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Iraq

Donnerstag, 5. Februar 2009

Die Mutter aller Bombenattentäterinnen

Ihr Name ist Samira Ahmed Jassim und sie ist eine überaus tüchtige und erfolgreiche Geschäftsfrau. Die 50-jährige Irakerin bekennt, Kinder und Frauen rekrutiert zu haben. Die Frauen wurden vergewaltigt und zu Samira geschickt, die mütterlich auf sie einwirte und ihnen ein Selbstmordattentat als einzigen Ausweg für sich und die Ehre der Familie plausibel zu machen. Sie wurden darauf angesetzt, Stammesführer zu töten, die zusammen mit Amerikanern und irakischen Sicherheitskräften gegen Terrororganisationen wie al-Qaida und die iranischen Al-Quds-Brigaden vorgingen. Während sich die westlichen Medien auf die Amerikaner stürzten und diese beschuldigten, an den Selbstmordattentaten im Irak schuld zu sein. Aber eben: westliche Medienschaffende haben das Denken verlernt..
Einen aufschlussreichen Artikel finden Sie hier.

Donnerstag, 7. August 2008

Die offene Gesellschaft im irakischen Kurdistan

Thomas Von Der Osten-sacken hat Anzeichen für eine offene Gesellschaft im irakischen Kurdistan entdeckt.
"Dieser Tage entdeckte ich auf einem Büchertisch in Suleymaniah, der zweitgrößten Stadt Irakisch-Kurdistans, neben einem neu erschienenen Werk über Mohammed und die Unterdrückung der Frau im Islam, ins Kurdische übersetzt, Karl Poppers Klassiker über "die offene Gesellschaft und ihre Feinde". Dem ist eine gewisse Symbolik nicht abzusprechen. Mir scheint nämlich, dass die Vision einer "offenen Gesellschaft" im Sinne des Wiener Philosophen weit mehr dem Wunsch vieler irakischer Kurden von einer besseren Zukunft Ausdruck verleiht als der arg überstrapazierte Begriff "Zivilgesellschaft", der, inzwischen weitgehend aller Inhalte entleert, in keiner entwicklungspolitischen Debatte mehr fehlen darf ..."
[ weiter ]

Dienstag, 22. Juli 2008

Noam Chomsky und der Pakt mit dem Teufel

Noam Chomsky ist mit jeder US-amerikanischen Regierung unzufrieden. Was immer sie auch tut, Noam Chomsky ist dagegen. Die Amerikaner der Bush-Regierung, das steht für ihn fest, wollten nur billiges Öl und ist darum im Irak einmarschiert. "Ironischerweise wandelt sich der Irak zu einer US-Iranischen Gemeinherrschaft. Die Maliki-Regierung wird vom Iran unterstützt. Die so genannte irakische Armee formiert sich zum größten Teil aus der Badr-Miliz, die im Iran gegründet und ausgebildet wurde und im Iran-Irak-Krieg auf iranischer Seite kämpfte.

Nir Rosen, einer der scharfsichtigsten und sachkundigsten Korrespondenten in der Region, bemerkt, dass das Hauptziel der von den USA und der Maliki-Regierung ausgehenden Militäroperationen, Moktada Al-Sadr, dem Iran auch nicht angenehm ist: Er ist unabhängig, hat die Unterstützung des Volkes und stellt somit eine Gefahr dar. Iran "hat während der Basra-Offensive den irakischen Premierminister Maliki und seine Regierung im Kampf gegen von dieser so bezeichnete ‚illegale bewaffnete Gruppen' (aus Moktadas Mahdi-Armee) unterstützt", so Rosen, "was nicht verwundert, wenn man bedenkt, dass Irans wichtigster Vertreter im Irak, der Oberste Islamische Rat im Irak, das Land regiert und Malikis größter Geldgeber ist." Rosen schließt: "Es gibt keinen Stellvertreterkrieg im Irak, weil die USA und der Iran denselben Stellvertreter haben."

Teheran ist vermutlich erfreut darüber, dass es Einfluss ausüben kann auf die von den USA eingesetzte und unterhaltene irakische Regierung. Für die irakische Bevölkerung gestaltet sich die Lage jedoch weiterhin als katastrophal und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit noch schlimmer werden."

