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Krankenkassen

Dienstag, 20. Oktober 2009

Schwallers Sparpaket

Wenn er schon nicht Bundesrat hat werden können, will er seinem Dirigismus wenigstens im Kranken - äh, Gesundheitswesen freien Lauf lassen, der Ständerat Urs Schwaller. Er beglückt die Krankenkassen-Prämienzahler mit einer um zehn Prozent höheren Kostenbeteiligung pro Arztbesuch. Wer sich allerdings einem Managed Care-Modell oder einem Hausarztmodell anschließt, soll keine Mehrbelastung tragen müssen. Dass das die Zuhälterei unter den Ärzten fördert, vermag Schwaller nicht einzusehen; er frönt dem Irrglauben, auf diese Weise einen weiteren Kostenschub im Gesundheitswesen verhindern zu können.
Politiker halt - und unbelehrbar. Zuhälter sahnen immer ab, das müsste selbst ein CVP-Mann wissen.
sda-Meldung zu finden auch beim Tagi

Sonntag, 27. September 2009

Steigerung der Gesundheitskosten

Der Neu-Bundesrat Didier Burkhalter, der alles weiss und alles kann, will dem Parlament seine Pläne zur Senkung der Gesundheitskosten vorlegen. Sein Plan sieht vor, dass jeder, der einen Arzt seiner Wahl aufsucht, 20 Prozent der Kosten, die er verursacht, selbst tragen muss. Wenn er sich jedoch dazu verpflichtet, sich von einem Ärzte-Netzwerk (Managed Care) behandeln zu lassen, muss er nur Zehn Prozent der Kosten selber tragen.
Jeder vernünftig denkende Erdling wird mit Leichtigkeit errechnen können, dass das Manged-Care-Modell die Gesundheitskosten noch mehr steigern wird. Jeder der am Netzwerk beteiligten Ärzte will ein Einkommen von mindestens 250.000 Franken erzielen. Das kann er auch, aber nur wenn die Zuhälterei unter den Netzwerkärzten richtig spielt.
Dem gesunden Menschenverstand zum Trotz, wird das Parlament diesen "Sparmassnahmen" Didier Burkhalters zustimmen. Die Qualitätsmedien sind bereits dabei, die Werbetrommeln dafür zu rühren. Die Krankenkassenprämien werden noch mehr steigen und die Selbstbehalte immer höher....
Sonntagonline - leider nicht frei abrufbar

Donnerstag, 24. September 2009

Wozu noch Krankenkassenprämien bezahlen?

Das Schlimmste, das jemandem, wer seine Prämien für die Krankenversicherung nicht bezahlt, passieren kann ist, dass er auf eine Liste säumiger Schuldner gesetzt wird. Spital- und Arztrechnungen werden von den Kassen trotzdem bezahlt. Das hat der Nationalrat in seiner Bescheidenheit heute beschlossen.

Mittwoch, 9. September 2009

Lustiger ist das Kostensteigern im Gesundheitswesen

Die unbedarften Nationalräte haben ein "Paket zur Kosteneindämmung in der obligatorischen Krankenversicherung" verabschiedet. Es fördert die Zuhälterei, denn "Wer direkt zu einem Spezialisten oder in ein Spitalambulatorium geht, hat künftig einen Selbstbehalt von 20 Prozent zu bezahlen." Das heisst, dass ein praktischer Arzt aufzusuchen ist, der eine erste Diagnose stellt und den Patienten an einen Spezialisten überweist. Dem Hausarzt ist damit eine unversiegbare Einnahmequelle erschlossen worden und der Zuhälterei ist Tür und Tor geöffnet. Die Krankenkassen bezahlen den Hausarzt und den Spezialisten und ernähren damit zwei Mediziner, während sie, wenn sie nur einen bezahlen müssen, sparen könnten. Aber das ist wohl nicht Sinn und Zweck der großen Voten im Nationalrat, wo sich jeder einer Lobby - aber nicht den Patienten und Versicherten - verpflichtet fühlt.
[ noch mehr von dem Sparspass? ]

Samstag, 30. Mai 2009

Volksinitiative gegen Prämienschock

Bundesrat Pascal Couchepin will bei den Medikamenten rund 400 Millionen Franken sparen. Das genügt dem Konsumentenschutz nicht: «Wenn der Spareffekt bei den Medikamenten nicht mindestens 800 Millionen Franken beträgt, dann lancieren wir in der zweiten Jahreshälfte eine Volksinitiative», sagt Simonetta Sommaruga im Interview mit dem «Sonntag».
Dabei kann die Berner SP-Ständerätin und Präsidentin der Stiftung für Konsumentenschutz auf eine breite Unterstützung zählen: Mit von der Partie ist der Krankenkassenverband Santésuisse, die Patientenorganisationen und der Detailhandel – unter anderen Migros, Coop und Denner. Gemeinsam bilden sie das «Forum für Parallelimporte und höhere Kaufkraft».
[ weiter ]

Freitag, 29. Mai 2009

Wider den tierischen Ernst

Um Kosten im Gesundheitswesen zu sparen, will Eugen David ein neues Bundesamt schaffen. Dieses soll Spitäler, Ärzte, Krankenkassen, Apotheken, Patienten, Hersteller und Lieferanten von Medikamenten und Medizintechnik ständig überwachen.
Die Kosten tragen die Versicherten und Steuerzahler, die dazu nichts zu sagen haben. Der Vorschlag ist wohl der lächerlichste, den wir bisher gehört haben.
Eugen David, ein Schafsä - äh, seelenguter Mensch, ist übrigens Präsident der Krankenkasse Helsana und kassiert als solcher ein nicht unbeträchtlichen Jahresgehalt, das die Prämienzahler zu berappen haben. Außerdem ist er Ständerat und vertritt in Bundesbern die Interessen der Helsana Krankenkasse, die die Reserven verspekuliert hat.
BAZonline

