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Literatur

Mittwoch, 16. Mai 2012

Zum Tode von Carlos Fuentes

Er wurde als "Mexikons kritische Stimme" bezeichnet, Carlos Fuentes, der gestern im alter von 83 Jahren gestorben ist. Klaus Ehringfeld schreibt in seinem Nachruf
    Fuentes war nicht nur ein Pendler zwischen den Welten, er war auch ein Pendler zwischen den Genres, ein Autor im umfassendsten Sinne. Ein Schriftsteller, der sich immer als ein politischer Schreiber verstand, ein Essayist, ein Kommentator, der bis zuletzt zu aktuellen Themen der Zeitgeschichte Stellung bezog. Vor wenigen Tagen reflektierte er noch die Präsidentenwahl in Frankreich.
[ mehr hier und hier ]

Donnerstag, 10. Mai 2012

Ha, eine redliche Debatte über Grass

Gefordert wird eine redliche intellektuelle Debatte über die Frage: Soll der Mann mit den antisemitischen Äußerungen und seiner SS-Vergangenheit Ehrenpräsident der Schriftstellerveinigung PEN bleiben?

Dienstag, 8. Mai 2012

Maurice Sendak ist tot

Maurice Sendak, einer der größten Kinderbuchautoren des 20. Jahrhunderts, ist heute gestorben. Er hat den Kinderbuchklassiker "Die wilden Kerle" geschrieben. Seine Figuren waren zum Fürchten, aber die Kinder liebten sie. Er starb im Alter von 83 Jahren.
[ mehr ]

Dienstag, 1. Mai 2012

Zum 50. Todestag von Hermann Hesse

Zum 50. Todestag von Hermann Hesse
Dieses Jahr ist Hermann-Hesse-Jahr. Der Dichter, der Genera-
tionen von jungen Leuten begeistert hat, wurde vor 135 Jahren
geboren und starb vor 50 Jahren. Zu seinen Ehren hat Regisseur
Jo Baier eine seiner Erzählungen für den SWR verfilmt. „Die Heim-
kehr“ ist eine Liebesgeschichte, die in einem schwäbischen Dorf
spielt. In den Hauptrollen August Zirner und Heike Makatsch.
Bis heute verbinden viele Millionen Menschen mit Hermann Hesse
eine erste oder prägende Leseerfahrung. Die Dokumentation, die
gleich im Anschluss an den Fernsehfilm ausgestrahlt wird, begibt
sich auf die Hesse-Spur dieser Menschen und zugleich auf die Spur
des Autors, der es wie kein anderer geschafft hat, zum Vorbild zu
werden.

Mittwoch, 2. Mai 2012, ARD - Das Erste

20:15 - 21:45 Uhr
Die Heimkehr
Fernsehfilm von Jo Baier, D 2012
(Wiederholung: 3.5., 10:15 Uhr)


21:45 - 22:15 Uhr
Hermann Hesse - Superstar
Ein Film von Andreas Ammer
(Wiederholung: 3.5., 5:00 Uhr)
E.S.

Donnerstag, 5. April 2012

Auftritt der Grass-Verteidiger

An der Spitze der Grass-Verteidiger steht die LiNKE.
    Hat Grass Recht? Wolfgang Gehrcke, außenpolitischer Sprecher der Linksfraktion, hat das mit Ja beantwortet, die Junge Welt folgt ihm wortgleich mit einer Titelschlagzeile (“Grass hat Recht”) und dem Hinweis: „Nur die Linke“ halte gegen die nun den Dichter treffende „Diffamierungskampagne“.
Die Linke hat ja auch eine ganz spezielle Haltung zu Israel. Und den Juden.
Der Präsident der Akademie der Künste, Klaus Staeck, hält schützend seine Hand über Grass.
    "Ich kann die ganze Aufregung nicht verstehen", sagte er der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung". "Man muss ein klares Wort sagen dürfen, ohne als Israel-Feind denunziert zu werden. Die reflexhaften Verurteilungen als Antisemit finde ich nicht angemessen." Grass habe "das Recht auf Meinungsfreiheit auf seiner Seite" und im Übrigen nur "seiner Sorge Ausdruck verliehen. Diese Sorge teilt er mit einer ganzen Menge Menschen."
Thomas Steinfeld von der Süddeutschen, die Günter Grass, wann immer es gegen Israel geht, ein Forum bietet, taktiert im um den lyrischen - von Lyrik findet sich in dem "Gedicht" keine Spur - Erstschlag Günter Grass' Richtung Israel herum: "Günter Grass irrt, nicht immer, aber immer wieder," und betont, publizieren heiße nicht zustimmen.

