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Medizin

Freitag, 15. Februar 2013

Diclofenac gefährlich fürs Herz

Nicht-steroidale Entzündungshemmer (NSAIDs) erhöhen das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko und sollten entsprechend umsichtig zum Einsatz kommen. Eine Studie, die jetzt auf PLOS Medicine veröffentlicht wurde, hat Daten aus 15 Ländern (darunter China, Philippinen, Thailand, Pakistan, Kanada, England) zur Verschreibung von NSAIDs untersucht sowie Meta-Analysen randomisierter und Beobachtungsstudien bezüglich des relativen Risikos einzelner NSAID verglichen. Ergebnis: Rofecoxib, Diclofenac sowie Etoricoxib erhöhten das kardiovaskuläre Risiko gegenüber der NSAID-Nichteinnahme. Naproxen war mit dem geringsten kardiovaskulären Risiko assoziiert, ist aber auch nicht ungefährlich.
Mehr: Use of Non-Steroidal Anti-Inflammatory Drugs That Elevate Cardiovascular Risk: An Examination of Sales and Essential Medicines Lists in Low-, Middle-, and High-Income Countries
Abstract und Editor´s summary

Donnerstag, 30. August 2012

Mit Vitamin B3 gegen MRSA Krankenhauskeime

Laut einer im Journal of Clinical Investigation veröffentlichten Studie haben amerikanische Wissenschaftler nachgewiesen, dass Vitamin B3 (Nikotinamid) die Fähigkeit von Immunzellen verbessert, Bakterien wie Staphylococcus aureus abzutöten. B3 erhöht die Anzahl und Wirksamkeit der Neutrophile, jener weißen Blutkörperchen, die schädliche Bakterien zerstören und abbauen können.
    Mark Enright von der University of Bath ist davon überzeugt, dass dieser Behandlungsansatz zu einer grundlegenden Veränderung in der modernen Therapie führen könnte, berichtet die BBC. Die Wissenschaftler testeten Vitamin B3 an Staphylokokken-Infektionen wie der potenziell tödlich verlaufenden Erkrankung durch MRSA (Multi-resistenter Staphylococcus aureus).

    Derartige Infektionen treten in Krankenhäusern und Pflegeheimen auf. Sie nehmen aber auch in Gefängnissen, beim Militär und unter Sportlern zu. Das Team setzte in seinen Tests extrem hohe Dosierungen von Vitamin B3 ein. Diese Mengen sind viel höher als jene, die über Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden können. Die Tests wurden an Tieren und menschlichem Blut durchgeführt.

    Mix aus Antibiotika und Vitamin B3

    Die Forscher betonten jedoch auch, dass es noch keine Beweise dafür gibt, dass über die Ernährung oder Tabletten eingenommenes Vitamin B3 zur Behandlung oder Prävention von bakteriellen Infektionen eingesetzt werden kann. Das Vitamin scheint bestimmte antimikrobiell wichtige Gene zu aktivieren und damit die Abwehrkraft der Immunzellen zu verbessern.

    Laut Adrian Gombart vom Linus Pauling Institute der Oregon State University, einer der Autoren der Studie, sind die Ergebnisse von sehr großer Bedeutung. Es seien jedoch noch Studien mit Patienten durchzuführen. "Antibiotika gelten als Wundermittel. Es gibt jedoch gerade bei Staphylococcus aureus immer mehr Probleme mit Resistenzen." Gombart hält einen Einsatz von Antibiotika in Kombination mit Vitamin B3 für denkbar.
Quelle journalmed

Montag, 20. August 2012

Trisomie-Test in der Schweiz auf dem Markt

Leidet ihr ungeborenes Kind eventuell am Downsyndrom? - Auskunft darüber soll jetzt der Trisomie-Test, der auf Fruchtwasserpunktion verzichtet, geben. Der sogenannte «PraenaTest» analysiert die DNA des Fötus, die sich im Blut der Mutter befindet.
Die Zulassung dieses Testes kann weitreichende Folgen haben. Zum einen können werdende Mütter aufgrund des Testes zur Abtreibung gezwungen werden, zum anderen läuft das Verfahren auf die Unterscheidung zwischen wertem und unwertem Leben hinaus. Es wird nicht mehr lange dauern, bis wir dort angelangt sind, wo Hitler, Mengele und deren Schergen hinwollten: bei der Eugenik. Das Nie-Wieder dürfte bald zum täglich Angewandten werden.

