"Alle lieben Tina Turner. Doch dass sie, die heute ihren 70. Geburtstag feiert und 2009 wohl wieder die größten Arenen der Republik ausverkaufen wird, ihr Ende nicht als eine dieser tragischen Fußnoten der Soulgeschichte fand, hat nicht nur mit der Musik zu tun. Genauso wichtig ist die Geschichte von der unschuldig gefallenen und wieder auferstandenen Selfmade-Künstlerin, einer vom Unglück gestärkten Seele, die sich dank spät erworbener Unverwundbarkeit noch immer mit engen Pailletten-Kleidchen und Gogo-Posen auf die Bühne wagt.
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Campino, der Sänger der Toten Hosen, die gerade eine neue CD mit dem Titel "In aller Stille" herausgebracht haben, spricht im Interview mit Thomas Winkler über das, was er an Angela Merkel mag, warum rot-grün für ihn eher eine Enttäuschung und Oskar Lafontaine ein Brechmittel ist.
Knut Henkel sieht in ihr "die Mutter Courage des Schwarzen Kontinents".
Jonathan Fischer vermutet, dass Miriam Makeba noch einen Song für Barack Obama geschrieben hätte - als Abwehrzauber.
Dieter Bartetzko kommt nicht darüber hinweg, dass sie in Südafrika einst "Persona non Grata" gewesen ist. Etwas, das Miriam Makeba dem Regime verziehen, aber nie vergessen hat.
Miriam Makeba, die Stimme von Afrika, ist tot. Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur starb die große südafrikanische Sängerin in der Nacht zum Montag im Alter von 76 Jahren bei einem Konzert in Süditalien an einem Herzinfarkt.
Ihr sei während des Konzerts in Castel Volturno zugunsten des von der Mafia bedrohten Schriftstellers Roberto Saviano plötzlich unwohl geworden, berichtete ANSA. Obwohl sie sofort ins Spital gebracht wurde, sei sie kurz darauf an den Folgen des Herzinfarkts gestorben.
Laut ANSA war sie zuvor eine halbe Stunde lang zusammen mit anderen Künstlern und Sängern aufgetreten.
Makeba, bekannt auch als Mama Afrika, wurde am 4. März 1932 in Johannesburg geboren. Lange Zeit durfte die vehemente Gegnerin der damaligen Apartheidspolitik nicht in ihre Heimat kommen. Sie startete ihre Weltkarriere in den USA.
Erst in den 90er Jahren, nach dem Ende der Apartheid, kehrte sie nach Südafrika zurück. Bis ins hohe Alter gab sie weiter weltweit Konzerte, engagierte sich gleichzeitig politisch und für humanitäre Zwecke. Zu ihren berühmtesten Liedern zählt "Pata Pata".
sda/AFP
Friedrich Pohl berichtet, dass der Anteil Carl Philipp Emmanuel Bachs am Zustandekommen der h-moll-Messe des Vaters größer sein könnte als bisher angenommen. In diesem Zusammenhang kritisiert er den Wikipedia-Eintrag zur Messe - obwohl er ihn hätte korrigieren können...
Sie verkaufte 70 Millionen Platten, obwohl sie nie auf Tour gegangen ist. Jetzt erscheint ihr neues Album "And Winter Came". Christiane Rösinger sprach mit Enya darüber, warum Leute, die den Winter nicht mögen, ein ernsthaftes Problem haben."Enya wurde 1961 als Eithne Patricia Ní Bhraonáin in Donegal, Irland, geboren und 1988 mit dem Hit "Orinoco Flow" bekannt. Das deutsche Publikum kennt sie vor allem durch den Song "Only Time", der in den Tagen und Wochen nach den Anschlägen vom 11. September 2001, zuerst als Untermalung der Fernsehbilder, zum Einsatz kam, danach zum Radiohit wurde und den ersten Platz der deutschen Charts erreichte."
Farin Urlaub beantwortet die Fragen von Urs Hangartner. Er vergleicht Die Ärzte gern mit den Beatles und erklärt, dass diese zwei Alben in einem Jahr herausgebracht hätten und nebenbei noch herumgetourt seinen.
Normale Umstände, mit etwas Fleiss?
Ja. Ein bisschen Spießigkeit ist bei mir dabei. Ich bin recht organisiert. Es ist auch eine Frage von Zeitmanagement.
Was bedeutet eine Soloplatte von Farin Urlaub, der ja bei der Stammband Die Ärzte auch Songs schreibt?
Ich habe mich bei den Ärzten ja nicht jahrelang verstellt, und meine heimliche Liebe ist Bebop. Nein. Ich mag Rock. Ich mag vielleicht etwas mehr Ska und Reggae als die andern beiden. Wenn ich einen Song schreibe, weiss ich instinktiv, das ist für die Ärzte, das ist fürs Racing Team. Ich schreibe sehr viel Lieder.
Wie merken Sie, wofür Sie schreiben?
Die Ärzte-Texte sind allgemeingültiger, jene fürs Racing Team etwas privater.
Die Ärzte sind von der Haltung her eine politische Band, politisch korrekt . . .
Was heisst «korrekt»? Wir sind politisch!
2003, bei eurem Auftritt im Zürcher Hallenstadion, hattet ihr zwölf Stunden nach der Wahl von Christoph Blocher zum Bundesrat kritisch kommentiert. Hattet ihr Zeitung gelesen oder wurdet ihr gebrieft?
