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Kernfusion

Samstag, 31. Mai 2008

Kalte Kernfusion gelungen?

Wenn sie denn gelungen sein sollte, grenzte es an ein Wunder - und widerspräche allen wissenschaftlich begründeten Erwartungen. Was bislang noch keinem Physiker gelungen ist, will nun ein japanischer Professor geschafft haben: die kalte Kernfusion. In der Welt der Kernphysiker wird bezweifelt, dass die kalte Fusion überhaupt möglich ist..."Vergangene Woche lud Arata 60 Gäste, darunter Wissenschaftler und Reporter der wichtigsten japanischen Medien, zum öffentlichen Experiment ein. Bei Zimmertemperatur leiteten Arata und seine Mitarbeiter gasförmiges Deuterium, also schweren Wasserstoff, unter Druck in eine Reaktionszelle, die eine Mischung aus Palladium und Zirkondioxid enthielt. In dieser Mixtur hat nach Meinung Aratas eine Kernfusion stattgefunden, bei der angeblich jeweils zwei Deuteriumatome zu einem Heliumatom verschmolzen sind. Dies schließt der Forscher aus Temperaturmessungen.
Nachdem die Forscher die Gaszufuhr gestoppt hatten, blieb die Temperatur innerhalb des Behälters mehr als 50 Stunden lang höher als an dessen Oberfläche. Dies sei auf die Fusion der Deuteriumkerne zurückzuführen, bei der Energie freigesetzt werde, so Arata. Eine schlüssige Theorie kann der Wissenschaftler allerdings nicht vorlegen.
Gerade an diesem Punkt entzündet sich die Kritik an Arata: "Solange sich an den Grundprinzipien der Physik nichts ändert, kann eine kalte Fusion nicht funktionieren", sagte Stefan Bosch vom Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Jegliche quantenmechanische Berechnungen hätten ergeben, dass die kalte Fusion nicht möglich sei. Etwas vorsichtiger formuliert Bernold Feuerstein vom Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg seine Skepsis. Man müsse eine Wiederholung des Experiments von Arata in mehreren unabhängigen Labors und weitere theoretische Studien abwarten.
Diese Bewährungsprobe steht den japanischen Forschern jetzt bevor: die Wiederholung des Experiments durch unabhängige Forscher. "
Tja, zur fehlenden "schlüssigen Theorie" ist einiges zu sagen. Da ist einmal die Phantasie, die jeder Theorie davonläuft, dann der Versuch, der aufgrund von Spekulationen, herrührend aus dem Gebäude, das die Phantasie hervorgebracht hat... Und erst jetzt, im Nachhinein, kann die "schlüssige Theorie" begründet werden. - Es ist schon klar, die theoretische Physik will dem Versuch vorauseilen. Doch das führt konsequenterweise dazu, dass es kaum mehr Fortschritt gibt...
Wie auch immer: es wäre ein Segen für die Menschheit, wenn sich herausstellen sollte, dass die kalte Kernfusion gelungen ist. Auch ohne Theorie...
Zum Artikel

Donnerstag, 24. April 2008

AHV und Renten sind sicher

Hören Sie endlich auf, sich um AHV und Renten zu sorgen. Das ist nicht mehr nötig, jetzt, wo feststeht, dass die Erde in einem winzigen Moment schmelzen und in einem Planetenchaos untergehen wird.
Das Ende der Erde - und damit auch dasjenige ihrer Bewohner - ist programmiert. Die Sonne wird sich zu einem Roten Riesen aufblähen und die Planeten Venus und Merkur vernichten, die Erdkruste durch zunehmende Hitze kochen - und schon hat die Stunde allen irdischen Lebens geschlagen. Keine guten Aussichten für uns, aber wenigstens bleiben die Rentenkassen vor Überlastung verschont und die Politiker werden nicht Lügen gestraft, wenn sie sagen, die AHV wäre gesichert.

