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Menschen und Affen

Mittwoch, 2. Januar 2013

Als der Affe zum Menschen wurde

Wann genau der Affe zum Menschen wurde und von den Bäumen herab- und auf ein Leben am Boden umstieg, ist nicht eindeutig geklärt. Vorfahren des modernen Menschen lebten noch überwiegend in den Ästen und Wipfeln. Das belegen fossile Funde. Die uralten, knöchernen Überreste lassen Rückschlüsse darauf zu, ob der Körperbau eher auf Klettern oder primär auf Laufen ausgelegt war. Vor rund 3,5 Millionen Jahren trat mit Australopithecus afarensis dann ein regelrechter Zweibeiner auf den Plan – mit „Lucy“ als wohl bekanntestem fossilen Vertreter. Lucy beherrschte den aufrechten Gang auf zwei Beinen, soweit sind Anthropologen sich immerhin einig. Doch inwieweit war sie trotzdem noch in der Lage, sich auch auf den Bäumen zu bewegen?
Dem sind US-Anthropologen nun auf den Grund gegangen, indem sie heute lebende Angehörige von Jäger-und-Sammler-Völkern näher beobachteten, deren Anatomie analysierten und mit der von benachbarten Bauerngesellschaften verglichen. Ihr Fazit: Selbst der moderne Mensch kann immer noch ein effektiver Kletterer sein, berichten sie im Fachblatt „Proceedings of the National Academy of Sciences“. Die entscheidenden anatomischen Strukturen liegen dabei ihren Erkenntnissen zufolge weniger im knöchernen Aufbau von Fuß und Fußgelenk als vielmehr in der Beschaffenheit der Wadenmuskulatur.
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Dienstag, 20. November 2012

Affen leiden unter Midlife Crisis

Es ist unbestreitbar, ob wir es nun wahrhaben wollen oder nicht: der Mensch stammt vom Affen ab. Darauf beharren fast alle Wissenschaftler. Und die Orang Utans und Schimpansen bestätigen diese Annahme. Auch sie leiden in der Mitte ihres Lebens unter der Midlife Crisis. Das hat ein Team internationaler Forscher bei mehr als 500 der Primaten - seltsamerweise jeden Alters - in amerikanischen, australischen und asiatischen Zoos und Schutzgebieten beobachtet.
    Pfleger und andere mit den Tieren vertraute Personen schätzten dabei den Gemütszustand der Affen ein. Es stellte sich heraus, dass deren Zufriedenheit in Jugend und Alter deutlich höher zu sein scheint als in mittleren Jahren. Das Phänomen ist demnach nicht einzigartig für den Menschen, berichten die Wissenschaftler im Fachblatt „Proceedings of the National Academy of Sciences”. Gründe für die Midlife-Crisis sind bisher nicht eindeutig geklärt; Theorien ziehen sowohl soziologische als auch ökonomische Ursachen in Betracht. Die aktuelle Analyse legt nun nahe, dass auch biologische Faktoren für die Erklärung des Phänomens berücksichtigt werden sollten.
    „Wir hofften, ein bekanntes wissenschaftliches Rätsel verstehen zu können”, sagt Studienleiter Andrew J. Oswald von der University of Warwick. „Warum folgt die menschliche Zufriedenheit über die Lebensspanne annährend einer U-Form? Wir kamen letztlich zu dem Schluss, dass es nicht aufgrund von Hypotheken, Scheidungen, Handys oder irgendwelchem anderen Drum und Dran des modernen Lebens sein kann. Affen haben auch ein ausgeprägtes Tief in der Lebensmitte und sie haben nichts von alledem.“ Die Forscher hatten in ihrer Studie Beobachtungen von 336 Schimpansen und 172 Orang-Utans aus den USA, Kanada, Japan, Australien und Singapur analysiert. Tierpfleger, Primatenforscher, Freiwillige und andere mit den Tieren gut vertraute Menschen halfen bei der Sammlung der Daten und nutzten dazu Fragebögen, ähnlich wie sie auch für die Einschätzung menschlichen Wohlbefindens eingesetzt werden.

