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Bücher / Books

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Globalisierung

Dienstag, 19. Oktober 2010

Wall-Street-2-Regisseur Oliver Stone

"Wall Street 2"-Regisseur und Castro-Fan Oliver Stone schildert im Interview mit Rodek sein Gefühl nach der großen Wirtschaftskrise:
    "Das System hat einen Herzanfall erlitten und wird nun mit Drogen vollgestopft. Alles ist blockiert, die Lage festgefahren. Es fühlt sich falsch an, zutiefst falsch."
Rodek bespricht "Wall Street 2", aber ohne große Begeisterung.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Haiti - Nachruf auf einen gescheiterten Staat

So lautet der Titel von Hans Christoph Buch's Buch. Über Haiti schreibt hier aber auch Cornelius Wüllenkemper in der sueddeutschen
    Die Antilleninsel Hispaniola, die sich heute in die Staaten Haiti und Dominikanische Republik teilt, galt seit ihrer Entdeckung durch Christoph Kolumbus als die ?Perle der Antillen?, als schönste und auch wirtschaftlich attraktivste Insel der Karibik. Anlässlich des Erdbebens vom Januar 2010 erklärt der Publizist und ausgewiesene Haiti-Kenner Hans Christoph Buch, wieso Haiti binnen zwei Jahrhunderten zu einer der ärmsten, von politisch-militärischen Extremen und Umweltkatastrophen gebeutelten Regionen der Erde wurde.

    Das jüngste Unglück, das allein in der Hauptstadt Port-au-Prince 230 000 Menschen tötete und sowohl die marode Infrastruktur als auch den Präsidentenpalast zerstörte, reiht sich für Buch ein in eine ?nicht abreißende Kette von Katastrophen?, die die Insel spätestens seit der frühen Unabhängigkeit 1804 überzog.

    In sieben ?Textcollagen? mit zahlreichen Originaldokumenten erzählt der Autor von der Inbesitznahme der Kolonialherren, von dem Freiheitskampf der aus Westafrika verschleppten Sklaven gegenüber Frankreich, dem anhaltenden Chaos nach der Unabhängigkeit, der blutrünstigen Diktatur unter dem Duvalier-Clan und dem Scheitern des Armenpriesters Aristide ? er endet beim gegenwärtigen politischen Machtvakuum.

    Haitis Geschichte wird hier anschaulich als Exempel dafür präsentiert, was das imperialistische Zeitalter hervorgebracht hat. Warum der Inselstaat mehr als jede anderen Ex-Kolonie einem ?endlosen Gemetzel? ausgeliefert war und bis heute keine Stabilität findet, klärt der Autor nicht. Buch beleuchtet aber unter anderem den historischen Konflikt zwischen Mulatten und Schwarzen sowie Haitis wechselhaftes Schicksal als Spielball Europas und der USA.

    Buch ist reich an Kenntnissen von Geschichte und Gegenwart Haitis, er kann interessant erzählen. Die zahlreichen Originaldokumente, die er seinem Buch beigegeben hat, lässt er leider weitgehend unkommentiert. Er hat eine sehr kompakte und nachdenklich stimmende Abhandlung über einen notorisch, ja geradezu unwahrscheinlich glücklosen Staat verfasst.
E.S.

Samstag, 26. Juni 2010

Schwellenländer geben auf G20 den Ton an

Kein Feixen, aber ein ganz klein wenig Schadenfreude klingt mit, wenn Daniel Goffart seinen Lesern vor Augen führt, wie die G8, die während Jahrzehnten über die Geschicke der Welt in wirtschaftlicher Hinsicht bestimmten, jetzt von den "Schwellenländern" überrollt werden.
    "Keine zwei Jahre nach der Geburt der G-20 ist es jetzt soweit, dass die Schwellenländer beim Gipfel in Kanada auftrumpfen und Europa und die USA alt aussehen lassen.
    China als kommende Supermacht hat die Krise fast unbeschadet überstanden. Peking legte ein gewaltiges Konjunkturprogramm auf und bremste die Notenbank, als erste Überhitzungen erkennbar wurden. Auch in Brasilien und Indien hat die Bankenkrise nicht solche Verwüstungen hinterlassen wie im Westen. Stolz zeigen die „Schwellenländer“ beim Gipfel in Kanada ihre stark anziehenden Wachstumszahlen vor. Und mit großem Selbstbewusstsein weisen sie auch alle Bitten der westlichen Welt zurück, einer globalen Bankenabgabe zuzustimmen. Warum sollen China und die anderen Länder auch ihre Kreditinstitute belasten? Sollen doch die Banken in Europa und den USA von ihren Regierungen zur Kasse gebeten werden – für die Geldhäuser Asiens und Südamerikas kann das im globalen Wettbewerb nur von Vorteil sein."
Die G8 sehen alt aus - im Vergleich zu den G20. Ihre Arroganz hat sich nicht ausbezahlt.

