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Medien

Samstag, 21. November 2009

Schirrmacher "Internet macht dumm"

Frank Schirrmacher wirbt im Interview nachdrücklich für die Abschaffung von Zeitungen und Zeitschriften; er zitiert im Zusammenhang mit der Vorstellung seines neuen Buches Payback die Studie einer amerikanischen Wissenschaftlerin: "Menschen, die für zwei Wochen von allen aktuellen Informationen abgeschieden waren, wurden nachweislich gesünder." Das Internet, erklärt Schirrmacher, macht "uns nachweislich vergesslich. Es verändert sich, wie wir jetzt wissen, wirklich etwas im Gehirn. Das hat mit der Reizüberflutung zu tun. Ich glaube, jeder kennt es, dass man sich nicht mehr an die letzte Mail, den nächsten Termin erinnert. Wir müssen uns ja auch an nichts mehr erinnern. Alles ist irgendwo gespeichert.
Wenn Sie heute schnell etwas suchen, entscheidet ein Programm, meist Google, was für Sie wichtig ist."
Und Google ist für Schirrmacher eh das Reizwort, das ihn fast irre macht.

Donnerstag, 19. November 2009

Meinungsfreiheit, Blogger und Verlage

Jakob Augstein schreibt zum Dossier über die neuen Medien, Web 2.0 und Print.
    In der vergangenen Woche trafen Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG, und Arianna Huffington, Gründerin und Chefredakteurin der Huffington Post, auf einem Podium aufeinander und stritten über das Netz, die Nachrichten und die Frage, wo künftig das Geld herkommen soll. Also über alles. Es ist inzwischen üblich, wenn über die Medien geredet wird, über das Netz und die Zeitungen, dass es dann immer gleich um alles geht. In kleinerer Münze wird da kaum noch gehandelt. Schon gar nicht in Monaco, wo das Gespräch stattfand, im Rahmen des Monaco Media Forums, einer Konferenz, die man wohl hochrangig nennen sollte, weil da Leute wie der Medien-Tycoon Rupert Murdoch eingeladen werden oder der russische Milliardär Alexander Lebedev und natürlich die mächtigen Abgesandten des alles überragenden Google-Imperiums. In Monaco nimmt man automatisch die planetare Perspektive ein. Dieses Gespräch war also geradezu archetypisch für die zeitgenössische Diskussion über Wesen und Zukunft der Medien, ein hübsches Kaleidoskop aller denkbaren Urbilder, die derzeit unsere mediale Vorstellungswelten bevölkern. Wer macht Nachrichten? Wer konsumiert sie? Und wer zahlt dafür? Man kann aus den Antworten, die in Monaco auf diese Fragen gegeben wurden, und auch aus denen, die nicht gegeben wurden, alles über die Zukunft der Medien ablesen.

Internet, Jeff Jarvis und die Medien

Im Gespräch mit Jörn Kabisch legt Jeff Jarvis dar, dass im Internet Geld zu verdienen sei: "Ich habe im vergangenen Jahr etwa 17.000 Dollar durch mein Blog eingenommen. Durch das Blog habe ich auch den Auftrag für ein Buch bekommen, einen Lehrauftrag, und ich werde für Vorträge gebucht. Aber ich bin deshalb kein Modell dafür, wie sich Journalismus im Netz finanzieren lässt."

Mittwoch, 18. November 2009

Der Tagi im Glück

Während die Blick-Redakteure die Befürworter der Anti-Minarett-Initiative im Aufwind sehen, prophezeien jene des Tages-Anzeigers eine Mehrheit für deren Ablehnung.
Tatsache ist, dass sich ein Patt abzeichnet. Das sieht auch das gfs und es hebt den Warnfinger. Es darf bezweifelt werden, dass all jene, die sich als Gegner der Initiative outen, auch tatsächlich zur Urne gehen.

