"Wenn Staphylokokken künstliche Herzklappen, Herzschrittmacher oder andere Implantate infizieren, überziehen sie den Fremdkörper mit einer Schleimschicht. Eingebettet in diesen sogenannten Biofilm, lassen sich die Bakterien oft kaum noch mit Antibiotika bekämpfen. Amerikanische Mediziner haben jetzt untersucht, warum manche Staphylokokken solche Infektionen auslösen können, andere aber nicht. Mit Hilfe eines Rasterkraftmikroskops ermittelten sie die Stärke der Bindung, durch die einzelne Bakterienzellen an der Oberfläche eines Implantats haften bleiben. Nur wenn die Staphylokokken über spezielle Formen eines Zellwandproteins verfügten, war die Bindung so fest, dass Biofilme entstehen konnten. Jetzt wäre es möglich, nach Wirkstoffen zu suchen, die das Anheften der Bakterien blockieren und Patienten vor derartigen Infektionen schützen können, schreiben die Forscher im Fachjournal "Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)". "
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Das körpereigene Squalamin der Haie dringt in Zellen ein und verändert die Zellhülle so, dass sich Viren nicht mehr vermehren können. Wie Tierexperimente und Versuche mit menschlichen Zellkulturen zeigten, blockiert eine Behandlung mit Squalamin Infektionen durch unterschiedliche Virusarten. Die bereits geprüfte gute Verträglichkeit dürfte den baldigen Beginn klinischer Studien ermöglichen, schreiben die Wissenschaftler im Fachjournal "Proceedings of the National Academy of Sciences".
"Ich glaube, Squalamin gehört zu einer ganzen Familie verwandter Verbindungen, die Haie und einige andere 'primitive' Wirbeltiere des Meeres wie das Meerneunauge vor Viren schützen", sagt Michael Zasloff von der Georgetown University in Washington. 1993 hatte er diese Verbindung bei der Suche nach neuen therapeutischen Wirkstoffen in Dornhaien (Squalus acanthias) entdeckt. Es stellte sich zunächst heraus, dass Squalamin die Entstehung neuer Blutgefäße und damit auch das Wachstum von Tumoren hemmt. Um die Eignung als Krebsmittel zu prüfen, wurden daraufhin Verträglichkeitstests am Menschen durchgeführt und bereits erfolgreich abgeschlossen.
Jetzt ist es Zasloff in Zusammenarbeit mit anderen Forschern gelungen, auch seine ursprüngliche Vermutung zu bestätigen, dass die Substanz gegen Infektionen wirksam ist. Squalamin verhinderte die Vermehrung von Dengue-Viren, Gelbfieber-Viren, den Hepatitisviren B, C und D sowie Cytomegalie-Viren. Die Wirkweise ließ sich auf die Molekülstruktur zurückführen: Das positiv geladene Molekül dringt leicht in die Zellen von Blutgefäßen und Leber ein und verdrängt positiv geladene Proteine, die an der negativ geladenen Innenseite der Zellmembran angelagert sind. Einige dieser Proteine werden von Viren benötigt, um sich in der Zelle zu vermehren. "Squalamin stoppt die Virusvermehrung schnell und eliminiert die Erreger innerhalb von Stunden aus dem Körper", sagt Zasloff. Da die Verbindung nicht Strukturen von Viren angreift, sondern die Wirtszelle verändert, könnten Viren kaum dagegen resistent werden.
Für die Tierschützer: Squalamin lässt sich inzwischen chemisch herstellen, so dass man zur Gewinnung nicht mehr auf die Haie angewiesen ist.
wa
"Spiegel"-Autor Matussek hat über das Abenteuer Religion geschrieben - und seinem Arbeitgeber vorgeworfen, er
habe eine Rezension von Peter Seewalds Buch über den Papst abgelehnt.
