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Frankreich

Dienstag, 6. Mai 2008

Sarkozys nationalistisches Geschichtsbild

Unter dem Titel "Frankreich darf sich wieder groß fühlen," bezeichnet Manfred Flügge das Geschichtsbild von Nicolas Sarkozys als einseitig nationalistisch:"Patriotische Rituale, wie sie Sarkozy inszeniert, hat man lange nicht mehr gesehen. Sie transportieren ein ungebrochen positives, ja klischeehaftes Bild der französischen Geschichte und bringen dabei Mythen und Legenden nicht nur der Gaullisten, sondern auch der Kommunisten wieder ins Spiel. Themen wie die französische Mitschuld an den Deportationen, die Untaten aus den Kolonialkriegen, die Spur der Gewalt in der französischen Geschichte haben da keinen Platz, erst recht keine kritische Aufarbeitung, wann, von wem, zu welchen ideologischen Zielen seit den Anfängen der Dritten Republik ein verklärendes Geschichtsbild konstruiert und vermittelt wurde."

Dienstag, 15. April 2008

Brigitte Bardot, die Volksverhetzerin

Was in Frankreich viele stört, nervte die Bardot so sehr, dass sie im Jahr 2006 einen Brief an Nicolas Sarkozy schickte. Darin forderte die leidenschaftliche Tierschützerin, dass Schafe in Frankreich betäubt werden müssten, denen beim islamischen Opferfest die Kehle durchgeschnitten wird. Aber damit nicht genug, sie wurde dort deutlich, wo sie schrieb, sie "habe es satt, von einer Bevölkerung an der Nase herumgeführt zu werden, die uns zerstört, die unser Land zerstört, indem sie uns ihre Handlungsweisen auferlegt".
Dafür forderte die Anklage vor dem Pariser Strafgericht zwei Monate Haft auf Bewährung und 15 000 Euro Strafe.
Was Bardot geschrieben hat, ist kein Offizial-Delikt. Klagen aber haben Anti-Rassismus-Organisationen eingereicht.
BB ist nicht vor Gericht erschienen, weil sie sich "angewidert" fühle - von der Klage der Anti-Rassismus-Organisationen...
orf

Dienstag, 25. März 2008

Nacktfoto von Carla Bruni unter dem Hammer

Foto: MICHEL COMTE/CHRISTIES IMAGES LTD.2008Ein Nacktfoto von Carla Bruni wird demnächst bei Christie's in New York versteigert. Damit wird das Repertoire staatlicher Selbstdarstellung erweitert. Die Nacktheit der First Lady ist nichts mehr, das sich hinter dem Staatsschauspiel verbirgt, sondern dessen Bestandteil. Für Eckhard Fuhr gereicht der Staatsakt der Präsidentengattin der französischen Kulturnation zur Ehre. "Obwohl Frau Bruni aufrecht steht, verbeugt sie sich doch vor einer Ahnengalerie der Kunst. Wie sie mit den Händen züchtig die Scham bedeckt, erinnert an die mittlere der drei nackten „Poseuses“ des Neoimpressionisten Georges Seurat.
Das Model Carla Bruni erweist so all jenen Kolleginnen ihre Reverenz, die auf die eine oder andere Art Künstlern, auch Staatskünstlern, zur Insiration verholfen haben. Schlüpfrig ist daran nichts, denn Carla Bruni ruht ganz selbstverständlich im Kanon der abendländischen Kunst. Ihre Haltung findet in der antiken Plastik wie auch in gotischen Heiligenfiguren ihr Vorbild. Hoffentlich weiß Nicolas Sarkozy, was er an ihr hat. "

