Sarkozys nationalistisches Geschichtsbild
Unter dem Titel "Frankreich darf sich wieder groß fühlen," bezeichnet Manfred Flügge das Geschichtsbild von Nicolas Sarkozys als einseitig nationalistisch:"Patriotische Rituale, wie sie Sarkozy inszeniert, hat man lange nicht mehr gesehen. Sie transportieren ein ungebrochen positives, ja klischeehaftes Bild der französischen Geschichte und bringen dabei Mythen und Legenden nicht nur der Gaullisten, sondern auch der Kommunisten wieder ins Spiel. Themen wie die französische Mitschuld an den Deportationen, die Untaten aus den Kolonialkriegen, die Spur der Gewalt in der französischen Geschichte haben da keinen Platz, erst recht keine kritische Aufarbeitung, wann, von wem, zu welchen ideologischen Zielen seit den Anfängen der Dritten Republik ein verklärendes Geschichtsbild konstruiert und vermittelt wurde."
anaximander - Di, 06.05.2008 11:48 - Kommentar verfassen
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Ein Nacktfoto von Carla Bruni wird demnächst bei Christie's in New York versteigert. Damit wird das Repertoire staatlicher Selbstdarstellung erweitert. Die Nacktheit der First Lady ist nichts mehr, das sich hinter dem Staatsschauspiel verbirgt, sondern dessen Bestandteil. Für Eckhard Fuhr gereicht der Staatsakt der Präsidentengattin der französischen Kulturnation zur Ehre. "Obwohl Frau Bruni aufrecht steht, verbeugt sie sich doch vor einer Ahnengalerie der Kunst. Wie sie mit den Händen züchtig die Scham bedeckt, erinnert an die mittlere der drei nackten „Poseuses“ des Neoimpressionisten Georges Seurat.