Dienstag, 21. November 2006

Fusionsreaktor - Lösung oder Milliardenverschwendung?

fusions_reaktorDer Multi-Milliarden Euro teure Kernfusionsreaktor ITER wird, so berichtet BBC-Online, nun endlich in Südfrankreich nahe der Stadt Marseille errichtet. Der Deal, der heute in Paris finalisiert wird, hat neben der EU auch Südkorea, Russland, China, die USA, Indien und Japan an einem Tisch vereint. Der Reaktor soll fünf Milliarden Euro kosten. So der Voranschlag. Doch andere Quellen schätzen die Kosten auf mindestens zehn Milliarden Euro und dann soll Iter 35 Jahre lang saubere Energie liefern, so ITER-Generaldirektor Kaname Ikeda. Kritiker sind von diesem Reaktor allerdings nicht überzeugt, denn sie sehen hinter den immensen Kosten keine rasche Lösung des Energieengpasses.
"Jedes Jahr werden die Pläne für den Fusionsreaktor um weitere ein bis zwei Jahre nach hinten verschoben", so der Energiefachmann Hans Kronberger im Interview. Inzwischen wären selbst überzeugte Befürworter nicht in der Lage zu sagen, ob dieses Unterfangen tatsächlich jemals funktionieren werde. Das meint auch der deutsche Energieexperte Hermann Scheer in seinem neuesten Buch: "Auch für den Atomfusionsreaktor reihen sich die unerfüllten Prognosen zu einer Endloskette: Als 1955 die UN eine Atomkonferenz in Genf durchführte, wurde der erste Fusionsreaktor für 1975 avisiert. Heute, 50 Jahre später, ist der Fusionsreaktor für das Jahr 2060 angekündigt. Obwohl sich also das Zielversprechen immer weiter entfernt, fliessen die Gelder anhaltend und reichlich." Was Kronberger am meisten stört, ist die Tatsache, dass das Kernfusionsprojekt nicht in der Lage sein wird, den Energieengpass tatsächlich zu lösen. "Das ist ein absolutes Schwachsinnsprojekt, denn die Energieknappheit wird bereits vor der tatsächlichen Inbetriebnahme von ITER vorhanden sein", so Kronberger. "Wenn man die zehn Milliarden Euro in den Ausbau erneuerbarer Energien stecken würde, wäre das eine sinnvolle Idee."
Der Mann checkt nicht, dass nur ein Sowohl-als-Auch eine Lösung sein kann.
Das ITER-Projekt sehe als reine Geldbeschaffung für private Zwecke aus. Zudem wären die Jubelmeldungen des Funktionierens des Systems bereits vor zehn Jahren das erste Mal über den Äther gelaufen.
"Die Kernfusion sollte dort bleiben, wo sie bestens funktioniert, nämlich in der Sonne selbst", so Kronberger abschliessend. Die Kernfusion wird von der Atomlobby als jene Technologie hochgelobt, die absolut sicher sein soll. "Das ist im Übrigen eine Legende, dass Atomfusionsreaktoren keine Umweltrisiken hätten. Während der Betriebszeit wird das Material im inneren Reaktor hoch radioaktiv, was eine sehr kostspielige Entsorgung nach sich zieht", meint Scheer. Dieses Material sei zwar im Gegensatz zu den atomaren Brennstäben der Atomspaltungsreaktoren nur etwa 100 Jahre aktiv, dafür sind jedoch die Mengen erheblich grösser. Ein weiteres Problem stelle der extrem hohe Kühlwasserbedarf für die Atomfusionsreaktoren dar.
Wie BBC berichtet, werden die Arbeiten für das Projekt in Cadarache, rund 60 Kilometer von Marseille entfernt, in der Region Provence-Alpes-Cote D'Azur, bereits Anfang 2007 beginnen. 2008 will man mit den Gebäuden und dem Besucherzentrum starten, 2009 soll dann das Kraftwerk selbst schon Form annehmen. Zuvor hatten die ITER-Parteien heftige Kontroversen über den Standort ausgefochten. Nachdem allerdings die Hälfte der fünf Mrd. Euro teuren Konstruktion aus dem EU-Topf kommt, müsse der erste Fusionsreaktor in der EU-Region errichtet werden. Für den Standort in Frankreich entschied man sich deshalb, weil hier schon heute das Tore-Supra-Kernfusionszentrum befindet.
ptat