Der „Spiegel“ sei ein „antikirchliches Kampfblatt“, meinte der Redakteur in einem letzten Samstag ausgestrahlten Interview. Konkret warf er seinem Arbeitgeber vor, er habe eine Rezension von Peter Seewalds Buch über den Papst abgelehnt. Angebliche Begründung des stellvertretenden Chefredakteurs Martin Doerry: „Wir haben 13 Leute an der Front, die versuchen, dem Papst Verwicklungen in den Missbrauchsskandal nachzuweisen. Da kannst du doch nicht kommen und den Papst freisprechen.“ Ein solches Verständnis von Journalismus als Kampagnenjournalismus halte er für „äußerst primitiv und blöde“, so Matussek. Matussek war 2007 vom „Spiegel“ als Redakteur entlassen worden, weil er als Kulturchef „untragbar“ geworden sei. Er hat unter anderem seine Mitarbeiter als „Pop-Literaten-WG“ beschimpft.
E.S.
Wer Spargel schält, so sagen die Leut' in einem Internetforum, läuft Gefahr, vom Ehec-Erreger infiziert zu werden. Vielleicht wird er aber auch von frisch gepflückten Bio-Erdbeeren übertragen. Oder er
steckt im Bio-Kopfsalat, im Salatspinat.
Die misslungene Brustvergrösserung an Sexy-Cora gibt immer noch zu reden - und jetzt auch zu Prozessieren. Der Notruf aus der Alster-Klinik, so
steht es im einen Protokoll, soll um 15.45 Uhr erfolgt. Doch im Protokoll der Rettungsmediziner steht der Anruf aus der Alsterklinik sei um 16.30 Uhr in der Leitstelle angekommen sein. Das würde bedeuten, dass der Notarzt eine Stunde nach erfolgtem Herzstillstand gerufen worden wäre. Es drängt sich die Frage auf: Was geschah in dieser Stunde?
Sie haben sich zusammengerottet, die Medienschaffenden der Schweizer Zeitungen, um auf die SVP und die Ausschaffungsinitiative einzuschlagen. Die Verleger und Chefredakteure verkünden lauthals: "Wir geben keine Parole aus" - und weisen ihre Schreibsklaven an, dem Gegenvorschlag zum Durchbruch zu verhelfen. Die Stimmbürger, so der Tenor sind dumm - und lassen sich von uns zu einem Nein zur SVP-Ausschaffungsinitiative verleiten. "Wir müssen ihnen nur weismachen, sie widerspreche dem EU-Recht und "einer liberalen, rechtsstaatlichen Schweiz".
Patrick Müller vom "Sonntag" hat einen anderen Weg eingeschlagen: er umschmeichelt die Stimmbürger mit Komplimenten, wie "die Bürger werden sich die Ausschaffungsinitiative ganz genau ansehen und sich Fragen stellen... - Darum ist eine Sensation möglich". Und dieser Sensation will Müller zum Durchbruch verhelfen.
Und dann ist da auch noch der Philipp Müller, noch so ein Leuchtturm von Pellis FDP, der im "Sonntag" um sich schlägt mit Parolen wie eine Annahme der Ausschaffungsinitiative wäre "Imagemäßig ein Totalschaden für die Schweiz". Müller scheint sich in den letzten Monaten in einen FDP-Dummschwätzer verwandelt zu haben.
Den Medienschaffenden, die sich aufs Abschreiben voneinander verstehen, haben scheinbar noch nicht kapiert, dass es in Italien und Deutschland eine automatische Ausschaffung gibt. Und diese beiden Staaten sind in der EU und handeln nach EU-Recht.
Man fragt sich zu Recht: Warum nur herrscht bei den Linken - und für die Medienschaffenden gilt es als chic links zu sein - die Meinung vor, die Schweiz müsse den Abschaum unter den Einwanderer vor Unbillen schützen und behüten? - Tja, mit denen stimmt doch eindeutig etwas nicht.
Das dürfte Novartis nicht freuen:
Am 3. Juli 2010 trafen sich ADHS-ExpertInnen im Linzer Ars Electronica Center. Sie
diskutierten die Möglichkeiten der ADHS-Behandlungsmethode mit Fettsäuren. Es handelt sich dabei um die Gabe von hoch dosierten Omega 3/6 Fettsäuren, die in diesem Falle als diätetisches Lebensmittel gelten. Behandelt wird damit das so genannte AD(H)S = Aufmerksamkeits Defizit (Hyperaktivitäts) Syndrom, das bei rund 5% aller Kinder auftritt.