    Heraus kam eine ähnliche U-förmige Kurve wie bei Menschen: Die Zufriedenheit erreichte rund um ein Lebensalter von circa 30 Jahren ein Minimum, was in etwa der Midlife-Crisis entspricht, die beim Menschen häufig in den späten 40ern auftritt. Die Forscher erläutern in ihren Ausführungen, dass unterschiedliche Mechanismen dieses Tief in der Lebensmitte erklären könnten. Eine Möglichkeit sei demnach etwa, dass Glück und Zufriedenheit mit einem längeren Leben einhergehen und weniger glückliche Affen somit früher sterben. So könnte es zu einer erhöhten Zufriedenheit unter den älteren Tieren kommen. Weiterhin sei denkbar, dass die bei allen drei Spezies beobachtete typische U-Form mit altersbedingten Veränderungen in bestimmten Hirnstrukturen zusammenhängt oder dass ältere Individuen Verhaltensmechanismen erlernt haben, mit denen sie ihre Emotionen regulieren können. Dass die Midlife-Crisis nicht einzigartig für den Menschen ist, sondern auch bei Menschenaffen auftritt, legt biologische Ursachen nahe. Ein Ansatz, bei dem mehrere Spezies untersucht werden, könnte somit zu einem besseren Verständnis des evolutionären Ursprungs führen.
Quelle - Zusammenfassung und Übersetzung

Freitag, 16. November 2012

miR-941 unterscheidet Menschen von Affen

Nur der Mensch verfügt über die Nukleinsäure miR-941, welche die Genaktivitäten im Gehirn reguliert. Es ist ein winziges Molekül das den Menschen vom Affen unterscheidet.
    Das Erbgut von Mensch und Schimpanse ist nahezu identisch. Bei der Suche nach den kleinen genetischen Unterschieden, die den Menschen zum Menschen machen, hat ein internationales Forscherteam jetzt eine wichtige Entdeckung gemacht: Nur Homo sapiens verfügt über ein Gen zur Produktion einer speziellen Nukleinsäure, der microRNA miR-941. Das Molekül reguliert die Aktivität von Genen, die bestimmte Signalwege im Gehirn steuern. Diese Veränderung im Erbgut unserer Vorfahren vor ein bis sechs Millionen Jahren könnte die Evolution typisch menschlicher Merkmale wie Sprache und Langlebigkeit angestoßen haben, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt „Nature Communications“.
    „Dieses neue Molekül trat aus dem Nichts hervor in einer Zeit, als sich die Vormenschen stark veränderten: längere Lebensdauer, aufrechter Gang, Sprache und Werkzeuggebrauch“, sagt Martin Taylor von der University of Edinburg, der zusammen mit chinesischen und deutschen Forschern an den Arbeiten beteiligt war. In einem groß angelegten Genomvergleich prüften die Genetiker, welche der mehr als 1.700 bisher bekannten menschlichen microRNAs auch von anderen Säugetieren gebildet werden. Als Vergleich diente das Erbgut von elf Spezies, darunter die drei Menschenaffen Schimpanse, Gorilla und Orang-Utan. Die Gene von zehn microRNAs waren einzig und allein beim Menschen vorhanden. Aber nur eine, miR-941, wird auch in großer Menge im Gehirn – im präfrontalen Cortex und dem Kleinhirn – produziert.
    microRNAs sind kurze, aus 20 bis 24 Bausteinen bestehende Nukleinsäuremoleküle. Ihre Aufgabe besteht darin, die Aktivität von Genen zu hemmen und so Entwicklungsprozesse und Funktionen von Zellen zu steuern. Die Forscher fanden Hinweise darauf, dass miR-941 Gene reguliert, die für Signalübertragungen durch Neurotransmitter im Gehirn wichtig sind und speziell das Sprachvermögen betreffen können. Außerdem könnte die microRNA solche Gene beeinflussen, die mit der Lebenserwartung zusammenhängen, schreiben die Autoren. „Wir hoffen“, sagt Taylor, „dass wir noch mehr Gene finden werden, die uns helfen zu erklären, was uns zum Menschen macht.“
Quelle