Quelle

Freitag, 15. Februar 2008

Ayaan Hirsi Ali und Sarkozys Versprechen

Leider hat Nicolas Sarkozy, der mit seiner Carla Bruni so beschäftigt ist, dass er die Realitäten aus den Augen verloren hat, sich noch nicht dazu durchringen können, Ayaan Hirsi Ali zu einer französischen Staatsbürgerschaft zu verhelfen. Marc Zitzmann meldet dazuDie gebürtige Somalierin hatte nach dem 11. September 2001 dem Islam abgeschworen und mit dem Cineasten Theo van Gogh den Kurzfilm «Submission» gedreht, der die Unterdrückung der muslimischen Frauen anprangert. Seit van Goghs brutaler Ermordung durch einen islamistischen Fanatiker Ende 2004 lebt sie unter ständigem Polizeischutz. Diesen will ihr die niederländische Regierung aber nur mehr auf dem nationalen Territorium zugestehen; Hirsi Ali lebt jedoch seit Mitte 2006 in den USA.
Was hat Frankreich mit alldem zu tun? Ganz einfach, so Bernard-Henri Lévy in einem gewohnt emphatischen Appell an den Präsidenten der Grande Nation: Hirsi Ali sei «bereits Französin (aber ja!) mit ihrem Herzen, ihren Werten und ihrem Geist», kämpfe sie doch für kein anderes Ideal als für die laïcité à la française. Französin, aber auch – «par excellence et quintessence» – Europäerin: kraft nämlich ihres Eintretens «für die Freiheit, zu denken, zu urteilen, zu glauben oder nicht zu glauben». Umso paradoxer, ja unheilverheissender wäre es, so der Philosoph, wenn die quintessentielle Europäerin gezwungen sein sollte, die Alte Welt endgültig zu verlassen. Ergo wolle er Nicolas Sarkozy an sein Wahlversprechen erinnern, jeder verfolgten Frau in der Welt seinen Schutz und die Möglichkeit der Einbürgerung anzubieten.

Sonntag, 3. Februar 2008

Robert Redeker - Flüchtling im eigenen Land

Der deutsch-französische Philosoph Robert Redeker lebt seit mehr als einem Jahr im Untergrund. Er wird von Islamisten mit dem Tode bedroht, weil er im September 2006 im "Le Figaro" einen Artikel mit dem Titel "Wie sich die freie Welt angesichts der islamistischen Einschüchterungen verhalten soll" veröffentlicht hat. Lange Zeit hat man nichts mehr von ihm gehört - die Medien hüllten ihn in Schweigen. Doch am 1. Februar ist dieser Artikel über Redeker im Untergrund erschienen.

Dienstag, 22. Januar 2008

Das freut die Automobil-Hersteller

In Frankreich wurden im Jahr 2007 46.800 Autos abgefackelt. Das sind 2800 mehr als im Jahr 2006 - und freut Automobil Hersteller und -Verkäufer.

Montag, 21. Januar 2008

Zusammenprall der Vorurteile

Franziska Brüning stützt sich in ihrem Artikel zur steigenden Jugendkriminalität in Frankreich auf die Untersuchung der Soziologin und Tariq-Ramadan-Kritikerin Caroline Fourest."Caroline Fourest, Soziologin am Institut d'études politiques (IEP/Science Po) in Paris und Mitarbeiterin der satirischen Wochenzeitung Charlie hebdo, spricht von einem Zusammenstoß der Vorurteile - "Le choc des préjugés" -, der das republikanische Staatsmodell Frankreichs auf eine Bewährungsprobe stelle. 2007 hat sie über das Zusammenspiel aus fanatischer Sicherheitspolitik und trotziger Opferhaltung in den tristen Vorstädten ein Buch veröffentlicht, das die wachsende Jugendkriminalität in Frankreich differenziert betrachtet."

Mittwoch, 16. Januar 2008

Sarkozy und Bruni

gelingt es Journalisten und Literaturwissenschaftlerinnen gleichermassen zu beschäftigen. Barbara Vinken setzt sich mit Sarkozys riskant "medial inszenierte Erotisierung seines Amtskörpers" auseinander und erteilt Schelte, weil er die Schamfrist nicht eingehalten habe. "Er ist der erste französische Staatspräsident, der der seriellen Monogamie huldigt, jetzt zum dritten Mal heiratet und damit wie ein deutscher Kanzler und ein deutscher Außenminister zu Serientätern in Sachen Eheschließung wird. Sarkozy ist der erste Staatspräsident, dessen Affairen von seiner zweiten Ehefrau Cecilia Sarkozy in kruder Terminologie, die ihnen jedenfalls das einfach Unerlässliche nicht lässt, nämlich Takt und Stil, in der Öffentlichkeit preis gegeben werden: Er erinnere sich nicht einmal an die Vornamen der Frauen, mit denen er geschlafen habe. Dass die ehemalige Präsidentengattin gegen das Buch erfolglos geklagt hat, nützt nichts mehr."
Ina Hartwig meint, Sarkozy wolle durch Bruni vergessen, dass Cecilia ihn verlassen habe.
Und Christian Schlüter sieht in Sarkozys öffentlicher Liebes-Inszenierung nichts weiter als die Rache einen Emporkömmlings...

