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Bücher / Books

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Literatur

Samstag, 7. November 2009

Peter Handke "Wunschloses Unglück"

Peter Handke spricht im Interview mit Ulrich Weinzierl über den Selbstmord seiner Mutter, den er in der Erzählung "Wunschloses Unglück" festgehalten hat. Der Titel stimme eigentlich nicht, sagt er. "Meine Mutter hatte bis zum Ende Wünsche. Sie hat sich immer noch einen anderen Mann gewünscht, einen, der 'ein Kavalier' ist. Ich weiß gar nicht, was sie damit gemeint hat. Es ist oft ein Widerspruch zwischen Geschichte und Titel, der nicht Lüge sein muss."

Dienstag, 3. November 2009

Prix Goncourt für Marie NDiaye

Die in Berlin lebende französisch-senegalische Schriftstellerin Marie NDiaye erhält für ihren Roman "Trois femmes puissantes" den begehrten Prix Goncourt. Unter dem Titel „Drei starke Frauen“ erscheint der Roman in der deutschen Übersetzung von Claudia Kalscheuer im Juni bei Suhrkamp, so die Mitteilung des Verlags.
NDiaye erzählt in ihrem Buch von drei Frauen im Spannungsfeld zwischen Frankreich und dem Senegal, deren Schicksale durch Familiengeheimnisse, Demütigungen und Verrat geprägt sind. NDiaye erhält als erste Autorin schwarzer Hautfarbe den angesehenen französischen Preis. Mit NDiaye wurde erstmals seit 1998 überhaupt wieder eine Frau mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet.

Der zeitgleich vergebene Renaudot-Preis ging an Frédéric Beigbeder für "Un roman français".
Quelle

Sonntag, 18. Oktober 2009

Claudio Magris - Dankesrede

In der Paulskirche hat Claudio Magris den Friedenspreis entgegengenommen. Die mahnenden Worte, schreibt Richard Kämmerlings, des italienischen Autors wirken als Zeugnis eines ungebrochenen Glaubens an die Macht der Kultur und der Vernunft.

Samstag, 17. Oktober 2009

Blüte der Gegenwartsliteratur

Ina Hartwig ist begeistert von der deutschen Gegenwartsliteratur, die endlich gelernt habe, auf "Sprachzweifel" zu verzichten:
    "Es wird wieder erzählt in Deutschland. Von der Provinz, von Krankheit, von Warenflüssen, von Fetischismus, von Autos und Städten, und natürlich von der Liebe. Die Bücher werden dicker und dicker. Man hat wohl etwas nachzuholen. Auch das alte Westdeutschland, das mit dem Mauerfall genauso zu existieren aufgehört hat wie die DDR, will literarisch erforscht werden. Und nicht nur von den coolen Köpfen, sondern auch von Romantikern und Kritikern, die in der Lage sind, die neuen Härten zu schildern. So zu schildern, dass man keinen Ideologiekrampf bekommt. Es mag eine Krise des Buchhandels geben, eine Krise des literarischen Schreibens ist derzeit nicht in Sicht."
Ein schöneres Kompliment könnte sie den Erzählern nicht machen.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Kathrin Schmidt in den Feuielltons

Lovenberg mag die Bücher der Schmidt nicht; sie sieht in der Verleihung des Buchpreises an die Nichtnobelpreisträgerin Kathrin Schmidt für ihren Roman "Du stirbst nicht" kann Felicitas nur ein Signal des "literarischen Provinzialismus".
Ina Hartwig berichtet von der Verleihung des Buchpreis an die verblüffte Kathrin Schmidt, auch sie erweckt den Eindruck, als wäre Schmidt eine Zwangspreisträgerin
    "Jetzt, im Jahre 20 nach dem Mauerfall, ist es die Ostdeutsche Kathrin Schmidt, deren Erfahrungen auch in politsch-historischer Hinsicht in diesem Jubliäumsjahr besonders glücklich eingebracht werden können auf ihrer Lesetour durch die vereinigte Republik, die ihr bevorsteht."
Auch Christoph Schröder kommentiert die Verleihung des Deutschen Buchpreises an die Berliner Schriftstellerin Kathrin Schmidt: Der Preis geht für ihn in Ordnung, aber etwas war peinlich, er weiss nur nicht, was.
Dafür freut sich Elmar Krekeler über die Verleihung des Buchpreises an Kathrin Schmidt und führte mit ihr sofort ein Interview.

