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History

Dienstag, 1. September 2009

Der 1. September 1939

Der Historiker Jost Dülffer rekapituliert die Geschichte, die zum Kriegsausbruch heute vor 70 Jahren führte.
Siebzig Jahre nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs berichtet Gerhard Gnauck, wie sich Russland in der jüngsten Zeit zum Hitler-Stalin-Pakt verhalten hat. Nachdem der Auslandsgeheimdienst SWR angekündigt hatte, Dokumente zu veröffentlichen, die eine Art geheimen Angriffspakt zwischen Nazi-Deutschland und Polen beweisen sollte, gab sich Wladimir Putin in einem "Brief an die Polen" in der Gazeta Wyborcza staatsmännisch:
    "Auch zum Hitler-Stalin-Pakt äußert sich der Gast, auch hier wiederum wattiert mit der Kritik an anderen Mächten: 'Ohne jeden Zweifel kann man den Molotow-Ribbentrop-Pakt (so die in Russland gängige Bezeichnung, d. Red.) vom August 1939 mit voller Berechtigung verurteilen. Doch hatten Frankreich und England schon ein Jahr zuvor in München das berühmte Abkommen mit Hitler unterschrieben, das alle Hoffnungen auf eine gemeinsame Front des Kampfes gegen den Faschismus zunichte machte.' Am Ende präsentiert Putin die heutige deutsch-russische Verständigung und Zusammenarbeit den Polen als leuchtendes 'Beispiel für wechselseitiges Entgegenkommen'."

Mittwoch, 15. April 2009

Die neue Geschichtsschreibung

In Anbetracht der neuen Geschichtsschreibung, wie sie von Nicholoson Bakers in "Menschenrauch" und jetzt auch vom schwedischen Historiker Peter Englund betrieben wird, fühlt sich Thomas Steinfeld etwas seltsam, denn da wird der Blick nicht mehr auf etwas Abgeschlossenes rückwärtsgewandt, sondern ist tägliches Miterleben.
    "Wenn aber die Geschichtslosigkeit unserer Zeit den Historismus hervorbringt - wovon zeugt es dann, wenn der Historismus durch eine Vergegenwärtigung der Vergangenheit kassiert wird? Von plötzlichem Stillstand?"

Mittwoch, 1. April 2009

Mohammed Hanif - Trauriges Pakistan

Bis heute sind die Umstände des mysteriösen Flugzeugabsturzes vom 17. August 1988 in einem kleinen Ort in Pakistan nicht nur ungeklärt, sondern auch Anlass von wilden Gerüchten. Einen Beitrag zum Thema legt Mohammed Hanif mit seinem Roman "Eine Kiste explodierender Mangos" vor, der soeben mit dem Commonwealth Writer's Prize 2009 für das beste Debüt ausgezeichnet wurde.
Claudia Kramatschek hat den Roman gelesen und rezensiert.

Sonntag, 29. März 2009

"Diese beiden Lumpen!"

Ende der fünfziger Jahre sollte Golo Mann, der dieser Tage hundert Jahre alt geworden wäre, an die Frankfurter Universität berufen werden. Doch Theodor W. Adorno und Max Horkheimer wussten das mit geschicktem Intrigieren zu hintertreiben, berichtet Tilman Lahme.

Freitag, 27. März 2009

Golo Mann - im Gegenwind

Aus Anlass des 100. Geburtstags von Golo Mann berichtet Harry Nutt vom ideologischen Gegenwind, der dem Historiker und Schriftsteller von links entgegen wehte:
    "Wie schmerzhaft die Rückkehr der Emigranten verlief, geht auch aus einer Episode hervor, die sich um die Berufung Golo Manns an die Frankfurter Universität rankte. Sie wurde von niemand Geringerem hintertrieben als Theodor W. Adorno und Max Horkheimer. Sie fürchteten, wohl zu Recht, Golo Manns aufstrebende Deutungsmacht für ein liberales Deutschland und intervenierten bei der Hochschulleitung laut Zeitzeugen mit Verweis auf Manns Homosexualität und dessen psychische Erkrankungen. Später war gar von "heimlichen Antisemitismus" die Rede. Golo Mann versuchte sich zu wehren, indem er einen Artikel Adornos öffentlich zu machen drohte, in dem dieser sich im Zusammenhang mit musiksoziologischen Überlegungen unverhohlen nationalsozialistischen Überzeugungen angedient hatte."

Dienstag, 24. März 2009

Platz des Himmlischen Friedens in Peking

Johnny Erling wandelt 20 Jahre nach dem Massaker über den Platz des Himmlischen Friedens und stellt fest, das Maos Wert fast täglich steigt.
    "20 Jahre nach dem 4. Juni 1989 ist das Datum des Massakers zumindest für Jugendliche wie Liu Yang kein Begriff. Sie durften und haben in der Schule oder in den zensierten Medien nie erfahren, wie sich Chinas Armee nachts ihren Weg durch die Stadt zum Tiananmen-Platz freischoss, wie sie ihn umstellte und die dort seit Wochen kampierenden Studenten zwang, über den Südausgang abzuziehen. Dort wo Liu Yang sich gerade für seinen Mao-Besuch angestellt hatte. 523 Bürger und 45 Polizisten und Soldaten, die in dem Chaos oft aufeinander schossen, sollen bei dem nächtlichen Durchmarsch der Armee zum Platz getötet worden sein."

