Die Schweizer Politiker und Medien machen seit zwei Wochen Lärm um das Anti-Minarett-Plakat, das die besagt Anti-Minarett-Initiative unterstützen soll. An erster Stelle liegt die Presse, die nicht davor zurückschreckt, dieses Plakat Tag für Tag, wenn möglich mehrmals, zu publizieren, um heuchlerisch zu zeigen, wie angeblich abscheulich es ist. Dass das Sujet dieses Plakates jetzt auch von Briten, die sich gegen den Bau von Minaretten zur Wehr setzen, verwendet wird, ist ausschließlich den Schweizere Politikern, die das Plakat auf öffentlichem Grund verboten haben und den Schweizer Medien, die es nicht genug oft publizieren können, zu verdanken.
Wenn die Redakteure von 20min das Plakat heute wieder publiziert und in einem Untertitel schreibt
"Abgekupfert bei der SVP - angereichert mit alten Slogans", so ist zu entgegen: abgekupfert bei Schweizer Zeitungen. Rechtsextrem ist nicht das Plakat; rechtsextrem ist die Vorstellung der jammernden Schweizer Medienschaffenden, die sich nicht damit abfinden können, dass ganz normale Bürger die Errungenschaften der Aufklärung bewahren möchten - und damit den Boden für deren Radikalisierung bereiten.
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