Dienstag, 13. Oktober 2009

"Du stirbst nicht" - eine Würdigung

für Kathrin Schmitz von Thomas Steinfeld.
    "Es ist die Sprache, die aus 'Du stirbst nicht' ein gutes Buch macht. Weit entfernt von allem Pathos, vom Buhlen um Betroffenheit und Mitleid, werden die Ereignisse in einer kargen Sprache dargeboten, die darüber hinaus einen angemessenen Ausdruck für das Wiedererlangen der Sprache bildet."

Montag, 12. Oktober 2009

Deutscher Buchpreis für Kathrin Schmidt

Die 51-jährige Autorin Kathrin Schmidt erhält den Deutschen Buchpreis für ihren Roman "Du stirbst nicht". Der Roman ist stark autobiografisch geprägt; sie erzählt die Geschichte einer Frau, die nach einer Hirnblutung im Krankenhaus aus der Bewusstlosigkeit erwacht. Langsam erobert sie sich die Welt zurück. In den Kritiken war in den vergangenen Monaten die Präzision und die Geduld gerühmt worden, mit der Schmidt die Geschichte der Wiedergenesung und der Wiedergewinnung der Sprache beschreibt. Schmidt hatte dafür jüngst auch den renommierten „Preis der SWR- Bestenliste 2009“ erhalten.
[ mehr ]

Samstag, 10. Oktober 2009

Harry Rowohlt und die Neuropathie

Ralf Sotscheck und Harry Rowohlt unterhalten sich in einem sehr langen Gespräch über das Übersetzen, die Polyneuropathie, Griechenland-Urlaube und den ganzen Rest des Lebens.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Literatur-Nobelpreis für Herta Müller

Die Deutsche Herta Müller hat den Nobelpreis für Literatur erhalten. Das gab das schwedische Nobelpreiskomitee am Donnerstag in Stockholm bekannt.
Müller habe "mittels Verdichtung der Poesie und Sachlichkeit der Prosa Landschaften der Heimatlosigkeit" gezeichnet, hieß es in der Würdigung des Nobelkomitees.
Als Höhepunkt des Werks von Herta Müller gilt der erst im Sommer 2009 erschienene Roman "Atemschaukel". Darin schildert sie die Leiden eines Gefangenen in einem sowjetischen Lager.
Herta Müller ist eine Chronistin des Alltagslebens in der Diktatur, die ihre Kindheit in Rumänien als Schule der Angst durchlebt hat und davon in ihren Werken beredet und bedrückend Zeugnis ablegt. Seit Anfang der neunziger Jahre und der Übersetzung ihrer Werke in mehr als 20 Sprachen gehört Müller mit Büchern wie "Der Fuchs war damals schon ein Jäger", "Herztier" und "Heute wäre ich mir lieber nicht begegnet" zu den wichtigen Autoren im internationalen Literaturbetrieb.
[ mehr hier ]

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Booker-Preis für Hilary Mantel

Das Werk "Wolf Hall" spielt im 16. Jahrhundert, habe aber alles, was ein Leser heute brauche: "Sex, Drama, Verrat". Autorin Hilary Mantel hat den hoch dotierten Booker-Preis bekommen.
[ mehr ]

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anaximander - 6. Nov, 16:53
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anaximander - 6. Nov, 16:06
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anaximander - 5. Nov, 23:23
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Dani (Gast) - 5. Nov, 22:27

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