Donnerstag, 27. Dezember 2007

Carla Bruni - ein Porträt

    "Mit so einem Geschenk hatten selbst die Kühnsten unter Frankreichs Klatschreportern nicht gerechnet: Der soeben mit großem medialen Theaterdonner geschiedene Staatschef Nicolas Sarkozy hat nicht nur eine neue Freundin, sondern auch gleich um deren Hand angehalten – und diese Freundin ist keine andere als die Sängerin Carla Bruni.
    Zur Erinnerung an das, was bisher geschah: Carla Bruni, 1968 in Turin geboren, wurde in den neunziger Jahren als Model berühmt, bevor sie 2002 als Sängerin in Erscheinung trat und mit „Quelqu’un m’a dit“ ein sensationelles selbst komponiertes Album veröffentlichte, das in Frankreich auf Platz eins der Charts und in Deutschland immerhin in den Top 20 landete; monatelang konnte man in keine Bar mehr gehen, ohne dass im Hintergrund Carla Brunis rauchig-hauchige Stimme summte, dass „Raphaël“ aussehe wie ein Engel, aber bei der Liebe ein Teufel sei....
[ weiter ]

Dienstag, 11. Dezember 2007

Gaddafis Zelt in Paris

Bringt Nicolas Sarkozys Umgang mit den Un-Demokraten Wladimir Putin und Muammar Gaddafi Sarkozy-freundliche Intellektuelle tatsächlich in Bedrängnis, wie Joseph Hanimann behauptet?"Unverständlich erscheint fast allen, warum die Pragmatik der konkreten Erfolge protokollarisch so hoch gehängt werden müsse, wo andere Länder die Geschäfte mit zweifelhaften Regimen eher in Hinterzimmern abschließen. Persönlichkeiten, die sich nie für Sarkozy stark gemacht hatten und angesichts seiner konkreten Erfolge in den letzten Wochen doch seltsam kleinlaut wurden, bekommen plötzlich ihre klare Stimme zurück. „Im Land der Menschenrechte geht so etwas einfach nicht“, sagt Bernard Henri Lévy: „Man empfängt nicht einen Terroristen und internationalen Geiselnehmer zur Staatsvisite.“"

Wer suchet, der...

 