Freitag, 25. Juni 2010

Merkel ist auf G8 abgeblitzt

Nach der ersten Arbeitssitzung der führenden Industriestaaten sagte Merkel in Huntsville: “Ich muss sagen, dass die Bereitschaft, hier etwas zu machen, nicht vorhanden war. Man muss das so hart sagen.“ Damit ist die globale Bankenabgabe vom Tisch.
Diese Ablehnungsfront dürfte sich am Samstag auf dem G-20-Treffen noch verfestigen; die Schwellenländer wollen nicht Busse tun für etwas, das sie nicht begangen haben.
Merkel pocht darauf, dass der Streit mit den USA beigelegt ist. Sie gibt zwar zu, dass sie die USA von ihrem Sparkurs nicht hat überzeugen können, meint aber, “Die Diskussion war nicht kontrovers, sondern von gegenseitigem, großen Verständnis geprägt“. Das sagen Politiker immer, wenn sie eine Schlappe eingefahren haben.

Mittwoch, 6. Januar 2010

Jean Zieglers Waffe

ist das Buch. Das erklärt er in einem Interview mit Peter Keller und Philipp Gut.

Samstag, 26. September 2009

Obama, der Schaumschläger

Barack Obama behauptet, die G20 habe die Weltwirtschaft gerettet - mit ein paar faulen Sprüchen und einer Forderung an die Banken, das Eigenkapital zu erhöhen. Schweizer Banken müssen nicht nachziehen; sie haben ihr Eigenkapital längst erhöht - ohne die Empfehlung der G20, der sie nicht angehört.
Ob sich Angie mit ihrerer Aussage "Was zu erreichen war, haben wir erreicht" direkt vom Kanzlerthron gefegt hat, wird sich am kommenden Sonntag zeigen.

Samstag, 25. April 2009

Die guten Piraten von Somalia

Wir sind Schuld an der somalischen Piraterie. Das ist zumindest die These des britischen Journalisten Johann Hari. In einem Blog kritisiert er den dekadenten Westen und verklärt den Piraten zum guten Menschen. Solche Romantik wurzelt in einem ideologischen Sumpf, der nicht nur in Jules Vernes' Werken zu finden ist.

Samstag, 18. April 2009

Eliten-Kapitalismus-Missbrauch

Im Interview erklärt der Autor Klaus Werner-Lobo, warum er gegen die kapitalistische Variante der Globalisierung ist - und was er sich stattdessen vorstellt:
    ...Dass das derzeitige Wirtschaftssystem fast nur den Reichen nutzt. Da nützt es wenig, wenn ich jetzt meinen Kaffee oder mein T-Shirt aus fairer Produktion kaufe. Ich glaube, das Potenzial ökologischen und fairen Handels liegt eher darin, dass man sagt, dass das überhaupt das oberste Wirtschaftsprinzip sein sollte.
Und da hat er recht!

Donnerstag, 2. April 2009

Die schwarze Liste ist da

Sie umfasst vier Staaten, darunter Costa Rica und die Philippinen. - Die Schweiz ist nicht vertreten.
sf.tv

G-20 - Rezession kann verkürzt werden

Der G-20-Gipfel ist zu Ende. Es werden 1000 Milliarden Dollar in die Märkte gepumpt. Hedgefonds und Steuerparadiese werden streng reguliert.
CNN - und hier die deutsche Übersetzung

Wer suchet, der...

 

Reden & Widerreden

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anaximander - 19. Mai, 22:58
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Sehr vernünftig angesichts der sich ankündigenden...
anaximander - 19. Mai, 22:09
Nackt-Streik
finde ich lustig, obwohl er ernst gemeint ist. Den...
anaximander - 19. Mai, 15:04

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