Freitag, 20. Juli 2012

Illegale Transplantationen in Deutschland?

Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, dass am Göttinger Universitätsklinikum im großen Stil Krankendaten gefälscht worden sein sollen, um den Patienten ein Spender-Organ zukommen zu lassen. Die Rede ist von mindestens 25 Fällen.

Werte von Patienten sollen so manipuliert worden sein, dass sie kränker erschienen. So rückten sie auf der Warteliste für Spenderorgane nach oben und bekamen schneller eine Transplantation.
Jetzt müsste man noch wissen, was die Patienten für die Organe bezahlen mussten....

Mittwoch, 30. Mai 2012

Metformin beugt auch Krebs vor

Das Medikament Metformin senkt den Blutzuckerspiegel bei Diabetes und verringert gleichzeitig das Krebsrisiko. Italienische Forscher haben jetzt den Mechanismus entdeckt, auf dem diese Doppelwirkung beruht. Demnach verstärkt Metformin die Produktion sogenannter Mikro-RNAs – kleiner Nukleinsäuremoleküle, die die Aktivität von Genen drosseln. Das bewirkt sowohl die Normalisierung eines gestörten Zuckerstoffwechsels als auch die Hemmung bekannter Krebs-Gene, berichten die Wissenschaftler im Fachjournal „Nature Communications“.

[weiter]

Donnerstag, 17. Mai 2012

Height-to-Waist-Index ersetzt Body-Mass-Index

Die Jahrzehntelange Methode das Körpergewicht von Menschen durch die Körpergröße zu dividieren, um daraus Aussagen über das Risiko für Herzerkrankungen und Diabetes herauszulesen, hat ausgedient. Forscher der britischen Oxford Brookes University haben auf dem Europäischen Adipositas-Kongress in Lyon nachgewiesen, dass der Height-to-Waist-Index, also das Verhältnis der Körpergröße zum Taillenumfang, die Aussagekraft des BMI in den Schatten stellt.
Die Forscher überprüften dazu Daten von 300.000 Menschen. Das Körpergrößen-Taillen-Verhältnis sagte bei ihnen viel genauer den hohen Blutdruck, Diabetes und kardiovaskuläre Erkrankungen voraus als der Body-Mass-Index. "Jede Person weltweit, die ihren Bauchumfang unter der Hälfte der Körpergröße hält, kann dadurch ihre Lebenserwartung erhöhen", sagt Studienleiterin Margaret Ashwell. So brauchbar der Body-Mass-Index als Indikator auch sei, sein Manko bestehe vor allem darin, nichts über die Fettverteilung auszusagen.
Unterstützung dieser Aussagen liefert Fritz Schick von der Abteilung für diagnostische und interventionelle Radiologie der Uni Tübingen im Interview. "Fettpolster wirken sehr unterschiedlich auf den Stoffwechsel, je nachdem wo am Körper sie liegen. Bauchfett sendet weitaus schädliche Hormone aus als das vergleichsweise harmlose Unterhautfett, das etwa im Hüftspeck vorzufinden ist. Deshalb hat ein 'Apfel-Typ' ein viel größeres Risiko für Diabetes und ähnliche Krankheiten wie der 'Birnen-Typ'."
Einen Beleg dafür lieferte der Tübinger Mediziner mit seinem Team durch Magnetresonanzmessungen, die bei Unterhautfett das Ausbleiben von Einwirkungen auf den Insulinhaushalt feststellen konnten, während Bauchfett sehr wohl deutliche Folgen hatte. "Wo man Körperfett anlagert, kann ein Mensch selbst kaum beeinflussen, da dies genetisch bedingt ist. Doch wer es als Übergewichtiger schafft, durch vernünftige Ernährung und Bewegung Kilos abzubauen, speckt damit unter anderem auch in der Bauchregion ab und kann somit Risiken für Hypertonie und Diabetes verringern", erklärt Schick.
ptat

Mittwoch, 9. Mai 2012

Mittel gegen Staphylococcus aureus?

