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Forschung

Donnerstag, 24. September 2009

Impfstoff gegen AIDS gefunden?

Wie Heike Le Ker berichtet von erfolgreichen Impftests mit einer Kombination von zwei alten Impfstoffen an 16.000 Freiwilligen in Thailand.
    "Für ihre Studie kombinierten sie zwei alte Impfstoffe, die einzeln wenig erfolgreich waren: Alvac von Sanofi-Aventis und Aidsvax von VaxGen Inc. Beide stimulieren im Körper die Immunantwort durch T-Zellen. In der Kombinationsbehandlung jedoch sollen die Wirkstoffe nach der "Prime-and-boost"-Strategie funktionieren: Alvac bereitet demnach das Immunsystem darauf vor, auf einen Angriff von HIV mit der Produktion von T-Zellen zu reagieren, Aidsvax verstärkt danach diese Immunantwort."
[mehr]

Montag, 21. September 2009

PenFriend spricht mit Blinden

Das bedeutet Fortschritt:
    Was aussieht wie ein etwas dicker Kugelschreiber soll für blinde und sehbehinderte Menschen bald eine erhebliche Hilfe im Alltag darstellen: Der von britischen Entwicklern vorgestellte PenFriend markiert Gegenstände mit einem kleinen Strichcode und kann diese dann per Sprachausgabe benennen, berichtet die BBC. Laut Hersteller könnten damit Lebensmittel, Medikamente, Kleidung oder Dokumente organisiert werden. Die Kosten halten sich in Grenzen. Mit unter 60 Pfund ist das Gerät, das in Zusammenarbeit mit dem britischen Royal Institute of Blind People (RINB) entwickelt wurde, leistbar und unterscheidet sich so von Konkurrenzprodukten.
    Dabei soll der PenFriend nur einen ersten Schritt darstellen. Schon bald sollen weitere Hightech-Hilfsmittel für blinde Menschen auf den Markt kommen. "Im Moment kratzen wir nur an der Oberfläche: Wir arbeiten an der Entwicklung von Addressbüchern, Organizern, Tagebüchern und Kalendern", so Alison Long vom RINB. Der Penfriend ist das erste Ergebnis einer Kooperation des RINB mit dem Londoner Unternehmen Mantra Lingua.
    Die Idee hinter dem PenFriend ist simpel: Das Gerät druckt Strichcodes auf kleine Etiketten, der Benutzer kann danach Informationen dazu aufnehmen. Insgesamt speichert der PenFriend 70 Stunden an Aufnahmen im MP3-Format. Der Nutzer ist demnach nicht auf wenige Sekunden beschränkt und kann zusätzliche Informationen aufnehmen. Wird der Strichcode gescannt, wird die Aufnahme schließlich wiedergegeben. Ursprünglich nutzte Mantra Lingua die Technik für interaktive Kinderbücher, die Kooperation mit dem RINB kam eher zufällig zustande.
pta

Die (Ohn)Macht der Meinungsmacher

Alexis Mirbach versucht zu ergründen, wie mächtig oder eben ohnmächtig die Meinungs- und Wahlforscher sind.

Donnerstag, 27. August 2009

Papier reinigt sich selbst

Welch ein Segen wäre das für den Bundesrat und die TINNER-Akten:
Jedes Kind kennt Zaubertinte aus Zitronensaft: Der geschriebene Winzige Nanopartikel ersetzen die "Zaubertinte" aus Zitronensaft. Die Nanopartikel sorgen dafür, dass Bilder und Texte erst unter UV-Bestrahlung erescheinen - und nach einer gewissen Zeit wieder verschwinden. Wie die Wissenschafter in der Fachzeitschrift "Angewandte Chemie" berichten, könnte dieses selbst radierende und wiederbeschreibbare Papier für geheime Unterlagen genutzt werden.

[ mehr ]

Mittwoch, 19. August 2009

Mozart an Streptokokkeninfektion gestorben

Mozart entwickelte am 22. November 1791 plötzlich hohes Fieber und Ödeme. „Fieber und Ausschlag“ stand auf dem Totenschein, den der Arzt am 5. Dezember 1791 ausfüllte. 218 Jahre später kommt ein Forscher-Team zu dem Schluss, dass W.A. Mozart an keiner der bisher spekulierten Erkrankungen wie Trichineninfektion oder Syphilis, sondern an einer Infektion durch beta-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A starb.
Alle überlieferten Todesfälle in Wien im Zeitraum von November 1791 bis Januar 1792, insgesamt 5011 Fälle, wurden von Richard H. C. Zegers, Universität Amsterdam, analysiert. Im Median waren die Männer zum Todeszeitpunkt 45,5 Jahre, die Frauen 54,5 Jahre alt. Tuberkulose war die Haupttodesursache, danach kamen Kachexie, Malnutrition und Ödem. Letzteres war laut Augenzeugenbericht der Zeit das Hauptsymptom bei Mozarts Erkrankung.