Mittwoch, 4. April 2012

Monika Maron und die Q-Cells

Die Solarfirma Q-Cells hat am Dienstag Insolvenz angemeldet. Im Jahr 2009 hat Monika Maron Q-Cells als einen Glücksfall der Wiedervereinigung betrachtet. Was aber ist daraus geworden? Jochen Hieber spricht mit Monika Maron darüber.

Grass katapultiert sich in die Feuilletons zurück

Man hat ihn in den Feuilletons schon vor Monaten ad acta gelegt, den Günter Grass. Doch er hat sich dafür gerächt mit einem Israel-Kritik-Gedicht, das ihn wieder in die Feuilletons katapultiert hat.
Sebastian Hammelehle wirft Grass und seinem Israelgedicht Klischeehaftigkeit vor.
Claudia Ehrenstein hat die Reaktionen zahlreicher Politiker und Schriftsteller auf Grass' Gedicht zusammengetragen.
Natürlich gilt auch für Grass' Gedicht die "Freiheit der Kunst", trotzdem wird dem Literaturnobelpreisträger vorgeworfen, antisemitisch zu sein und keine Kenntnis über die politische Situation in Nahost zu haben. Wobei letzteres exakt richtig sein dürfte. Der Mann hat kaum Ahnung.
Oja, Grass ist der neue NeoNazi, der mit den Islamisten gemeinsame Sache macht. Ihn als Dichter zu bezeichnen ist zu viel des Guten; Israelhasser genügt.
Für Haaretz ist Grass' Gedicht was es ist, ein Gedicht mit dessen Hilfe er weltweit Israelhetze betreibt.
Für Malte Lehming schließt sich mit diesem Gedicht der Kreis um Grass.
    Wenn der Geist in Deutschland seine Hand nach dem Mob ausstreckt, droht einerseits die Vergeistigung des Mobs, andererseits die Verrohung des Geistes.
Und, achherrje, Günter Grass hat's sogar in die FTD geschafft.

Ist Günter Grass noch dicht?

Er benimmt sich zwar wie ein Dichter, das ist ja auch sein gutes Recht; immerhin ist er Literaturnobelpreisträger. Und er hatte schon zeitlebens ein Problem mit den Juden, doch heute holt er mit einem Gedicht gegen Israel aus - und schlägt dermassen zu, dass die Frage, ob er noch ganz dicht ist, berechtigt scheint.
Das Gedicht von Günter Grass erscheint gleichzeitig auch in der "New York Times" und in der italienischen Tageszeitung "La Repubblica".
    "La Repubblica" bedenkt den Text von Grass mit einem kritischen Kommentar und bezeichnet dessen Meinung als "konfuses Rauschen": "Günter Grass tritt wieder auf den Plan. Und er tut dies mit einem lyrischen Text, der dazu bestimmt ist, einen Streit auszulösen. Der Literaturnobelpreisträger meint, dass Israel die wahre Gefahr für den Frieden ist und nicht der Iran."
Tja, er scheint tatsächlich nicht mehr ganz dicht zu sein, der Günter Grass, der Deutsche Dichter, der Ahmadinedschad und den Iran von ganzem Herzen unterstützt.
    Ahmadinedschad wird sich heute bei der Frühstückslektüre der SZ wohl ziemlich freuen: Günter Grass, dessen Walrossschnurrbart feierlicher Weise sogar die Seite 1 der SZ ziert, verschafft in einem Gedicht mit dem Titel "Was gesagt werden muss" seinem Unmut darüber Ausdruck, dass womöglich das "Verdikt 'Antisemit'" drohe, würde er, was er dann auch tut, die "Atommacht Israel" als Gefahr für den Weltfrieden, als "Verbrecher" und "Verursacher der erkennbaren Gefahr", der womöglich das "iranische Volk auslöschen" wolle, darstellen:

    "(...) Warum sage ich jetzt erst,
    gealtert und mit letzter Tinte:
    Die Atommacht Israel gefährdet
    den ohnehin brüchigen Weltfrieden?
    Weil gesagt werden muß,
    was schon morgen zu spät sein könnte;
    auch weil wir - als Deutsche belastet genug -
    Zulieferer eines Verbrechens werden könnten
    das voraussehbar ist (...)"