Normalerweise ist Staphylococcus aureus ein harmloses Hautbakterium. Seit Jahren aber schon gibt es Stämme, die kaum noch auf vorhandene Antibiotika reagieren. Sie sind „multi-resistent“ und unter der Abkürzung MRSA gefürchtet. Denn bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem können sie zu gefährlichen Blut- oder Lungenentzündungen führen.

Neue Wirkstoffe speziell gegen Staphylococcus aureus haben deshalb in der pharmazeutischen Forschung einen hohen Stellenwert. Ein möglicher Angriffspunkt ist das Enzym FabI, das an der Herstellung von Fettsäuren für die bakterielle Zellhülle beteiligt ist. Forscher des Würzburger Rudolf-Virchow-Zentrums haben jetzt entdeckt, warum Staphylococcus aureus auf eine Hemmung dieses Enzyms anfälliger reagiert als andere Bakterienarten.

Die Daten ihrer Röntgenstrukturanalyse zeigen, dass FabI bei Staphylococcus aureus deutlich anders aussieht als bei anderen Bakterienarten. „Das Enzym sah sehr flexibel aus“, erinnert sich Johannes Schiebel, der den Großteil der Experimente für seine Doktorarbeit durchgeführt hat. Einige Windungen des Moleküls hatten offenbar ungewöhnlich viel Spielraum. Und ganze Teilstücke waren auf dem einen Bild aus- und auf dem nächsten eingeklappt – als wäre ein Bewegungsablauf in einzelnen Standbildern eingefangen.

Schiebel recherchierte und fand Hinweise, dass Staphylococcus aureus – anders als die meisten anderen Bakterien – in seine Zellmembran mit Vorliebe verzweigte Fettsäuren einbaut. Schiebels Doktormutter Prof. Caroline Kisker erklärt den Zusammenhang: „Es liegt nahe, dass ein Enzym mehr Möglichkeiten braucht, sich anzupassen, um verzweigte Fettsäuren verarbeiten zu können – die sind einfach sperriger.”

Einen Verknüpfungspunkt fand Johannes Schiebel mit Hilfe von Kollegen im Labor von Peter Tonge an der Stony Brook University in New York. Die Amerikaner zeigten, dass das FabI-Enzym aus Staphylococcus aureus tatsächlich verzweigte Fettsäuren viel besser verarbeiten kann als die entsprechenden Enzyme aus anderen Bakterienarten.

Verzweigte Fettsäuren kommen – im Gegensatz zu unverzweigten – im Blut von Säugetieren kaum vor. Und vorhandene Studien enthielten bereits Hinweise, dass sie entscheidend für das Überleben der Bakterien sein können, wenn diese nicht unter idealen Laborbedingungen gedeihen können, sondern sich zum Beispiel gegen Angriffe des Immunsystems wehren müssen.

„Damit liefern wir zum ersten Mal eine Hypothese für den tieferen Grund, warum FabI für das Überleben von Staphylococcus aureus entscheidend ist“, erklärt Schiebel, „und warum es Sinn macht, dass Pharmafirmen an Hemmstoffen gegen das Enzym arbeiten.“ Von dreien weiß der junge Grundlagenforscher, die gerade in klinischen Studien zum ersten Mal an Patienten getestet werden. Er hofft, dass die Hersteller dieser möglichen neuen Medikamente durch seine Ergebnisse stimuliert werden: „Das wäre für mich eine große Bestätigung.“

Die Arbeitsgruppe und ihre Kooperationspartner suchen derweil weiter nach den Hemmstoffen der übernächsten Generation, die FabI noch besser blockieren.
Quell journalmed

Donnerstag, 26. April 2012

Dank Fallpauschalen "Aufs Kreuz gelegt"

Die Fallpauschalen sind ein Witz; die Kliniken kommen damit nicht zurande, die Ärzte nicht und die Patienten müssen darunter leiden. Wie Sie dem Leiden entkommen können, erfahren Sie hier.