Donnerstag, 5. März 2009

"Menschenrauch" - Untergang der Zivilisation

Hannes Stein bespricht Nicholson Bakers provokantes Buch zum Zweiten Weltkrieg "Menschenrauch. Wie der Zweite Weltkrieg begann und die Zivilisation endete"
    Nicholson Bakers Methode erinnert an Walter Kempowskis "Echolot": Er klebt Zeitungsschnipsel, Auszüge aus Tagebüchern, historische Dokumente zusammen. So entsteht ein pointillistisches Gemälde vom Zweiten Weltkrieg, an dessen Ende der Romancier die rhetorische Frage stellt, wem durch diesen Krieg eigentlich geholfen worden sei. "Hier fallen einem zwanglos die Häftlinge von Bergen-Belsen, Dachau und Buchenwald ein", schreibt William Grimes, der Kritiker der "New York Times", "aber auch unzählige Millionen von Russen, Dänen, Belgiern, Tschechen und Polen. An keiner Stelle macht Mr. Baker einen ernsthaften Vorschlag, wie ihre Befreiung anders als durch Waffengewalt hätte ins Werk gesetzt werden können."

Montag, 9. Februar 2009

Marion Dönhoff und Carl Jacob Burckhardt -Briefwechsel

Klaus Harpprech bespricht den Briefwechsel zwischen Marion Gräfin Dönhoff und Carl Jacob Burckhardt unter dem Titel "Wie viel Glück doch in der versunkenen alten Welt".
    "Ulrich Schlie, im Hauptberuf Chef der Planungsgruppe im Verteidigungsministerium, bemerkte in seinem brillanten Einleitungsessay zur Korrespondenz Marion Dönhoff - Carl Jacob Burckhardt, das Werk des letzteren sei zum guten Teil ein "Briefwerk" gewesen: Von dem monumentalen "Richelieu" abgesehen, brachte dieser glänzende Stilist sein Talent vor allem als eine Art europäischer Fest- und Galaredner in ungezählten Jubiläumsfeiern unter die Leute - und obendrein, wie dieser Band beweist, als einer der letzten großen Briefeschreiber."
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Samstag, 7. Februar 2009

Der hauptamtliche Darwin-Erklärer

Cord Riechelmann stellt klar, dass Evolution und sexuelle Selektion eher Kulturgeschichte als Naturgesetz sind: "Verhalten im Sinne Darwins spielt sich zwischen Weibchen und Männchen ab, hat die Nachkommenerzeugung zum Zweck und macht besonders in der medialen Verarbeitung dann Sinn, wenn es sich zur menschlichen Familie in Beziehung setzen lässt. Das muss nicht immer die bürgerliche Kleinfamilie sein, das kann auch das promiske Verhalten von besonders erfolgreichen Männern wie Pop-, Filmstars oder auch VW-Managern sein."

Freitag, 6. Februar 2009

Erwin Strittmatters selbstgestrickte Legende

Erwin Strittmatters schmutziger Krieg: Nach neuen Erkenntnissen war der Schriftsteller stärker als bisher bekannt in Nazi-Verbrechen verstrickt. Ein Historiker enttarnt Strittmatters Version des antifaschistischen Widerstandskämpfers-

Wer suchet, der...

 

Reden & Widerreden

Der 9. November in den...
Europa muss kleiner werden, fordert Richard Wagner...
anaximander - 7. Nov, 15:43
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Peter Handke spricht im Interview mit Ulrich Weinzierl...
anaximander - 7. Nov, 15:15
Vom Leben in der Matrix
Ein Essay zur Netzkultur von Nicholas Carr.
anaximander - 7. Nov, 09:05
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Das Bild stellt die vier männlichen Bundesräte...
herakleitos - 7. Nov, 04:36
Der bundesrat
führt sich auf, als wäre er Alleinherrscher...
Dorothea Minelli (Gast) - 7. Nov, 00:27
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Die Debatte in der Arena um das Minarett-Verbot führt...
anaximander - 6. Nov, 23:22
Das verbotene Bild
Seltsam, dass der Bundesrat die Verwendung dieses...
anaximander - 6. Nov, 22:11
Jetzt
wird die Antirassismus-Kommission aktiv, wenn jemand...
anaximander - 6. Nov, 19:40
Hm, ich
bin versucht, dir zuzustimmen. Es ist entsetzlich,...
anaximander - 6. Nov, 19:39
Ego-Shooter
Das Computerspiel "Islam" gehört verboten, da...
Schoggo-TV - 6. Nov, 19:12
Ich bin kein Atheist...
ich bin ein Rechtgläubiger Grüner. Mehr dazu...
Andreas K. (Gast) - 6. Nov, 18:22
Wie schön,
dass wir Grünen endlich eine Religion sind. Jetzt...
Maia M. (Gast) - 6. Nov, 18:19
Impfstoff mit Mikrochips
Es liegt durchaus im Bereich des Möglichen, dass...
anaximander - 6. Nov, 17:48
Klimawandel ist jetzt...
Wir haben es einem britischen Richter zu verdanken,...
anaximander - 6. Nov, 17:39
Der 9. November
Wie üblich, wenn sich etwas jährt, wird in...
anaximander - 6. Nov, 16:53
Das irre Profil des Fort-Hood-Amokläufers
Er war dazu da, den Soldaten beim Verarbeiten ihrer...
anaximander - 6. Nov, 16:06
Gedruckt schon,
aber nicht freigeschaltet - wenigstens nicht, als ich...
anaximander - 5. Nov, 23:23
Artikel ist abgedruckt
Also in der AargauerZeitung (Mittelland-Zeitung) wurd...
Dani (Gast) - 5. Nov, 22:27
Das allerdings
frage ich mich schon lange. Diese riesige Bürokratie...
anaximander - 5. Nov, 21:41
Es war ja nur zu wünschen,...
Es war ja nur zu wünschen, dass diese ständigen...
abusum - 5. Nov, 20:18

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