Genom als Atlas und Geographie
Die Gene eines Europäers geben exakt Auskunft darüber, wo ein Mensch geboren wurde. Zu diesem Schluss kommt eine Studie eines Forscherteams der University of California in Los Angeles. Die Genauigkeit des Ortes der Abstammung ließe sich auf wenige hundert Kilometer genau bestimmen. So könne man einen Finnen von einem Dänen und einen Deutschen von einem Briten genau unterscheiden, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist in seiner Online-Ausgabe.
"Es zeigt uns deutlich, dass die Geographie sehr wohl eine Rolle spielt", meint der Populationsgenetiker und Studienautor John Novembre. Das bedeute allerdings nicht, dass die Bewohner der europäischen Staaten sozusagen "Mini-Rassen" sind. "Die genetische Diversität in Europa ist sehr niedrig. Da gibt es wirklich nicht sehr viel", meint der Genetiker Manfred Kayser von der Erasmus Universität, der eine andere Studie geleitet hatte.
Beide Forscherteams haben für ihre Untersuchungen so genannte Single Nucleotid Polymorphismen (SNPs) - das sind einzelne ausgetauschte DNA-Bausteine, die einen Großteil der Variationen im menschlichen Genom ausmachen - unter die Lupe genommen. Obwohl die Forscherteams nicht miteinander arbeiteten, hatten sie zum Teil dieselben DNA-Proben untersucht. Diese wurden vom Pharmakonzern GlaxoSmithKline für die Suche nach Nebenwirkungen bei Medikamenten genommen worden. Dabei konnte das Forscherteam um Novembre entdecken, dass jene Menschen, die näher beieinander wohnten, auch ähnlichere Genome aufwiesen. Mehr als 500.000 Ausschnitte aus dem Erbgut von mehr als 3.100 Europäern wurden untersucht. Zusätzlich hatten die Forscher die Herkunft der Großeltern oder wenn dies unmöglich war, den Geburtsort registriert.
Als beide Forscherteams tausende Genome untersucht hatten, führten sie eine Analyse durch, bei die Daten zusammengefasst, strukturiert und veranschaulicht wurden. Als die Daten dann auf zwei Achsen dargestellt wurden, erhielten die Forscher eine Karte, die den Umrissen Europas entsprach.
"Es zeigt uns deutlich, dass die Geographie sehr wohl eine Rolle spielt", meint der Populationsgenetiker und Studienautor John Novembre. Das bedeute allerdings nicht, dass die Bewohner der europäischen Staaten sozusagen "Mini-Rassen" sind. "Die genetische Diversität in Europa ist sehr niedrig. Da gibt es wirklich nicht sehr viel", meint der Genetiker Manfred Kayser von der Erasmus Universität, der eine andere Studie geleitet hatte.
Beide Forscherteams haben für ihre Untersuchungen so genannte Single Nucleotid Polymorphismen (SNPs) - das sind einzelne ausgetauschte DNA-Bausteine, die einen Großteil der Variationen im menschlichen Genom ausmachen - unter die Lupe genommen. Obwohl die Forscherteams nicht miteinander arbeiteten, hatten sie zum Teil dieselben DNA-Proben untersucht. Diese wurden vom Pharmakonzern GlaxoSmithKline für die Suche nach Nebenwirkungen bei Medikamenten genommen worden. Dabei konnte das Forscherteam um Novembre entdecken, dass jene Menschen, die näher beieinander wohnten, auch ähnlichere Genome aufwiesen. Mehr als 500.000 Ausschnitte aus dem Erbgut von mehr als 3.100 Europäern wurden untersucht. Zusätzlich hatten die Forscher die Herkunft der Großeltern oder wenn dies unmöglich war, den Geburtsort registriert.
Als beide Forscherteams tausende Genome untersucht hatten, führten sie eine Analyse durch, bei die Daten zusammengefasst, strukturiert und veranschaulicht wurden. Als die Daten dann auf zwei Achsen dargestellt wurden, erhielten die Forscher eine Karte, die den Umrissen Europas entsprach.
anaximander - Mo, 01.09.2008 16:04 - Kommentar verfassen
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