Armselige Kostensenkungsversuche

Unsere Regierung hat scheinbar eine armselig ausgebildete Vorstellungskraft. Sie will um die Kosten im Gesundheitswesen zu senken die 30 Franken Praxisgebühr unbedingt einführen - und Ärzten und Krankenkassen noch mehr Bürokratie bescheren. Jetzt muss der Doktor auch noch ein Kässeli aufstellen und ein Kassenbuch führen.
Klugen Ärzten hängt die Bürokratie eh schon lange zum Hals heraus und einige erklären bereits, sie würden in Zukunft lieber schwarz arbeiten.
Das ist ein rühmlicher Entscheid; diese Art Schwarzarbeit kommt den Patienten zugute. Und um die geht es letztlich. Dem Arzt. Nicht dem Staat und nicht den Krankenkassen, denen geht es nur ums Kassieren.
Gescheiter wäre es, alle Prämienverbilligungen zu streichen - und all jenen, die sich heute dank unseren Steuern eine Krankenkasse leisten können, zu zeigen, dass das Gesundheitswesen, das sie bis zum Gehtnichtmehr auskosten, teuer ist.

Mittwoch, 27. Mai 2009

Die Versicherten sind schuld

Daran dass unsere Politiker viel Unsinn reden, der von den Medien mit Hochgenuss verbreitet wird, sind wir bereits gewöhnt. Darum ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass sie noch mehr Schmarren verbreiten, seit sie erfahren haben, dass die Krankenkassenprämien um 20 Prozent steigen.
Statt nach einer Lösung für die Probleme zu suchen, stehen sie in der Wandelhalle herum und beschuldigen die Versicherten. Als sehr blöd erweist sich der CVP-Mann Reto Wehrli, der da sagt «Wir alle betreiben dieses Spielchen. Man kann nicht alle Jahre immer teurere Behandlungen in Anspruch nehmen und meinen die Prämien steigen nicht.»
Es ist anzunehmen, dass der Mann nicht ganz auf der Höhe ist, sonst wüsste er, dass 20 Prozent der Versicherten 80 Prozent der Prämien verbrauchen. Wenn er als von "wir alle" redet, ist das nichts als Stuss. Und Nationalrat Pierre Triponez redet ebenfalls dumm daher mit seiner Bemerkung, die älter werdende Bevölkerung und der Fortschritt in der Medizin, werde die Prämien weiter verteuern.
Der Mann hat nicht kapiert, dass gesunde Alte für die Krankenkassen rentabler sind, als gesunde Junge.
So oder so, das Geschwätz der Politiker in der Wandelhalle dient nur dazu, die Fehler, die sie nachweislich gemacht haben, zu verschleiern.
Jede bürokratische Einrichtung, die ins Leben gerufen wird, verteuert das Gesundheitswesen. Wenn unsere Politiker das einsehen würden, wäre schon viel gewonnen.
Video mit dem Politiker-Geschwätz

Montag, 25. Mai 2009

Toll, 20 Prozent mehr für die Krankenkasse

Typisch Schweizer Regierung: Für die Fehlspekulationen der Kassenwarte an den Spiel - äh, an den Börsen müssen die Versicherten, deren Gelder verspekuliert sind, bezahlen. Zumindest berichtet diese sda-Meldung das:
    Das Bundesamt für Gesundheit geht davon aus, dass die Krankenkassenprämien 2010 je nach Kanton um bis zu 20 Prozent erhöht werden. Im schweizerischen Durchschnitt betrage die Anhebung 15 Prozent, teilte das BAG am Montag mit. Die Reservequote der Krankenversicherer wird laut BAG Ende 2009 auf schätzungsweise rund 8,7 Prozent sinken. Damit werde die Mindestreservequote von 11,5 Prozent Ende 2009 unterschritten.
Der Mittelstand wird wohl auf Prämienrückerstattung setzen müssen. Für eine vierköpfige Familie sind solche Prämien schlicht nicht mehr bezahlbar.
Warum hält sich diese oberdoofe Regierung nicht endlich aus dem Gesundheitswesen heraus? - Täte sie das, hätte es eine Chance zu funktionieren. Die staatliche Bürokratie aber bekämpft letzteres gründlich.

Donnerstag, 14. Mai 2009

Mit Bieridee Gesundheitskosten senken

Die federführenden Leute von Santesuisse müssen nicht nur mit einen hohen IQ, sondern auch noch mit außerordentlicher Klugheit gesegnet sein. Sie wollen eine Gebühr von mindestens 50 Franken pro Konsultation im ambulanten Spitalbereich einführen. Auf diese Weise zwingen sie Spitäler dazu, Kranke, die bisher im Ambulatorium behandelt werden konnten, in stationäre Pflege aufzunehmen, denn die Patienten können die Krankenkassenprämien, den von Couchepin verordneten Selbstbehalt plus Franchise plus die Fr.50.- pro Konsultation schlicht nicht mehr bezahlen - folglich wird es ihnen lieber sein, im Spital zu landen. So wissen sie wenigstens, was auf sie zukommt.
Was, fragt man sich angesichts der löblichen Absicht von Santesuisse, haben die Verantwortlichen von Santesuisse im Kopf?

Wer suchet, der...

 

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