Dienstag, 31. Oktober 2006

Planung eines neuen Kernkraftwerks

Die FDP-Fraktion verlangte in einem Vorstoss die Planung eines neuen Kernkraftwerks; SP und Grüne sprachen sich wie erwartet dagegen aus. Die Regierung solle alles unternehmen, damit unmittelbar mit der Planung eines neuen Kernkraftwerkes als Ersatz für die Reaktoren Beznau I und II begonnen werden könne, forderte die FDP-Fraktion in einem am Dienstag eingereichten Auftrag.
Das fordert die FDP des Kantons Aargau einmal etwas Gescheites - und schon drohen die Grünen und Roten mit einer kantonalen Volksinitiative. Daran allerdings könnten sie sich die Zähne ausbeissen. Die Bevölkerung des Kantons Aargau war und ist atomkraftfreundlich...

sda

Montag, 19. Juni 2006

Itar - Kernfusion, Bändigung des Sonnenfeuers

fusionsreaktorMit der Unterzeichnung des weltgrössten Forschungsabkommens bringen die Trägerländer den Kernfusionsreaktor Iter auf den Weg. Die neue Energiequelle soll sicher und klimaneutral werden.
Eine knappe Autostunde von Marseille entfernt führt eine staubige Schotterpiste durch eine liebliche, provenzalische Hügellandschaft mit gedrungenen Eichen und wild wachsenden blauen Blumen. Inmitten dieser Naturidylle unter der Sonne Südfrankreichs wirft ein schlichter Fahnenmast seinen Schatten. Genau an dieser Stelle nahe dem Atomforschungszentrum Cadarache wird es in zehn Jahren sehr viel heisser hergehen. Bei etwa 100 Millionen Grad Celsius sollen hier Atomkerne in dem weltgrössten Fusionsreaktor Iter (Internationaler Thermonuklearer Experimenteller Reaktor) verschmelzen und die Grundlage für die Stromversorgung der Zukunft legen.
Mit der Unterzeichnung des Iter-Abkommens in Brüssel brachten vor einigen Tagen die beteiligten Staaten dieses bisher grösste internationale Forschungsprojekt auf den Weg. Gut zwölf Milliarden Euro werden Bau und Betrieb dieses Reaktors verschlingen. An diesen Kosten beteiligt sich auch die Schweiz, neben der Europäischen Union, Japan, Südkorea, China, Indien, Russland und den USA. Bis 2050 wollen die Fusionsforscher eine sichere, günstige und klimaneutrale Energiequelle entwickeln.
DIE BRENNSTOFFE für einen Fusionsreaktor stehen auf der Erde nahezu unerschöpflich zur Verfügung. Denn im Unterschied zu Kernkraftwerken werden hier nicht Urankerne gespalten, sondern leichte Wasserstoffkerne zu Helium verschmolzen. «Bei dieser Fusion geht ein wenig Masse verloren. Und die wird zu Energie umgewandelt», erklärt Mathias Brix, Physiker am europäischen Fusionsexperiment Jet (Joint European Torus) im britischen Culham, dem Vorgänger von Iter. Der gleiche Prozess läuft seit Jahrmillionen im Innern der Sonne ab und liefert gigantische Energiemengen. Für das gebändigte Sonnenfeuer auf der Erde greifen die Forscher jedoch nicht zu einfachem Wasserstoff, sondern auf seine schwereren Geschwister Deuterium und Tritium zurück. Dieses Brennmaterial kann einerseits aus einfachem Wasser und andererseits aus dem Metall Lithium, das heute in jedem Handyakku steckt, gewonnen werden. Ein Kilogramm Wasserstoff verschmolzen zu Helium liefert so viel Energie, als würde man 11 000 Tonnen Steinkohle verfeuern. «Mit dem Lithium aus einer Laptop-Batterie und dem Wasser aus einer halb gefüllten Badewanne können 200 000 Kilowattstunden Strom erzeugt werden», sagt Sir Chris Llewellyn Smith, Leiter des Jet-Experiments. Das entspricht dem Stromverbrauch eines Westeuropäers in 30 Jahren.