Nee, nee, wir werden nicht gebrieft, keine Sorge. Wir lesen ja auch Zeitung. Wir sind politische Menschen.
Ihr habt viele jugendliche Fans. Wie viel «Vorbildfunktion» oder Verantwortung hat man als große Band?
Das lehnen wir kategorisch ab. Denn nichts wäre einfacher, aber auch schlimmer, als wenn man sagt: Hier, das ist unsere Meinung, die könnt ihr euch mal überstülpen, dann müsst ihr nicht mehr selber denken. Wir wollen, dass die Leute sich damit auseinandersetzen, deshalb provozieren wir gerne und lassen uns auf unserer Website auch tagelang beschimpfen. Das ist alles Teil eines demokratischen Prozesses. Wichtig ist, dass man Gedanken anregt.
Apropos «Vorbild für die Jugend» und «politisch Denken»: Was sagt Farin Urlaub zum Phänomen Botellón?
Ich selber trinke ja nicht. Tatsächlich sind mir diese Versammlungen, auf denen nur gesoffen wird, so zuwider, dass ich da nie hingehe. Aber ich kann jetzt nicht eine ernsthafte Antwort geben, was das Saufen jetzt genau bedeutet.
Was bestehen für Zukunftspläne von Farin Urlaub und den Ärzten? Es geht so im Takt weiter?
Ich weiss noch nicht. Das wird immer individuell entschieden. In der zweiten Jahreshälfte 2009 werde ich auf längere Reisen gehen. Wenn die spannend genug sind und ich schöne Fotos machen kann, gibts wieder einen Bildband. Aber ob ich danach wieder Musik mache, das weiss ich jetzt noch nicht. Ich denke schon, in irgendeiner Form.
Ihr seid ja öfter in der Schweiz. Was haben Sie für ein Schweiz-Bild?
Flach (lacht – Urlaub zitiert Obelix aus «Asterix bei den Helvetiern»). Ich hab viele Schweizer Freunde und Bekannte, so ist das Schweiz-Bild mal grundsätzlich positiv. Die Schweizer finden, glaub ich, grundsätzlich die Deutschen arrogant. Und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass die Schweizer auch sehr arrogant rüberkommen. Ich habe unglaublichen Rassismus in der Schweiz erlebt. Weiss aber auch, dass ich da nicht das Maul aufreissen darf, weil wir in Deutschland natürlich Rassismus mit Todesfolge haben. Also von da her: Besser ist es garantiert nicht, es ist nur anders. Manchmal ist es überraschend, wenn sich der Rassismus gegen Deutsche richtet.
Und die junge Schweiz?
Was ich spannend finde, das erinnert mich manchmal an Berlin zu Mauer-Zeiten: die Intensität der Jugendkultur hier. Berlin hatte ja auch diesen Inselcharakter. Das soll überhaupt nicht arrogant tönen: Ihr seid nun mal ein kleines Land mit wenig Einwohnern, und da habe ich manchmal den Eindruck, dass die Szene in der ganzen Schweiz so vernetzt ist und so intensiv, da kann man echt nur staunen. Und es ist ein verdammtes Hip-Hop-Land geworden!
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Im Jahr 2009 feiert die internationale Musikwelt den 200. Geburtstag von Felix Mendelssohn Bartholdy (geb. 3.2.1809), der heute als eine der bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts angesehen wird. Anlässlich dieses Jubiläums geben sich in Leipzig während der Mendelssohn-Festtage 2009 Weltstars der Klassik ein Stelldichein im Gewandhaus: das Gewandhausorchester unter der Leitung von Riccardo Chailly, Markus Stenz und Kurt Masur; die Kremerata Baltica, die Pianisten Katja und Marielle Labèque, das Beaux Arts Trio und das Emerson String Quartett sind nur einige, die in diesen vier Wochen zu erleben sein werden. Darüber hinaus wurden mehrere Komponisten gebeten, neue Werke zu schreiben, die sich auf Felix Mendelssohn Bartholdy und sein Schaffen beziehen: Mit drei Uraufführungen von Detlef Glanert, Sir Peter Maxwell Davies und Friedrich Haas werden die Mendelssohn-Festtage 2009 so auch einen zeitgenössischen Blick auf Mendelssohn werfen. Der Ticketverkauf hat schon begonnen.
Leonard Cohen ist nach langer Abstinenz wieder auf Konzerttournee durch Europa - und auch als Autor zurückgekehrt. Sein "Buch der Sehnsüchte" ist voll vom Verlangen nach Erleuchtung und Erlösung, die er vor allem bei Frauen und Zigaretten sucht, schreibt Alexander Müller.
Peter E. Müller sieht Leonard Cohen das Publikum umarmen.
Helmut Schümann glaubt in Cohen den Mann zu erkennen, der alle kennt.
Ralf Schuler ist der Ansicht, Cohen habe einer irrwitzigen Moderne seine Stimme gegeben.
Sabine Vogel hat, als sie Cohen lauschte, eines der ergreifendsten Konzerte gehört.
Hans-Werner Marquardt hat gesehen, wie die Leute von den Sitzen sprangen, als Cohen "First we take Manhattan then we take Berlin" gesungen hat.
Georg Howahl hat eine Stimme gehört, die reif wie Whiskey war.
Für Philipp Holstein ist Leonhard Cohen ein weiser Mönch.
Detlef Kühlbrodt vermisste das Opernglas und den Schallverstärker.
Für Peter Müller ist es immer Herbst in Cohens Lieder.
Tipp und Zusammenstellung E.S.