Dienstag, 17. November 2009

Korruptionsindex und der Tagi

Der Tages-Anzeiger behauptet - wie könnte es auch anders sein? - die Schweiz werde im Korruptionsbericht von Transparency International gerügt. Dem ist mitnichten so: Die Schweiz gehört zu den Musterschülern. Wenn in dem Bericht geschrieben wird, die Schweiz dürfe sich auf ihren Lorbeeren nicht ausruhen, so ist das noch lange keine Rüge. Das zu erwähnen ist dem Tages-Anzeiger zuwider: Das Subject muss Schelte verkünden, sonst verkauft sich die Zeitung nicht.

Montag, 16. November 2009

Schweizer Autoren in der Identitätskrise

Sie hören auf die Namen Mathieu von Rohr, Michael Soukup, Christof Moser oder Adolf Muschg. Ihnen scheint eines gemeinsam zu sein: eine Identitätskrise, die sie auf die gesamte Schweiz zu übertragen wünschen. Das hat selbst Rico Bandle richtig erkannt. Was diese Autoren an Schmarren im Spiegel, der FAZ, der Zeit und der Welt im Namen der Schweiz publizieren, geht auf keine Kuhhaut.
Im Suchfeld Michael Soukup eingeben - Resultate abgrasen...

Kein Bock auf Paid Content in den USA

Amerikaner zeigen die geringste Bereitschaft, für Online-Nachrichten zu bezahlen. Gemeinsam mit den Briten weisen sie die niedrigsten Werte auf, wenn es um Paid Content geht. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Erhebung der Boston Consulting Group, berichtet die New York Times. In neun verschiedenen westlichen Ländern wurde nach dem Zahlungswillen für Webinhalte gefragt hat.
"Die Bereitschaft der Konsumenten zu bezahlen hängt mit der Verfügbarkeit eines großen Angebots an kostenlosen Inhalten zusammen" sagt John Rose, Senior Partner bei BCG. In den USA gebe es mehr und reichhaltigere Gratis-Angebote als anderswo, der Markt sei stark fragmentiert. In vielen europäischen Ländern, wo es eher eine Medienkonzentration weniger großer Unternehmen gibt, herrscht eine stärkere Zahlungsbereitschaft, allerdings ist diese nicht gerade groß.
ptat

Rupert Murdochs Krieg gegen Google

Nikolaus Piper beschreibt Rupert Murdochs Zeitungskrieg gegen Google zur Rettung eines fragwürdigen Journalismus.
    "Jetzt will es Murdoch auch noch mit Google aufnehmen. "Ich denke, wir haben geschlafen", sagte Murdoch über die Praxis der Verlage, Inhalte umsonst ins Internet zu stellen. In einem Interview seines Senders Sky News Australia meinte er weiter: "Es kostet uns Unsummen, gute Zeitungen und gute Inhalte zusammenzustellen. Sie (die Leser) zahlen gerne dafür, wenn sie eine Zeitung kaufen, und sie sollten dafür auch zahlen, wenn sie die Inhalte anderswo lesen. Keine Riesensummen. Sie werden überrascht sein, wie viel man für wie wenig Geld (. . .) tun kann." Auf die Frage des Interviewers, warum er denn noch nicht den Zugang von Google zu seinen Zeitungen blockiert habe, antwortete Murdoch: "Ich denke, das werden wir tun." Dann deutete er noch an, dass man ja auch die "Fair-Use"-Regel im amerikanischen Recht anfechten könne. Diese für Google sehr wichtige Regel erlaubt den begrenzten Gebrauch von Texten, die urheberrechtlich geschützt sind, sofern dies im öffentlichem Interesse liegt."

Samstag, 14. November 2009

Minarett-Initiative im Vatikan

Hm, der Vatikan hat sich offenbar von Hisham Maizar informieren lassen oder den unkorrigierten Artikel von Michael Soukoup gelesen, denn Radio Vatikan behauptet doch allen Ernstes
    Seit drei Jahren wird in der Schweiz rege über die Bewilligung oder ein Verbot von Moschee-Bauten und vor allem von Minaretten diskutiert.