Mittwoch, 18. April 2012

Wie die Affen von dem Bäumen stiegen

Es gilt noch immer: Wer vom Affen abzustammen meint, soll damit glücklich werden.
    Vor sechs Millionen Jahren haben die gemeinsamen Vorfahren von Schimpanse und Mensch ihr Nachtlager wahrscheinlich im Geäst von Bäumen errichtet. Wann die Vormenschen ihre Schlafstätte dann auf den Boden verlagerten, ist nicht bekannt. Hinweise zur Klärung dieser Frage liefern jetzt britische Anthropologen: Sie beobachteten, wie wild lebende Schimpansen ihre Nester sowohl auf Bäumen als auch auf dem Boden bauen. Sie kommen zu dem Schluss, dass ebenso die noch im Wald lebenden Vormenschen ihre Schlafplätze bereits auf dem Boden gebaut haben könnten – lange vor dem Auftreten von Homo erectus. Ihre Ergebnisse präsentieren sie im „American Journal of Physical Anthropology“.
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Dienstag, 7. Februar 2012

Affen verstehen Bitten ihrer Artgenossen

Affen helfen ihren Artgenossen nur dann, wenn sie direkt darum gebeten werden. Darum nahmen Anthropologen an, dass die Primaten die Ziele anderer nicht erfassen können. Ein Forscherteam glaubt jetzt herausgefunden zu haben, dass Schimpansen die Ziele ihrer Artgenossen übernehmen können. Voraussetzung ist, dass sie den Hilfesuchenden in seiner Notlage beobachten und selbst Erfahrung mit dem Problem gesammelt haben. Vermutlich müsse also, anders als gedacht, bei Primaten für eine angemessene Hilfeleistung beides zusammen kommen: die Bitte um Hilfe sowie die Perspektiv-Übernahme, um das Ziel des anderen zu verstehen. Das berichten die Anthropologen im Fachblatt "PNAS".
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Donnerstag, 12. Januar 2012

Stupsnasen-Affe - eine Fehlkonstruktion der Natur

Der Rhinopithecus roxellana ist ein Affe, dem es in die Nase regnet. Er ist eine natürliche Fehlkonstruktion und wird als Art kaum überleben, da er häufig niesen muss und sich vor seinen Feinden nicht in Sicherheit bringen kann.
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Freitag, 30. Dezember 2011

Kommunikation der Affen

Das Affen einander vor Gefahren warnen, ist hinlänglich bekannt. Jetzt aber haben deutsche und britische Verhaltensforscher herausgefunden, dass die Intensität der Warnrufe davon abhängt, ob die Schimpansen die Gefahr bereits erkannt haben oder nicht. Das legt nahe, dass die Gruppen-Mitglieder verfolgen, welche Informationen die anderen bereits erhalten haben. Bisher wurde angenommen, dass nur Menschen erkennen können, das Nichtwissen anderer erkennen können. Das ist einem publiziertn Artikel im Fachmagazin "Current Biology" zu entnehmen. Die Verhaltensmuster zeigen, dass andere Schimpansen mit den Rufen ganz bewusst informiert werden sollen - und die Warnungen damit sozial motiviert sind.
    „Die neuen Ergebnisse legen nahe, dass mehr grundlegende Bestandteile einer komplexen Kommunikation bei Schimpansen vorhanden sind, als wir bisher dachten“, sagt Catherine Crockford. Die Wissenschaftlerin von der britischen University of St. Andrews arbeitete mit Kollegen vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig zusammen. In ihren Versuchen legten die Forscher eine Schlangen-Attrappe auf einen Weg, den die Affen häufiger benutzen. Danach beobachteten sie die Reaktion der Tiere auf den vermeintlichen Feind. Die Alarmrufe waren signifikant häufiger und lauter, wenn sich Affen näherten, die entweder die Schlange noch nicht gesehen hatten, oder bei vorhergehenden Warnrufen fehlten. Insgesamt wurden in der Studie 33 Schimpansen beobachtet.
Quelle