Samstag, 24. März 2012

Chemische Gewalt gegen Demenzkranke

Anette Dowideit berichtet von einer Studie der Universität Bremen, in der festgestellt wird, dass rund eine Viertelmillion Menschen Psychopharmaka schlucken müssen, ohne dass damit Krankheiten behandelt werden sollen. Sie sollen einfach ruhig gestellt werden, damit man Pflegepersonal einsparen kann.
    Laut der Berechnung des Bremer Forschers werden von den bundesweit 1,1 Demenzpatienten knapp 360.000 mit Neuroleptika behandelt. Britische Studien ergaben, dass in zwei von drei Fällen die starken, verschreibungspflichtigen Medikamente zu Unrecht verordnet wurden und sich durch eine bessere Betreuung der Betroffenen hätten vermeiden lassen.
    Die Zahlen, sagt Glaeske, ließen sich auf Deutschland übertragen. Die Verschreibung von Psychopharmaka, um Demenzkranke ruhigzustellen, bezeichnen Glaeske und andere Pflegeexperten als „chemische Gewalt“.
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Dienstag, 25. Oktober 2011

Gefährlich: Staphylokokken auf Implantaten

"Wenn Staphylokokken künstliche Herzklappen, Herzschrittmacher oder andere Implantate infizieren, überziehen sie den Fremdkörper mit einer Schleimschicht. Eingebettet in diesen sogenannten Biofilm, lassen sich die Bakterien oft kaum noch mit Antibiotika bekämpfen. Amerikanische Mediziner haben jetzt untersucht, warum manche Staphylokokken solche Infektionen auslösen können, andere aber nicht. Mit Hilfe eines Rasterkraftmikroskops ermittelten sie die Stärke der Bindung, durch die einzelne Bakterienzellen an der Oberfläche eines Implantats haften bleiben. Nur wenn die Staphylokokken über spezielle Formen eines Zellwandproteins verfügten, war die Bindung so fest, dass Biofilme entstehen konnten. Jetzt wäre es möglich, nach Wirkstoffen zu suchen, die das Anheften der Bakterien blockieren und Patienten vor derartigen Infektionen schützen können, schreiben die Forscher im Fachjournal "Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)". "
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anaximander - 18. Mrz, 14:27
"Inferno" 1. Kapitel
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anaximander - 18. Mrz, 12:01
Minder-Hauen auf Economiesuisse
Voll dumpfer Blödheit hauen die Medien auf Economiesuisse...
anaximander - 10. Mrz, 17:49
Herzlichen Dank
ich habe den Link korrigiert
anaximander - 10. Mrz, 09:55
Du hast hier...
aus Versehen den Artikel von der Ates verlinkt.
Belleeer - 10. Mrz, 07:44
Staatlich subventionierte...
Die Zukunft der Suppenküchen sieht rosig aus... In...
anaximander - 10. Mrz, 01:45
Die Sympathisanten Nordkoreas
Richard Herzinger hegt weder Sympathien für den...
anaximander - 9. Mrz, 23:58
Seyran Ates und die doppelte...
Seyran Ates schreibt in ihrem Essay zur doppelten Staatsbürgerschaft: "Kann. ..
anaximander - 9. Mrz, 23:53
Mob macht Jagd auf Christen...
Ausgangslage: Ein Christ soll den Propheten beleidigt...
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anaximander - 6. Mrz, 00:06
Yep, das ist alles
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anaximander - 6. Mrz, 00:02
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hammond - 5. Mrz, 23:31
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anaximander - 5. Mrz, 21:02

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