder einmal zum Zug...
litart - 16. Mai, 21:58
Der Halter
für Männer wäre zu weit unten - außerhalb...
litart - 16. Mai, 18:40
Die Mitarbeiter-Motivation
kommt nicht nur bei der Pharma zu kurz. Mich graut...
litart - 16. Mai, 11:29
Hm, tin,
findest du dies okay - ich meine sowohl rinks als auch...
litart - 15. Mai, 22:50
Die Kippa?
Yep, das ist die Regel unter "Anstand". Ein Tschador...
litart - 15. Mai, 15:47
Hier ist der Spruch
"Wehret den Anfängen" angebracht.
litart - 15. Mai, 14:56

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