Seit Jahrzehnten werkeln Physiker weltweit an kleineren Fusionsreaktoren. Immer wieder verschoben sie ihre Prognosen bis zum Betrieb des ersten Kraftwerks. Schon die für wenige Sekunden anhaltende Kernfusion im Jet-Reaktor im Jahre 1997 wurde als grosser Erfolg gefeiert. 25 Megawatt Energie verschlang dieser Prozess und nur 16 Megawatt wurden erzeugt. Keine lohnende Bilanz für ein Kraftwerk. Iter soll nun erstmals dieses Missverhältnis umkehren und zehnmal mehr Energie liefern als verbrauchen. Der Reaktor wird jedoch noch keinen Strom ins Netz liefern. Er soll erst zeigen, dass eine wirtschaftliche Stromerzeugung durch Kernfusion überhaupt möglich ist.
DEN SCHLÜSSEL für diesen Erfolg sehen die Forscher in der Grösse von Iter. Das Herz des Reaktors, eine etwa 800 Kubikmeter grosse Vakuumkammer, übersteigt die Masse der Jet-Kammer um das Zehnfache. Im Innern der Reaktorkammer wird eine heisse Wolke aus Wasserstoffkernen mit einer Gesamtmasse von gerade mal einem Gramm wabern. Plasma nennen die Physiker diesen gasähnlichen Zustand der Materie, bei der die Wasserstoffatome mit Mikrowellen so weit aufgeheizt werden, dass sie ihre Elektronen abgeben und als nackte Atomkerne vorliegen. Bei 100 Millionen Grad prallen sie mit Geschwindigkeiten von 200 Kilometern pro Sekunde aufeinander und verschmelzen zu schwereren Heliumkernen. Dabei freigesetzte Neutronen dringen in die Kammerhülle aus Spezialstahl und heizen diese auf. Ein Wärmetauscher nimmt diese Hitze auf und soll in einem weiteren Kreislauf Wasser verdampfen. Damit können dann Generatoren zur Stromerzeugung angetrieben werden.
Um das Plasma kontrollieren zu können, bauen die Forscher starke Magnetfelder auf, die in einem geschlossenen Kreis durch die Reaktorkammer verlaufen. Sie vermeiden jeden direkten Kontakt des extrem heissen Plasmas mit den Kammerwänden. Denn es gibt schlicht keinen Werkstoff, der der enormen Hitze von mehreren Millionen Grad standhalten könnte.
Trotz diesen extremen Bedingungen sind die Wissenschafter von der Sicherheit eines Fusionsreaktors überzeugt. «Eine selbstständige Kettenreaktion wie in einem klassischen Kernreaktor ist unmöglich», sagt Brix. Versagen Magnetfelder oder die Mikrowellenheizung, bricht der empfindliche Verschmelzungsprozess unmittelbar ab. Ganz ohne Radioaktivität kann ein Fusionsreaktor allerdings nicht betrieben werden. Sowohl der Brennstoff Tritium als auch die mit Neutronen beschossenen Kammerwände geben radioaktive Strahlung ab.
«Der schlimmste Unfall könnte ein Leck im Kühlwassersystem sein», sagt Sicherheitsexperte Neill Taylor. Doch auch wenn Tritium aus dem Reaktor austreten würde, soll die radioaktive Belastung nur etwa einem Zehntel der natürlichen Jahresdosis, verursacht durch die unvermeidbare kosmische Strahlung, entsprechen. Selbst die kontaminierten Bauteile, die im Jahresrhythmus ausgetauscht werden, strahlen bereits nach etwa 100 Jahren nicht mehr.