Mittwoch, 2. November 2011

Affenmenschen und Menschenaffen

Menschenaffen sind uns am ähnlichsten. Darum bringen Forscher menschliches Material in Körper von Versuchstieren ein, um Erkenntnisse über Krankheiten zu gewinnen und Therapien zu entwickeln. Der Deutsche Ethikrat will dieser Forschung Grenzen, respektive ein Ende setzen. Lydia Heller hat sich mit der Forschung befasst - und mit dem Ethikrat.
    Die Übertragung menschlicher Zellen auf Versuchstiere oder manipulierter tierischer Gewebe auf Menschen gilt in der Regel als ethisch unbedenklich – ebenso die Übertragung menschlicher Gene auf Tiere. Sagt Wolf-Michael Catenhusen, Sprecher der Arbeitsgruppe Mensch-Tier-Mischwesen im Deutschen Ethikrat, die sich gut zwei Jahre mit der Mensch-Tier-Mischwesen-Problematik beschäftigt hat. Schon seit Jahrzehnten arbeiteten Forscher auch mit transgenen Tieren – vor allem mit Mäusen und Ratten, die genetisch so verändert wurden, dass sie menschliche Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson entwickeln.
    "Aber die Technik weitet sich aus und wir können künftig ganze Chromosomen in Tiere übertragen. Zudem kennen wir auch immer mehr einzelne menschliche Gene, die eine Steuerungsfunktion haben, die Eigenschaften bei einem Tier gezielt verändern können," erklärt er, und wirft die Frage auf: "Können wir uns eine Entwicklung vorstellen, wo durch immer stärkeres Übertragen von menschlichem Material in Tiere die Identität, sowohl des Menschen wie auch des Tieres, infrage gestellt wird?"

Montag, 30. Mai 2011

Mladic und die Heuchler

In seinem Artikel über die Verhaftung und Auslieferung des "Schlächters von Sarajevo" schreibt Paul Lendvai
    In den nächsten Tagen und Wochen dürften viele hochrangige, wenn auch meistens schon pensionierte Offiziere und Geheimdienstler, Politiker und Beamten von Belgrad bis Washington über all das stolpern, was sie jahrzehntelang bei der angeblich emsig betriebenen Jagd nach General Ratko Mladic, dem "charismatischen Mörder" (so der kürzlich verstorbene Richard Holbrooke, Architekt des Dayton-Abkommens), unter den Teppich gekehrt haben.
E.S.

Montag, 6. Dezember 2010

Unterstützungskomitee für Hanf-Bauer Rappaz

Die sda meldet
    "Ein internationales Unterstützungskomitee hat in Paris einen Appell zur Befreiung des hungerstreikenden Walliser Hanfbauern Bernard Rappaz lanciert. Der Aufruf wurde bei der Schweizer Botschaft in der französischen Hauptstadt und bei der apostolischen Nuntiatur deponiert.
    Die Schweizer Botschaft habe zwei Vertreter des Komitees empfangen, sagte ein Botschaftssprecher der Nachrichtenagentur SDA. Die beiden hätten ein Plakat, eine Petition sowie einen Appell mitgebracht, der von Jean Ziegler, Daniel Cohn-Bendit und dem französischen Bauernführer José Bové unterzeichnet worden war."

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anaximander - 18. Mrz, 14:27
"Inferno" 1. Kapitel
finden Sie auf secondlitart - hier.
anaximander - 18. Mrz, 12:01
Minder-Hauen auf Economiesuisse
Voll dumpfer Blödheit hauen die Medien auf Economiesuisse...
anaximander - 10. Mrz, 17:49
Herzlichen Dank
ich habe den Link korrigiert
anaximander - 10. Mrz, 09:55
Du hast hier...
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Belleeer - 10. Mrz, 07:44
Staatlich subventionierte...
Die Zukunft der Suppenküchen sieht rosig aus... In...
anaximander - 10. Mrz, 01:45
Die Sympathisanten Nordkoreas
Richard Herzinger hegt weder Sympathien für den...
anaximander - 9. Mrz, 23:58
Seyran Ates und die doppelte...
Seyran Ates schreibt in ihrem Essay zur doppelten Staatsbürgerschaft: "Kann. ..
anaximander - 9. Mrz, 23:53
Mob macht Jagd auf Christen...
Ausgangslage: Ein Christ soll den Propheten beleidigt...
anaximander - 9. Mrz, 19:31
Bundesrätlich verordnete...
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Die Magie der Hohnstangen
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anaximander - 6. Mrz, 09:09
Dieter Pfaff nachgerufen
Dieter Pfaff, besser bekannt als Bloch und "Der Dicke",...
anaximander - 6. Mrz, 09:03
Hugo Chavez ist tot
Hugo Chavez ist tot. Er hat den Kampf gegen den Krebs...
anaximander - 6. Mrz, 00:06
Yep, das ist alles
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anaximander - 6. Mrz, 00:02
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Da scheint im Satire-Video The One About The UN (von...
hammond - 5. Mrz, 23:31
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anaximander - 5. Mrz, 21:02

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