Rettung für den Journalismus

verspricht sich Christoph Keese, Cheflobbyist des Springer-Verlags, vom Paid Content.
    "Zweierlei ist zu tun: Ein wirksamerer Schutz des geistigen Eigentums gegen ungenehmigte gewerbliche Nutzung ist zu schaffen; das von der Bundesregierung geplante Leistungsschutzrecht für Verlage in Verbindung mit einer Verwertungsgesellschaft Presse/Online wird hierbei helfen. Und der Aufbau von breiten und tiefen Marktplätzen für Journalismus ist voranzutreiben; virtuelle Orte, an denen die Nutzer Beiträge leicht und bequem kaufen können."
Der Mann ist einem traurigen Irrtum verfallen. Da kann man nichts machen.

Wer suchet, der...

 

Reden & Widerreden

Mensch ärgere dich...
Der Bürgermeister des Berliner Bezirks Neukölln,...
anaximander - 21. Nov, 23:14
Thilo Sarrazin - Ermittlungen...
Diese Meldung dürfte zum Thema der Sonntagszeitungen...
anaximander - 21. Nov, 17:14
Hm, ich bezweifle,
dass diese Gedankengänge auf das Studium zurückzuführen...
anaximander - 21. Nov, 17:10
Re: "Übereinstimmung...
Walthers geistiger Vater und Necla Kelec haben ähnliches...
Schoggo-TV - 21. Nov, 16:59
Berlin will eines Terroristen
Hüter sein. Der Terrorist, der Rekruten für...
Amadeo (Gast) - 21. Nov, 16:47
Wenn zwei dasselbe tun...
Alle Fundamentalisten sind uns ein Gräuel. Den...
anaximander - 21. Nov, 16:44
Ja, das wäre ihm...
gönnen. Interessant aber die Übereinstimmung...
anaximander - 21. Nov, 16:01
Berlin will 9/11-Terrorisen...
Gesandte der Deutschen Bundesregierung sollen sicherstellen,...
anaximander - 21. Nov, 16:00
Re: "Abgekupfert"?
Ne, glaub' ich nicht, aber das zeigt das Problem: Walther...
Schoggo-TV - 21. Nov, 15:54
Yep, ich erinnere mich.
Ob Kelec bei Walther abgeschrieben hat? ;-)
anaximander - 21. Nov, 15:49
Schwarze Liste der Lehrer
Skandal oder gute Nachricht - für Lehrer, für...
anaximander - 21. Nov, 15:46
"Der deutsche Reisepass...
titelte Schoggo-TV bereits am 24. Juli 2007 -> hier...
Schoggo-TV - 21. Nov, 15:01
Stanley Kubricks Utopien...
Tobias Kniebe hat mehr als einen Blick in die ausaufernde...
anaximander - 21. Nov, 12:46
Defloration der Unwegsamkeit
Der dänische Schriftsteller Jens Christian Gröndahl...
anaximander - 21. Nov, 12:43
Ja, das ist,
weil sie so schlecht bezahlt sind und auf keine Art...
anaximander - 21. Nov, 12:34
Schirrmacher "Internet...
Frank Schirrmacher wirbt im Interview nachdrücklich...
anaximander - 21. Nov, 12:33
Diagnose
Hat vielleicht was mit Depression im Leistungssport,...
Schoggo-TV - 21. Nov, 12:30
Necla Kelek zum Holocaust
Necla Kelek hat am 9. November in der Frankfurter Paulskirche...
anaximander - 21. Nov, 10:38
Naja, ich habe da ganz...
Naja, ich habe da ganz andere Dinge erlebt: Ich kenne...
Horst (Gast) - 21. Nov, 08:36
Betrug in der Challenge...
Eine europaweit tätige Bande soll Fußball-Schiedsrichter...
anaximander - 21. Nov, 02:13

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