Autor: JAN OLIVER LÖFKEN, CADARACHE, gefunden im ZT

Dienstag, 16. Mai 2006

Kernfusion - keine Fiktion mehr

Am 26. Mai wird mit der Vertragsunterzeichnung der beteiligten Nationen in Brüssel der Startschuss für den Bau der Kernfusionsanlage ITER im südfranzösischen Cadarache abgegeben. Um das Jahr 2040 könnte erstmals Fusionsstrom durch die Netze fliessen – glauben die Forscher.
Auf einem etwa 800 mal 500 Meter grossen Areal in der Nähe des Nuklearforschungszentrums in Südfrankreich soll ab dem Jahr 2008 die Kernfusionsversuchsanlage ITER (International Thermonuclear Experimental Reactor) entstehen. ITER ist das derzeit wohl ambitionierteste Projekt in Europa. Eigentlich war das Projekt nach 15-jähriger Vorbereitung bereits im Jahr 2000 entscheidungsreif, aber politische Querelen zwischen den USA und Japan einerseits und den Europäern und China andererseits verzögerten die Bauentscheidung jahrelang. Jetzt endlich ist es so weit. Alle sieben beteiligten Nationen (EU, USA, Japan, China, Russland, Indien und Südkorea) stimmen darin überein, dass die weltweit erste Kernfusionsversuchsanlage von den Ausmassen eines späteren kommerziellen Reaktors im südfranzösischen Cadarache errichtet werden soll. An den Errichtungs- und Betriebskosten von derzeit veranschlagten 9,6 Milliarden Euro wird sich die EU mit 40 Prozent beteiligen. [ mehr ]
Autor Robert Buchacher

Mittwoch, 1. Februar 2006

Kalte Kernfusion

Manchmal ist, was im Netz alles verbreitet und zusammengeschrieben wird, schon haarsträubend.
    Es ist Forschern tatsächlich gelungen, die kalte Fusion zu reproduzieren. Doch die Erkenntnisse dieser Forschungen werden von den Regierungen aktiv bekämpft. Die Gründe dafür haben etwas damit zu tun, dass ein Kubikkilometer Meerwasser so viel Brennstoff enthält, wie in den gesamten bekannten Ölreserven schlummert...
Wer auch immer das geschrieben hat, scheint sich wenig mit Kernphysik, Energieforschung oder gar Wirtschaft auseinander setzen zu wollen, dafür aber simple Schlüsse zu ziehen. Solches in einem Blog zu verbreiten ist schon beinah fahrlässig und bringt die Bloggerszene in ein schiefes Licht.
Es ist richtig, dass im Jahr 2002 behauptet worden ist, es wären Anzeichen einer kalten Kernfusion beobachtet worden. Und im Jahr 2005/06 wurde publiziert Forscher der Purdue-Universität glauben, erneut Deuteriumkerne mithilfe von implodierenden Gasbläschen in einer Flüssigkeit zur Fusion gebracht zu haben. In ihren Experimenten konnten die Wissenschaftler die bei der Fusion ausgestoßenen Neutronen nachweisen. Wie schon bei der Veröffentlichung der Pionierarbeit im Jahre 2002 ist allerdings die Fachwelt auch dieses Mal nicht völlig überzeugt.
Es ist nun mal so, dass die Energieforschung auf Hochtouren betrieben wird. Nicht nur an den Unis, bei CERN und anderen staatlichen Forschungsinstituten. Auch IBM verfügt über Forschungsstationen und beschäftigt Atomphysiker, ESSO, SHELL, ARAL - alle Rohöl fördernden Gesellschaften arbeiten auf dem Gebiet der Energieforschung und keine lässt etwas unversucht, die kalte Kernfusion als erste patentieren lassen zu können. Bis es allerdings möglich sein wird, die kalte Kernfusion - auf welcher Grundlage auch immer - kontrolliert ablaufen zu lassen, dürfte noch einige Zeit vergehen.
Es sei denn, es treffe ein Glücksfall ein und einem Bastler gelingt es, das zu entdecken, was den gelehrten und etwas verbildeten Atomphysikern entgeht.
Ueberprüfen via Google search oder Der Kernfusion einen Schritt näher

