In die 2. Liga mit Düsseldorf und Hertha
"Das Chaos beim Bundesliga-Relegationsspiel Fortuna Düsseldorf – Hertha BSC wird von einigen Düsseldorfer Verantwortlichen jetzt zum Ausdruck überschießender rheinländischer “Begeisterung” verniedlicht. Generell ist in der Medienberichtserstattung unablässig davon die Rede, die “Fans” hätten den Platz “zu früh” gestürmt. Was haben die aber überhaupt auf dem Platz zu suchen? Dass das Spielfeld nach dem Schlusspfiff von enthemmten Massen geflutet wird, scheint man inzwischen schon als Gewohnheitsrecht akzeptiert zu haben. Mit Gewalt soll das angeblich nichts zu tun haben, wenn außer Rand und Band geratene Fanatiker im Rudel auf dem Platz Pyrotechnik verfeuern, die Torpfosten demontieren und sich Erinnerungsstücke aus dem Rasen schneiden. Was wir am Dienstag gesehen haben, war in Wirklichkeit ein erschreckender exemplarischer Zusammenbruch der rechtsgeschützten öffentlichen Ordnung, herbeigeführt von einer hysterisierten Meute, die selbst bestimmen zu dürfen glaubt, wie Recht und Gesetz auszulegen sind – und das mit überbordenden Leidenschaften begründet, der eine Art Naturrecht zukomme, sich willkürlich auszutoben. Was ist eine solche Willkür aber anderes als Gewalt? Spielern, die aussagten, inmitten dieses Zerberstens des rechtsgeschützten Raums Todesangst empfunden zu haben, jetzt vorzuhalten, das sei “maßlos übertrieben”, ist zynisch."
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E.S.
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E.S.
anaximander - Do, 17.05.2012 17:54 - Kommentar verfassen
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