Reden & Widerreden

Bündner SVP will...
Dieser Wunsch sei ihr Befehl! - und zwar basta! "...Das...
anaximander - 18. Mai, 00:43
Bundesrat Leuenberger...
Schon das ist ein gutes Zeichen. Weniger gut allerdings...
anaximander - 18. Mai, 00:34
Ehrenmorde sind kein...
Amnesty International vertritt, nicht immer, aber immer...
anaximander - 17. Mai, 23:13
Ja, tin. Aber es ist...
Ja, tin. Aber es ist schon eigenartig, dass ganz unterschiedliche...
Gris-Gris - 17. Mai, 22:14
Ja eben
Aber die Medienwelt (und ein paar BloggerInnen) halten...
tin11 - 17. Mai, 21:37
Sorry - ich wollte das...
Sorry - ich wollte das noch korrigieren mit: http://www.textlog.d e/38374.html und http://w ww.korrekturen.de/beliebte _fehler/weissmachen.shtml Und...
Gris-Gris - 17. Mai, 21:15
So eine Partei ist auch...
So eine Partei ist auch nur ein Verein. Und wenn ein...
Gris-Gris - 17. Mai, 21:04
Früher einmal hiess...
Früher einmal hiess das "Schutzhaft". Nein,...
Gris-Gris - 17. Mai, 20:12
Ach so,
jetzt haben wir ein neues Feindbild: die Richter. Du...
tin11 - 17. Mai, 19:52
Hallo
Du kennst doch den Witz: Wenn wir den Beamten und Richtern...
blogguru - 17. Mai, 19:41
Verhaftungsgrund: Karikatur
In Holland ist ein Karikaturist wegen des Verdachts...
anaximander - 17. Mai, 18:53
Firefox 3 - Release Candidate...
Nach fünf Beta-Versionen haben die Firefox-Entwickler...
anaximander - 17. Mai, 18:39
Die Po-Zusammenhänge...
Die Po-Zusammenhänge lassen wir mal weg, Schoggo-TV,...
Gris-Gris - 17. Mai, 18:38
Entzauberung des Bio-Mythos
Maxeiner und Miersch sind keine Öko-Fetischisten....
anaximander - 17. Mai, 18:00
Ja und?
Zufrieden jetzt? Nur - was ändert eigentlich jetzt?...
tin11 - 17. Mai, 17:57
Mediale Fehlinformation
Den Verfechtern des Verwaltungsstaates passt die Einbürgerungsinitiative...
anaximander - 17. Mai, 16:28
Auschlussverfahren gegen...
(sda) Der Zentralvorstand der SVP Schweiz eröffnet...
anaximander - 17. Mai, 15:56
Etwas Gescheites von...
Die SP fordert, nicht nachhaltig produzierte Agrartreibstoffe...
anaximander - 17. Mai, 15:22
Es wurde dir
doch schon gesagt, dass die Arena keine Live-Sendung...
tin11 - 17. Mai, 15:08
Schade,
in den frühen Jahren wurde noch live gesendet....
anaximander - 17. Mai, 13:10

Andernorts

Jonathan Littell ist nur an Sex interessiert
Tilman Krause hat Jonathan Littell in Berlin gelauscht...
regulaerni - 17. Mai, 12:52
“Meere” erscheint Ende Mai
Rund fünf Jahre nach dem Verbot des Romans “Meere”...
regulaerni - 16. Mai, 22:44
Jonathan Littell erklärt die Nazis
Tilmann Krause hat mitverfolgt, wie Jonathan Littell...
regulaerni - 15. Mai, 11:14
“Neid” von Elfriede Jelinek
Hubert Spiegel hat sich mit dem Buch, das kein Buch...
regulaerni - 13. Mai, 15:37
75. Jahrestag der Bücherverbrennung
Zum 75. Jahrestag der Bücherverbrennung am 10....
regulaerni - 8. Mai, 17:10
30. Solothurner Literaturtage - Rückblick
Roman Bucheli hat in Solothurn scheinbar ein anregendes...
regulaerni - 6. Mai, 13:15
Calmy-Rey bedauert
dass die offizielle Schweiz von Israel nicht eingeladen...
regulaerni - 4. Mai, 19:07
Grosses Benefizkonzert mit Noëmi Nadelmann
zugunsten der Stiftung “Denk an mich”....
regulaerni - 3. Mai, 09:32

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Meine Kommentare

Schade,
in den frühen Jahren wurde noch live gesendet....
litart - 17. Mai, 13:10
Dessen bin
ich mir durchaus bewusst. Allerdings macht sich der...
litart - 16. Mai, 23:00
So kommt doch
der mannheemer Slang endlich wieder einmal zum Zug...
litart - 16. Mai, 21:58
Der Halter
für Männer wäre zu weit unten - außerhalb...
litart - 16. Mai, 18:40
Die Mitarbeiter-Motivation
kommt nicht nur bei der Pharma zu kurz. Mich graut...
litart - 16. Mai, 11:29
Hm, tin,
findest du dies okay - ich meine sowohl rinks als auch...
litart - 15. Mai, 22:50
Die Kippa?
Yep, das ist die Regel unter "Anstand". Ein Tschador...
litart - 15. Mai, 15:47
Hier ist der Spruch
"Wehret den Anfängen" angebracht.
litart - 15. Mai, 14:56

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