Mittwoch, 4. Januar 2006

Der Kernfusion einen Schritt näher

Vor fast zwanzig Jahren wurden die Oxidkeramiken entdeckt. Leider hat sich ihre Produktion verzögert, denn der Werkstoff hat sich als widerspenstig erwiesen. Heut aber kommen die Keramikkristalle endlich auf den Markt - und vor allem zum Einsatz.
Physiker vom Forschungszentrum Karlsruhe haben ein Kabel aus Hochtemperatur-Supraleitern gebaut, das 75.000 Ampere Strom verlustfrei transportieren kann. Das aus Bändern bestehende Kabel soll die Riesenmagneten des künftigen Fusionsreaktors Iter mit Strom versorgen.
Das aber ist nicht der einzige Einsatzort: Seit August vorigen Jahres betreibt Siemens einen vier Megawatt starken Generator mit supraleitenden Wicklungen im Test. Er ist halb so gross und viel leichter als ein gewöhnlicher Elektromotor. Es ist vorgesehen, ihn auf einem Schiff für die Versorgung mit Bordstrom einzusetzen. u
Auch American Superconductor steht kurz davor, YBCO-Drähte mit einer Länge von immerhin 100 Metern zu fertigen, die nur ein Fünftel des der heutigen Wismut-Supraleiter kosten sollen. Die Markteinführung ist für das Jahr 2007 vorgesehen.
Quelle Technology Review Januar 2006

Montag, 19. September 2005

Kernfusion in der Gewitterwolke

In der Sonne brennt bei mehreren Millionen Grad ein Fusionsreaktor. Dabei verschmelzen Wasserstoffkerne zu Helium, riesige Mengen an Energie werden freigesetzt...
Aber auch ein Gewitter kann ausreichen, um eine solche Kernfusion in Gang zu setzen. Zu diesem Ergebnis kommen russische Wissenschaftler. Die Bedingungen in einem einige Millimeter dicken Blitzkanal seien dazu geeignet, dass sich schwere Wasserstoffkerne (Deuterium) in der Atmosphäre zu Heliumkernen verbinden und dabei Neutronen aussendeten. Zwar könne dieser Prozess nicht zur Energiegewinnung genutzt werden, doch erkläre er die überraschend hohe Neutronenstrahlung, die an Bord der früheren russischen Raumstation MIR gemessen wurde.
Die Physiker von der Lomonossov Universität Moskau konnten diesen Fusionsprozess in der Atmosphäre sowohl mit Berechnungen als auch mit experimentellen Daten belegen. Obwohl bei jedem Gewitter zahlreiche Neutronen über diese Kernverschmelzung entstehen können, erreichen sie die Erdoberfläche nie. Sie werden trotz ihrer hohen Energie von 2,45 Millionen Elektronenvolt vom Stickstoff aufgefangen und können innerhalb ihrer Lebenszeit von einer fünftel Sekunde gerade einmal ein bis zu zwei Kilometer weit fliegen.
Mit diesen Resultaten konnten die Forscher nicht nur die erhöhte Neutronenstrahlung im Erdorbit erklären. Auch um andere Planeten wie Venus oder Jupiter könnte die gleiche Blitzfusion auftreten. Bei der Analyse der Atmosphären dieser Planeten, in denen gewaltige Gewitter auftreten, müsse dieser Effekt nun berücksichtigt werden.