Und die Demokraten werden es auch nicht besser machen...

Donnerstag, 13. März 2008

Entführter Erzbischof ist tot

Vor zwei Wochen war Paulos Faradsch Rahho, Erzbischof von Mossul, im Nordirak entführt worden. Heute wurde seine Leiche gefunden. Der katholischen Nachrichtenagentur SIR zufolge lag der Fundort ganz in der Nähe der nordirakischen Stadt, wo der Erzbischof von Mossul verschleppt worden war. Die Kidnapper hätten Rahho bestattet. Über die Todesursache ist bisher nichts bekannt.
CNN News

Samstag, 24. November 2007

Der vierte Weltkrieg

Andre Glucksmann gehörte 2003 zu den Befürwortern des Irak-Kriegs, heute beschreibt er die "Somalisierung" des Irak durch den Terrorismus und fragt: "Wäre es deshalb besser gewesen, Saddam Hussein nicht zu stürzen? Die Iraker sind, den Morddrohungen zum Trotz, drei Mal zur Wahl gegangen, en masse; sie scheinen den Sturz des Diktators nicht zu bereuen. Sollten die GIs sich jetzt zurückziehen, wie in Somalia? Der Kampf gegen die Somalisierung des Planeten hat erst begonnen und wahrscheinlich wird er das 21. Jahrhundert beherrschen. Wenn sie den Sirenen des Isolationismus widerstehen, werden die Amerikaner aus ihren Fehlern lernen. Europa wird sich entweder entschließen, ihnen zu helfen, oder sich der Fürsorge des Petro-Zaren Wladimir Putin ergeben, der bereitsteht, den alten Kontinent zu kontrollieren und Antiterror-Terrorismus predigt, mit Tschetschenien als anschaulichem Beispiel."

Freitag, 10. August 2007

Der Irakkrieg, ein Irrtum?

In einem großen Essay in der New York Times hat Michael Ignatieff seine Unterstützung des Irak-Kriegs bereut, Robert Misik kann allerdings nicht nachvollziehen, warum Ignatieff zwischen denkenden Intellektuellen und handelnden Politikern unterscheidet."Man stelle sich das vor: Ein Intellektueller macht sich für einen Krieg stark. Dieser wird dann begonnen und läuft höllisch schief. Ein paar Jahre später gesteht der Intellektuelle ein, dass er sich geirrt hat. Pech für ihn. Noch größeres Pech natürlich für die Zehntausende, die seinen Irrtum nicht überlebt haben. Was ist das dann? Intellektuelle Redlichkeit, weil es immer von Größe zeigt, einen Fehler einzugestehen? Oder nur ein neuerlicher Dreh an der Hybrisspirale, getragen vom absurden Glauben, mit einem "Tschuldigung" wäre die Sache aus der Welt? Wenn der Intellektuelle ein selbstreflexiver Typ ist, und sich diese Frage gleich noch dazu stellt, dann wird er wohl Schwierigkeiten haben, sie zu beantworten."
Tja, wer hin und wieder Kommentare Misiks liest, kann verstehen, dass ihm es ihm Mühe bereitet, Ignatieff zu verstehen.

Montag, 6. August 2007

Es gibt auch Frieden im Irak

Egal, welche Zeitung wir lesen, welchen TV-Sender wir einschalten, um uns informieren zu lassen, wir sehen nur Bilder von Tod und Gewalt, hören nur Berichte von Tod und Gewalt, wenn es um den Irak geht.
Mag sein, dass das guter und vor allem zeitgemäßer Journalismus ist, mag sein...
Plötzlich und unerwartet aber erreichen uns Bilder und Kommentare von Ullrich Fichtner und Tina Hager - die ein ganz anderes Bild zeigen und zeichnen von dem Land.
Und wenn man diese Reportage liest und die Bilder betrachtet, findet der Verdacht, unsere Medien manipulierten die öffentliche Meinung nach Gutdünken, neue Nahrung...
[ Kurzer und knapper Ausschnitt der Reportage, die m Magazin "Der Spiegel" erschienen ist ]

