Friedrich der Große, ein monströser Blogger?
Eckhard Fuhr mag Friedrich den Großen nicht; für ihn wäre dieser, lebte er noch, einer dieser Blogger, die ihm zuwider sind. Daher schreibt er in einem kritischen Artikel über den routiniert abgefeierten Friedrich:
- "Friedrich der Große war weder reaktionär noch revolutionär, sondern einfach nur in seiner Zeit gegenwartspräsent und deshalb kulturell auf eine schwer erträgliche Weise steril. Mir jedenfalls, wenn es erlaubt ist, hier einmal in die erste Person zu wechseln, hat er wenig zu sagen. Was ist denn zum Beispiel - um mit dem angeblichen "Philosophen auf dem Königsthron" anzufangen - sein "Antimachiavell" anderes, als eine moralisch biedere Beschimpfung eines größeren Geistes, der den politischen Dingen im Gegensatz zu Friedrich wirklich auf den Grund geschaut hat? Die gewaltige Portion Besserwisserei und Rechthaberei ist schwer zu genießen. Heute wäre Friedrich der Große wahrscheinlich ein monströser Blogger, der glaubt, es sei an ihm, die ganze Welt aufzuklären."
anaximander - Mo, 23.01.2012 11:29 - Kommentar verfassen
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