Der Ansatz der neuen Behandlungsmethode mit einer bestimmten Kombination aus hoch dosierten essentiellen Omega-Fettsäuren besteht nun darin, das Gehirn langsam wieder damit aufzusättigen und die Symptome zum Verschwinden zu bringen. Viele Daten dazu waren in der Vergangenheit spekulativ. Erst randomisierte, placebokontrollierte Studien mit dem Präparat "Euqazen pro" konnten die Wirksamkeit belegen. "
Euqazen pro" besteht aus einer Kombination von Omega-3/6-Fettsäuren und ist frei in der Apotheke erhältlich.
Prof. Dr. Michael Huss, Univ. Mainz: "Ich konnte das zu Beginn kaum glauben und habe daher zunächst in meiner Familie eine Miniaturstudie zur Schlafunruhe durchgeführt. Als ich sah, dass dieses Phänomen bei allen meinen Kindern deutlich zurück ging, habe ich begonnen, mich intensiv wissenschaftlich damit zu beschäftigen. Die Therapie kann allein bei leichten bis moderaten Fällen sowie in Kombination mit den herkömmlichen Medikamenten eingesetzt werden."
DDr. Ulrich Preuss, Univ. Basel, beklagte allerdings: "Noch immer ist diese Behandlungsoption selbst in Fachkreisen zu wenig bekannt. Es ist wichtig zu wissen, dass es einige Wochen braucht, ehe die erste Erfolge gesehen werden. Das muss man gleich zu beginn der Therapie unbedingt erklären."
Quelle
Durch ein typisches Spektrum von Stoffwechselprodukten im Urin könnte die Erkrankung früher als bisher erkannt und behandelt werden
Autistische Kinder entwickeln nicht nur ein gestörtes Sozialverhalten. Auch ihr Stoffwechsel ist verändert und sie besitzen untypische Darmkeime. Jetzt berichten britische Forscher, dass eine chemische Analyse der Stoffwechselprodukte im Urin eine frühe Diagnose ermöglichen könnte. Durch das Spektrum der Urininhaltsstoffe ließen sich kranke und gesunde Kinder eindeutig unterscheiden. Je früher die Krankheit erkannt wird, desto besser sind die Erfolgsaussichten einer Behandlung, schreiben die Wissenschaftler im "Journal of Proteome Research". "Wir hoffen, dass unsere Ergebnisse der erste Schritt dazu sein könnten, einen einfachen Urintest zu entwickeln, der Autismus sehr früh diagnostiziert", sagt Jeremy Nicholson vom Imperial College London. Sein Forscherteam setzte die Kernspinresonanzspektroskopie ein, um sämtliche chemischen Substanzen in Urinproben zu analysieren. Die Proben stammten von drei- bis neunjährigen autistischen und gesunden Kindern. Einige der gesunden Kinder hatten autistische Geschwister, die anderen nicht. Die Analysen ergaben für jeden Fall einen chemischen Fingerabdruck, der eine eindeutige Zuordnung zu einer der drei Gruppen erlaubte.
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Wahrscheinlich spielt der Neurotransmitter Adenosin eine zentrale Rolle für die Wirksamkeit der uralten fernöstlichen Heilmethode.
Akupunktur kann Schmerzen lindern - auch wenn bislang nicht völlig klar war wie. Amerikanische Forscher haben nun in Versuchen mit Mäusen einen biologischen Mechanismus ausmachen können, der dieser Wirkung der uralten fernöstlichen Methode zugrunde liegt: Das Drehen der feinen Nadeln löst im angrenzenden Gewebe die Ausschüttung des Botenstoffs Adenosin aus, berichten die Mediziner im Fachblatt "Nature Neuroscience". Dies wiederum aktiviert örtliche, den Schmerz unterdrückende Rezeptoren, was somit den schmerzlindernden Effekt ausübt.
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Nach Thierry Carrel lieben die Schweizer Politiker, denen wieder einmal der Sachverstand fehlt, Mittelmäßigkeit in der medizinischen Versorgung. Sie belohnen das Mittelmaß und
erhöhen damit die Risiken der Patienten, Operationen nicht zu überleben.