Warum haben Täter immer Vorrang?
Am 30. Juni 2009 hat sich das Leben eines Geschäftsmannes in München für immer verändert. Er wurde auf offener Straße von drei vorbestraften jungen Männern aus der Schweiz überfallen und beinahe getötet. Daneben verprügelten die drei noch vier weitere Personen. Der Prozess gegen die drei Straftäter hat diese Woche begonnen - und mit dem Prozessbeginn setzte die öffentliche Debatte ein. Politiker, Qualitätsjournalisten, Psychologen, Soziologen und Lehrer diskutieren darüber, warum es mit den Tätern so weit hat kommen müssen. Dieser Personenkreis nimmt die Opfer zwar zur Kenntnis, wirft ihnen einen mitleidigen Blick zu und fokussiert sofort wieder die Täter, deren Psyche, Eltern, gesellschaftlichen Hintergrund - und offenbaren ein Ungleichgewicht, das mit Fassungslosigkeit nichts mehr zu tun hat. Politikern, Journalisten, Psycho- und anderen -logen wird nicht einmal klar, dass der Staat die Aufgabe hat, dafür zu sorgen, dass die Mitglieder des Staates, vor Gewalt geschützt sind. Nicht die Täter haben Vorrang, sondern Sie und ich: wir benötigen einen Rechtsraum, der es uns erlaubt, auch nachts durch Straßen und Gassen zu gehen, ohne Angst um Leib und Leben haben zu müssen.
Man lese dazu den auf Täter fixierten Bericht in der NZZ...
Man lese dazu den auf Täter fixierten Bericht in der NZZ...
anaximander - Sa, 13.03.2010 18:58 - Kommentar verfassen
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