    Ganz zu lesen ist es auf Spanisch in El Pais.
Peter von Becker meint zu Grass' lyrischer Israelkritik zwar nicht, dass Grass ein Antisemit sei, aber der
    "Versuch der im Gedicht gleich mitgelieferten Selbstreflexion wirkt hier nicht befreiend. Man spürt eher die Pein und auch die Peinlichkeit. Natürlich weiß Grass, dass ihm das zumindest in Deutschland und teilweise auch im Ausland eine Diskussion eintragen wird, in der Töne und Misstöne der einstigen Paulskirchen-Rede von Martin Walser ('Auschwitzkeule') wieder anklingen dürften."
Vielleicht ist Grass auch nur eifersüchtig auf Martin Walser - und versucht, letzteren zu übertrumpfen... Naja.

Samstag, 24. März 2012

Martin Walser zum 85. Geburtstag - Link-Sammlung

Till Weishaupt hat Martin Walser getroffen und mit ihm über seinen 85. Geburtstag, die Liebe, Leben, den Tod und Orchideen gesprochen.
Felicitas von Lovenberg gratuliert Martin Walser und freut sich, dass er keinerlei Müdigkeitserscheinungen zeigt.
Sabine Vogel gratuliert und beschreibt Walsers Wirken.
Thomas Schmid gratuliert Walser und zieht Vergleiche zwischen ihm und Joachim Gauck.

Samstag, 17. März 2012

Lagerfeld sorgt für Eklat auf lit.Cologne

Angesagt war eine muntere Plauderei über Bücher zwischen Karl Lagerfeld und Elke Heidenreich, doch die Heidenreich erschien gar nicht und Karl Lagerfeld 30 Minuten zu spät. Warum nur? - Eine Erklärung folgte nicht, aber auf dem Latrinenweg war zu erfahren, dass Karl Lagerfeld kurzfristig entschieden hatte, nicht mit Elke Heidenreich reden zu wollen.
    "Sie oder ich" soll er gesagt haben. "Der Grund ist uns nur zugetragen worden. Wir haben darüber gar nicht selbst mit Herrn Lagerfeld gesprochen. Demnach soll er sich über eine Passage in einem Interview von Frau Heidenreich geärgert haben", erklärte "lit-Cologne"-Pressesprecherin Doro Zauner.
    Elke Heidenreich hatte sich in der "Brigitte Woman" über die Lagerfeld-typischen Handschuhe geäußert: "Die Halbhandschuhe verstehe ich nur zu gut, denn nirgends sieht man das wahre Alter eines Menschen deutlicher als an den Händen." Das hat Lagerfeld wohl nicht geschmeckt.

Wer suchet, der...

 

Reden & Widerreden

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anaximander - 21. Mai, 14:45
Robin Gibb - Bee Gee...
Robin Gibb ist, entgegen der Hoffnungen seiner Fans,...
anaximander - 21. Mai, 08:37
In eigener Sache - Spam
Weil die Kommentarfunktion zur Platzierung von Spam...
anaximander - 20. Mai, 10:54
Ayaan Hirsi - Versuch...
Ayaan Hirsi Ali wurde vom Axel-Springer-Verlag anlässlich...
anaximander - 20. Mai, 10:35
Zweckentfremdete Krankenkassenprämiengelder
Dass die Krankenkassen unsere Prämien für...
anaximander - 20. Mai, 08:18
Stammbaum mit DNA-Analyse
Die Ahnenforschungswebsite Ancestry rüstet ihr...
anaximander - 19. Mai, 22:58
EU fördert Oeko-Strom...
Sehr vernünftig angesichts der sich ankündigenden...
anaximander - 19. Mai, 22:09
Nackt-Streik
finde ich lustig, obwohl er ernst gemeint ist. Den...
anaximander - 19. Mai, 15:04

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