Todesfälle nach Ödementwicklung waren unter den jüngeren Männern in den Tagen vor und nach Mozarts Tod im Vergleich zu den vorangegangenen und nachfolgenden Jahren stark angestiegen. Möglicherweise nahm diese Angina-Epidemie kleineren Ausmaßes ihren Ausgang im Wiener Militärhospital. Die Streptokokkeninfektion führte bei den Patienten und vermutlich auch bei Mozart über eine eitrige Angina zu einer Glomerulonephritis und in der Folge zu einem akuten nephrotischen Syndrom und letalem Nierenversagen. Dass es sich möglicherweise um eine Infektion mit S. pyogenes gehandelt haben könnte, also um Scharlach, halten die Forscher für eine zweite, aber weniger wahrscheinliche Möglichkeit.

The Death of Wolfgang Amadeus Mozart: An Epidemiologic Perspective Richard H.C. Zegers, MD, PhD; Andreas Weigl, PhD; and Andrew Steptoe, DSc Annals of Internal Medicine
18 August 2009 | Volume 151 Issue 4 | Pages 274-278

http://www.annals.org/cgi/content/abstract/151/4/274

Montag, 3. August 2009

Neue Variante des Aids-Virus

Bei einer Frau aus dem westafrikanischen Staat Kamerun haben französische Wissenschaftler erstmals einen neuen HIV-Erreger entdeckt. Er unterscheidet sich von den drei bislang bekannten Stämmen des Aids-auslösenden HI-Virus und stammt nicht von Schimpansen, sondern wahrscheinlich von Gorillas.
[ mehr in Nature oder hier ]

Freitag, 10. Juli 2009

Künstliche Nervenzellen im Anmarsch

Der Einsatz künstlicher Nervenzellen beim Menschen scheint in greifbarer Nähe. Das berichten schwedische Forscher am Karolinska Institut und der Universität Linköping in der Zeitschrift Nature Materials. Die Gruppe um Agneta Richter-Dahlfors und Magnus Berggren schaffte es, die Freisetzung körpereigener Stoffe der Signalweitergabe zwischen Nervenzellen, sogenannte Neurotransmitter, auszulösen. Erste Versuche, auf diese Weise die Gehörregion eines Meerschweinchen-Gehirns zu kontrollieren, verliefen erfolgreich.
Hier gehts zur Publikation - .pdf

Mittwoch, 8. Juli 2009

Sex zur Parasitenabwehr

Endlich erfahren wir, wie Feuchtgebiete zustande gekommen sind...
    Ein internationales Forscherteam ist der Frage nachgegangen, welche Vorteile die sexuelle Vermehrung gegenüber der asexuellen hat. Im Fachmagazin American Naturalist kommen sie zum Schluss, dass sich Sex aus der Abwehr gegen Parasiten heraus entwickelt hat. Einen wichtigen Hinweis konnten die Wissenschaftler in einem See in Neuseeland finden. Dort lebt eine Schnecke, von der es sexuelle als auch asexuelle "Varianten" gibt.
    Von der Schnecke der Spezies Potamopyrgus antipodarum gibt es in dem neuseeländischen See zwei Varianten. Die eine vermehrt sich sexuell und produziert Nachkommen beider Geschlechter. "Eine andere bringt nur weibliche Klone hervor, die genetisch ident mit dem Muttertier sind", erklärt Studienautor Jukka Jokela vom Institut für Integrative Biologie an der ETH-Zürich. Seit 1994 haben die Forscher, denen auch Mark Dybdahl von der University of Washington und Curtis Lively von der Indian University in Blooming angehörten, die beiden Schnecken-Varianten auf Parasitenbefall hin untersucht. "Am Anfang gab es von den asexuellen Schnecken, die sich nicht vermehren konnten, ziemlich viele", so Jokela. Ein spezieller Parasit hatte die Zahl der Tiere allerdings rapide verringert. Einige der Klon-Typen waren sogar ganz verschwunden. Die "normale " Schneckenpopulation blieb hingegen während des Untersuchungszeitraumes sehr stabil. "Das entspricht genau jenem Muster, das wir für die Parasiten-Hypothese vorhergesagt hatten", so Jokela.
    Die sexuelle Vermehrung, die auf dem Austausch von Genen von Vater und Mutter beruht, bringe einen entscheidenden evolutionären Vorteil in einem Umfeld mit vielen Parasiten, betont Jokela. Eine ähnliche Situation finde man in der industriellen Landwirtschaft mit ihren Monokulturen. "Da die Pflanzen genetisch kaum variabel sind, sind sie Schädlingen mehr oder weniger hilflos ausgeliefert. Daher müssen immer mehr Pestizide eingesetzt werden, um allfällige Krankheiten oder Parasiten abzuwehren." Die sexuelle Vermehrung, die zwar komplexer ist und langsamer funktioniert als die asexuelle, bringe deutliche Vorteile. "Einer davon ist größere genetische Diversität, die wiederum die Grundlage für die Artenvielfalt, die so genannte Biodiversität, ist", erklärt der Biologe. Offensichtlich sorgen Parasiten dafür, dass die Zahl der asexuell vermehrenden Arten nicht unendlich ansteigt. Da deren Nachkommen genetisch ident sind, sind sie auch genauso anfällig für Parasiten wie ihre Eltern.
Toll, dass aus der Parasitenabwehr eine ganze Industrie geworden ist...