Quelle: Lomonossov Universität Moskau

Sonntag, 17. Juli 2005

Kalte Kernfusion

Vor über drei Jahren erhitzte ein Experiment die Gemüter, bei dem Rusi Taleyarkhan und Kollegen Hinweise auf eine geglückte Kernfusion im Labormaßstab gefunden hatten. Die Physiker hatten deuteriertes Aceton mit Schallwellen bestrahlt, die in der Flüssigkeit kleine Bläschen erzeugten. Gleichzeitig beschossen sie die Versuchsanordnung mit schnellen Neutronen: Detektoren registrierten eine für die Fusion charakteristische Neutronenemission -- außerdem ließ sich das Fusionsprodukt Tritium in der Flüssigkeit nachweisen. Allerdings konnten die Resultate in Kontrollexperimenten anderer Physiker nicht reproduziert werden. Bei der Fusion von Deuterium (d + d → 3He + n) werden Neutronen mit einer Energie von 2,5 Megaelektronenvolt (MeV) freigesetzt -- deren Nachweis weist auf eine geglückte Fusion hin.
Nun scheint es neue "statistisch relevante" Ergebnisse zu geben, die Taleyahrkans Experimente bestätigen. Die Forscher Yiban Xu und Adam Butt von der Purdue University veröffentlichten einen entsprechenden Artikel bereits in der Mai-Ausgabe des Journals für Nuclear Engineering and Design, wie die Purdue-Universität vor wenigen Tagen mitteilte. Als Neutronenquelle setzten die Wissenschaftler einen "Pulse Neutron Generator" ein, der die von einem natürlichen radioaktiven Präparat freigesetzten Neutronen in Form gepulster Strahlen auf das Aceton schießt.
Normalerweise geht es bei der Kernfusion alles andere als kalt zu: Ähnlich wie in der Sonne verschmelzen in einem Fusionsreaktor die Kerne der Wasserstoffisotope Deuterium und Tritium bei rund 100 bis 200 Millionen Grad Celsius zu Heliumkernen und setzen dabei ungeheure Mengen an Energie frei. Da kein Material die enorme Hitze aushält, muss das Plasma daher mit extrem starken Magnetfeldern schwebend gefangen gehalten werden. Der als Machbarkeitsstudie für Kernfusion geplante Internationale Thermonukleare Fusions-Reaktor (ITER) soll in der Provence errichtet werden und 10 Milliarden Euro an Forschungsgeldern verschlingen.
(vca c't)

Wer suchet, der...

 

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anaximander - 5. Dez, 16:55
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anaximander - 5. Dez, 12:38
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anaximander - 5. Dez, 12:10
J. K. Rowlings Beedle-Märchen
Wieland Freund hat Joanne K. Rowlings Harry-Potter-Begleitbuch.. .
anaximander - 5. Dez, 12:02
Ach je.
Aber wenn wir schon am Verteilen von Etiketten sind:...
rodino - 5. Dez, 09:37
Die Bundesversammlung
erinnert gefährlich an einen grölenden Verein...
anaximander - 5. Dez, 07:56
Größte Christenverfolgung...
Weltweit werden 250 Millionen Christen verfolgt. Jeder...
anaximander - 5. Dez, 07:56
Das war vor einem Jahr
Das Ende der Konkordanz wurde schon im letzten Jahr...
rodino - 5. Dez, 06:45
Das Ende der Konkordanz
Die Natels der Parlamentarier laufen heiß. Egerszegi...
anaximander - 4. Dez, 23:30
Wo?
Ich trage einen Hut - es regnet
anaximander - 4. Dez, 23:26
Zeit für
eine Revolution? - Eigentlich schon, wenn man bedenkt,...
anaximander - 4. Dez, 23:25
Aber bitte nur mit Kopftuch...
Aber bitte nur mit Kopftuch auftreten.
Gris-Gris - 4. Dez, 23:24
Yep, es
ist entsetzlich, wie Forschungsgelder verschleudert...
anaximander - 4. Dez, 23:23
Und morgen gibt es dann
Buttermarken, Brotmarken, Fleischmarken, Fernsehgutscheine,...
Gilbert-rgbm - 4. Dez, 22:58
Der war auch vorher schon...
Das Buch von Benz/Bermann, Vorurteil und Völkermord,...
Gilbert-rgbm - 4. Dez, 22:50
Ich bin doch
immer auf der Seite der Schwächeren...
anaximander - 4. Dez, 22:28

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