Donnerstag, 7. Juni 2007

Ergreifen wir die günstige Gelegenheit

sagten sich die Türken kaum hatte der G8-Gipfel begonnen und ließ Truppen an der 330 Kilometer langen türkisch-irakischen Grenze aufmarschieren. [Wir haben darüber berichtet ] Die Grenze wurde kurzerhand für die Dauer von drei Monaten zu "Sicherheitszonen", in denen verstärkte Kontrollen stattfinden und ein Überflugverbot gelten soll. Außerdem fordert die türkische Armee grünes Licht für die Intervention, um im Norden des Irak die Lager der PKK zerstören zu können. Nach Berichten von der irakischen Seite der Grenze haben erste Vorstöße der türkischen Armee begonnen. So sollen türkische Kommandoeinheiten vorübergehend drei Kilometer tief auf irakisches Gebiet vorgedrungen sein. Zudem habe türkische Artillerie einige Dörfer auf der irakischen Seite unter Beschuss genommen; die Bewohner von fünf Ortschaften seien deshalb evakuiert worden, meldeten türkische Medien unter Berufung auf die nordirakischen Behörden.
[ ein Artikel dazu bei pressrelations.de ]

Mittwoch, 6. Juni 2007

Türkei im Irak einmarschiert

Die Türkei macht sich das G8-Gipfeltreffen zunutze: CNN meldet, dass Tausende türkischer Truppen im Nord-Irak einmarschiert sind. Angeblich wollen sie die PKK-Kämpfer, die von dort aus operieren sollen, bekämpfen...

Freitag, 27. April 2007

Die Kultur der Gewalt im Irak

ruiniert das Land seit Jahrzehnten. Abbas Khider, der irakische Schriftsteller, der in München lebt, beschreibt ausführlich, wie die irakische Gesellschaft seit Jahrzehnten militarisiert wurde. Die im Irak herrschende tägliche Gewalt, die uns von den Fernsehanstalten allabendlich in die Stuben geweht wird, wurde nicht durch die Amerikaner importiert, wie uns hunderte von irak-unerfahrenen Journalisten weisgemacht wird."Die tägliche Gewalt im Irak, die wir seit 2003 im Fernsehen sehen, ist nicht einfach vom Himmel gefallen. Sie ist Teil eines langen Prozesses, der mit dem Irak-Iran-Krieg seinen Anfang nahm. 1980 beschloss die irakische Regierung, dass dieser Krieg nicht mehr nur an der Front stattfinden solle, sondern auch in den Schulen und auf den Straßen. Die Militarisierung des Lebens war das höchste Prinzip der Baath-Partei und ihres Führers. So wurde im Laufe der Jahre eine Kultur der Gewalt fest im Bewusstsein der irakischen Gesellschaft – und in ihrem Unterbewusstsein.
Jeder Iraker musste den Umgang mit Waffen erlernen. Neben der regulären Armee gründete die Regierung eine „Kinderarmee“, eine „Jugendarmee“ und eine „Volksarmee“. Im Fernsehen lief täglich die Sendung „Der Führer im Herzen der Dichter“, in der ein bekannter Poet in kakhifarbener Militärkleidung auftrat und Gedichte über den Krieg und den Führer rezitierte. Vor den Gebetsrufen lief fünf mal am Tag die Sendung „Bilder von der Front“, in der Gefallene gezeigt wurden, begleitet von der furchterregenden Stimme des palästinensischen Dichters Adib Naser, gefolgt von mehrstündigen Ansprachen Saddams. Während dieses und aller folgenden Kriege regierte im Irak die Baath-Ideologie, es gab öffentliche Hinrichtungen, Abschiebungen von Schiiten als „unreiner irakischer Rasse“, Verhaftungen politischer Gegner. Das Land kannte fast nur noch eine Farbe: Khaki, die Farbe des Militärs."

Doch die westlichen Medien möchten das auf keinen Fall gelten lassen, denn es nimmt ihnen ausgerechnet das von ihnen so hochgehaltene Argument zum Amerika Bashing.

Wer suchet, der...

 

Reden & Widerreden

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anaximander - 21. Nov, 23:14
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anaximander - 21. Nov, 17:10
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