Trauer um Mercedes Sosa
"Gracias al la vida" – Dank an das Leben, war eines der Lieblingslieder von Mercedes Sosa. Und von uns. Diese Hymne müsste auch an ihrem Grab intoniert werden. Knut Henkel schreibt zu ihrem Tod
- Mercedes Sosa, die «Stimme Lateinamerikas», ist gestern Sonntag in Buenos Aires im Alter von 74 Jahren gestorben. Mit Mercedes Sosa hat das Land eine nationale Symbolfigur verloren. Die Sängerin stand ein für ein anderes, ein demokratisches Argentinien. Dafür hatte die kleine gewichtige Sängerin mit den grossen, sanften Augen ihr Leben lang gekämpft, erst als Mitglied der Kommunistischen Partei, dann als Stimme der Opposition aus dem Exil und schliesslich als Anhängerin des Präsidenten Néstor Kirchner. Von diesem versprach sie sich ein Engagement für ihre politische Utopie eines Lebens in Würde. Dieses basiere, so Mercedes Sosa, auf dem Recht auf Essen und Bildung. Die Menschen müssten in die Lage versetzt werden, etwas aus sich zu machen. Das war die einfache Lehre aus einem erfüllten Leben, das die Sängerin international bekannt und berühmt gemacht hat.
anaximander - Mo, 05.10.2009 19:29 - Kommentar verfassen
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