Die Feuilletons sind entflammt - für die Kultursubvention. Das Buch "Der Kulturinfarkt" (
Leseprobe) hat die Feuilletonisten auf den Plan gelockt. Knüsel Opitz und andere behaupten, mit den Kultursubventionen werde unteres Mittelmaß finanziert - und sie haben Recht. Vieles, von dem, was mit Subventionen auf die Gesellschaft losgelassen wird, ist unter jedem Hund. Doch die NZZ-Kulturredakteure sind damit nicht einverstanden - worüber auch sollten sie noch schreiben, wenn das mit Subventionen finanzierte untere Mittelmaß wegfiele, worüber? Roman Bucheli
wäre schon dafür, über Kultursubvention zu streiten - aber von einer höheren Warte aus. Peter Hagmann
fällt nichts Gescheiteres ein, als den Autoren mangelnde Kenntnis des Kulturbetriebes vorzuwerfen. Und die Barbara Villiger-Heilig
zupft schnell ein paar Saiten für durchgefallene Theaterregisseure, während Samuel Herzog den Sozialismus aus dem Hut
zaubert und den vier Autoren Kapitalismushörigkeit vorwirft.
Zu guter Letzt aber
verteidigt Stephan Opitz im Gespräch mit Birgit Walter noch einmal das Buch "Der Kulturinfarkt" und dessen Plädoyer für eine Schließung der Hälfte aller subventionierten Kultureinrichtungen.