Vitamin D hemmt Darmkrebs

Die biologisch aktive Form von Vitamin D besitzt eine Krebs hemmende Wirkung. Wie diese zustande kommt, haben spanische Forscher jetzt genauer untersucht. Demnach spielt das Protein Cystatin D, dessen Produktion durch Vitamin D3 direkt stimuliert wird, eine entscheidende Rolle. Es hemmt das Wachstum von Laborkulturen menschlicher Darmkrebszellen und das Wachstum von Darmtumoren in Mäusen. Klinische Studien sollten nun prüfen, ob Vitamin D3 zur Vorbeugung und Behandlung von Dickdarmkarzinomen geeignet ist, schreiben die Wissenschaftler im "Journal of Clinical Investigation".
"Wir schließen aus unseren Ergebnissen, dass Cystatin D eine Tumorsuppressor-Aktivität besitzt, die zur Krebs hemmenden Wirkung von Vitamin D3 bei Dickdarmkrebs beitragen könnte", erklären die Forscher um Alberto Muñoz von der Universidad Autónoma de Madrid und Carlos López-Otín von der Universidad de Oviedo. In Experimenten mit menschlichen Darmkrebszellen stellten sie fest, dass Vitamin D3 ein Gen aktiviert, das die Produktion des Proteins Cystatin D veranlasst. Ein hoher Spiegel dieses Proteins beeinflusste die Zellen auf verschiedene Weise: Sie teilten sich seltener, verloren ihre Beweglichkeit und schalteten Gene ab, die das Krebswachstum fördern. Zellen, deren Cystatin D-Bildung gehemmt wurde, reagierten nicht mehr auf Vitamin D3. Offenbar wirkt Cystatin D als Tumorsuppressor, dessen Produktion durch Vitamin D3 in Gang gesetzt wird. Ob eine Behandlung mit Vitamin D-Präparaten therapeutisch wirksam wäre, müssen klinische Studien zeigen.
Wa

Mittwoch, 24. Juni 2009

Wissenschaftliche Kultfiguren

Einen Wissenschaftler zur Kultfigur zu stilisieren scheint dem kritischen Geist akademischer Sphären zuwiderzulaufen. Dennoch geschieht es. Miloš Vec versucht, den zu leistenden Vorarbeiten auf die Spur zu kommen.

Wer suchet, der...

 

Reden & Widerreden

War Westdeutschland nicht...
Bei einem geregelten Nebeneinander von Staaten muss...
Gilbert-rgbm - 8. Nov, 08:22
Schweinegrippe-Impfstoff.. .
Othmar von Matt, Claudia Marinka und Fränzi Rütti-Saner...
anaximander - 8. Nov, 00:53
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Gris-Gris - 7. Nov, 18:31
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anaximander - 7. Nov, 15:43
Peter Handke "Wunschloses...
Peter Handke spricht im Interview mit Ulrich Weinzierl...
anaximander - 7. Nov, 15:15
Vom Leben in der Matrix
Ein Essay zur Netzkultur von Nicholas Carr.
anaximander - 7. Nov, 09:05
Beim Barte des Propheten
Das Bild stellt die vier männlichen Bundesräte...
herakleitos - 7. Nov, 04:36
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führt sich auf, als wäre er Alleinherrscher...
Dorothea Minelli (Gast) - 7. Nov, 00:27
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anaximander - 6. Nov, 23:22
Das verbotene Bild
Seltsam, dass der Bundesrat die Verwendung dieses...
anaximander - 6. Nov, 22:11
Jetzt
wird die Antirassismus-Kommission aktiv, wenn jemand...
anaximander - 6. Nov, 19:40
Hm, ich
bin versucht, dir zuzustimmen. Es ist entsetzlich,...
anaximander - 6. Nov, 19:39
Ego-Shooter
Das Computerspiel "Islam" gehört verboten, da...
Schoggo-TV - 6. Nov, 19:12
Ich bin kein Atheist...
ich bin ein Rechtgläubiger Grüner. Mehr dazu...
Andreas K. (Gast) - 6. Nov, 18:22
Wie schön,
dass wir Grünen endlich eine Religion sind. Jetzt...
Maia M. (Gast) - 6. Nov, 18:19
Impfstoff mit Mikrochips
Es liegt durchaus im Bereich des Möglichen, dass...
anaximander - 6. Nov, 17:48
Klimawandel ist jetzt...
Wir haben es einem britischen Richter zu verdanken,...
anaximander - 6. Nov, 17:39
Der 9. November
Wie üblich, wenn sich etwas jährt, wird in...
anaximander - 6. Nov, 16:53
Das irre Profil des Fort-Hood-Amokläufers
Er war dazu da, den Soldaten beim Verarbeiten ihrer...
anaximander - 6. Nov, 16:06
Gedruckt schon,
aber nicht freigeschaltet - wenigstens nicht, als ich...
anaximander - 5. Nov, 23:23

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