Seit dem 2. November 2010 verhandelt der Supreme Court, das höchste Gericht der USA, über ein Gesetz des Staates Kalifornien, das den Verkauf von gewalthaltigen Computerspielen an Minderjährige einschränken soll. In der mündlichen Verhandlung ging es vor allem darum, was Gewalt in Spielen von der Gewalt in Filmen, Rapmusik oder Literatur unterscheidet. Richter Antonin Scalia etwa wies darauf hin, dass "einige von Grimms Märchen ziemlich düster sind", und fragte die Vertreter des Staates Kalifornien: "Möchten Sie die auch verbieten?" - was klar verneint wurde.
Außerdem wurde die Gewalt in Videos von Hundekämpfen und anderer Gewalt an Tieren mit Gewalt in Computerspielen verglichen. Der Supreme Court hatte im April 2010 mit acht zu einer Stimme entschieden, dass die Verbreitung von derartigem Material nicht eingeschränkt werden darf. Und wollte nun wissen, warum für Computerspiele andere Regeln gelten sollten.
US-Medien
vermuten, dass die von der Entertainment Software Association (ESA)
vertretene gewinnen wird. Doch die Entscheidung der Richter wird erst 2011 fallen.
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