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Natur

Montag, 10. November 2008

Vor Ökoterroristen wird gewarnt

Weil schon seit einiger Zeit nichts mehr passiert ist, ist die Furcht vor Terroranschläge durch radikale Islamisten derart flüchtig geworden, dass die Geheimdienste in aller Welt um all die Aufgaben, die sie sich nach 2001 zugeschanzt haben, fürchten müssen. Folglich muss ein neuer Feind aus dem Hut gezaubert werden. Einer, der schon lange existiert, den man aber nie so richtig zur Kenntnis genommen hat, weil er immer nur am Rande in wirklich radikaler Form in Erscheinung getreten ist. Um diesem Feind zum Durchbruch zu verhelfen, lässt man den Medien einen entsprechenden Geheimbericht zukommen - und jetzt wissen es alle: unmittelbare Gefahr droht von radikalen Umweltschützern, welche die Menschheit um 80 Prozent dezimieren und so der Natur zu ihrem angestammten Recht verhelfen wollen.
Die gefährlichen Ökoterroristen wären Anhänger der Organisation Earth Frist, die ein Ideologie vertrete, die Einzeltäter dazu brächten, einen Terroranschlag zu planen und durchzuführen, bei dem viele Briten getötet würden.
Im Moment wären die Ökoterrorisen dabei, schreibt der Guardian, eine Liste von Konzernen zu erstellen, die Klimasünden begingen.
Nun ja, die um Earth First organisierten Umweltschützer allerdings erklären, sie betrachteten die Menschheit als Teil der Natur - für sie wäre der Kapitalismus das Problem und nicht die Zahl der Menschen, die auf der Erde lebten.
Die Ökoterroristen haben also nur dem Kapitalismus den Krieg angesagt...

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Dow Jones der Artenvielfalt

Die Weltnaturschutzunion hat die Rote Liste der aussterbenden Tierarten veröffentlicht und sie als Dow Jones der Artenvielfalt bezeichnet. Einen zynische Analogie. Tatsächlich sind gegenwärtig nicht nur Tierarten sondern auch Papierarten vom Aussterben bedroht, kommentiert Jürgen Kaube.

Montag, 22. September 2008

Gestresste Bäume geben Hormone ab

Auf Schädlingsbefall und andere ungünstige Umweltbedingungen reagieren Pflanzen mit Schutzmechanismen. Dabei spielt das leicht flüchtige Hormon Methyl-Salicylsäure als Signalstoff eine wichtige Rolle. Jetzt haben amerikanische Forscher erstmals nachgewiesen, dass sich in der Luft über einem Waldgebiet große Mengen des freigesetzten Pflanzenhormons ansammeln können. Die Bäume bildeten die chemisch dem Aspirin ähnliche Substanz als Reaktion auf Wassermangel und starken Temperaturabfall. Methyl-Salicylsäure aktiviert die Immunabwehr und könnte als Warnsignal zur Kommunikation zwischen einzelnen Pflanzen innerhalb eines größeren Ökosystems dienen. Sein Gehalt in der Luft über forst- oder landwirtschaftlich genutzten Flächen würde einen Hinweis auf Wachstum und Gesundheit der Pflanzen liefern, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt Biogeosciences.
"Unsere Messungen zeigen, dass große Mengen der Verbindung in der Atmosphäre messbar sind, wenn Pflanzen auf Trockenheit, extreme Temperaturen oder andere Stressformen reagieren", sagt Thomas Karl vom National Center for Atmospheric Research in Boulder. Aus Laborversuchen war zwar bereits bekannt, dass Methyl-Salicylsäure bei Pflanzen als Hormon wirkt und Schutzreaktionen auslöst. Dass aber der Botenstoff in größerem Ausmaß in die Atmosphäre freigesetzt werden kann und einen wichtigen Bestandteil der so genannten "flüchtigen organischen Verbindungen" der Luft ausmacht, wusste man nicht. Möglicherweise beeinflusst die Substanz die Luftqualität und das lokale Klima. Die Forscher analysierten die Luft über einem Walnusswäldchen. Ihre Messinstrumente waren in einer Höhe von 30 Meter über dem Boden angebracht.
Joachim Czichos / National Center for Atmospheric Research

Sonntag, 21. September 2008

Berlin leidet unter Wildschweinplage

8000 bis 10.000 Wildschweine leben rund um und in Berlin. Sie ziehen S-Bahn-Geleisen entlang, sammeln sich vor Bushaltestellen und laufen bei ihren Stadtrundgängen manchmal durch Glastüren. Hin und wieder trampeln sie über den Spandauer-Friedhof. Das Schild "Betreten aus Pietätsgründen untersagt" lässt sie kalt; sie ackern die freie Fläche des Friedhofs ohne Rücksicht auf Verluste um. Die Vermehrungsrate bei den Wildschweinen beläuft sich auf 300 Prozent. An Erklärungen für die muntere Fortpflanzung der Sauen mangelt es nicht: Die einen behaupten, es liege am Klimawandlen; die milden Winter liessen weniger Wildschweine an Lungenentzündung eingehen, andere bezeichnen die Komposthaufen und das Katzenfutter als Ursache und die dritten suchen die Ursache bei Wowereit und der Wende.
[ mehr ]

Dienstag, 16. September 2008

Der ökonomische Wert von Bienen

Es gibt immer mehr sinnvolle Studien, die der Staat zur Schröpfung seiner Bürger und zur Aufforstung der Staatskasse einsetzen kann... Ein französisch-deutsches Forscherteam hat erstmals den Wert von Bestäuberinsekten wie etwa Bienen für die Nahrungsmittelherstellung berechnet. Der Studie zufolge hat der ökonomische Nutzen durch diese Tiere im Jahre 2005 rund 153 Mrd. Euro betragen. "Die Summe entspricht knapp einem Zehntel des Gesamtwertes der Weltnahrungsmittelproduktion", meint Studienautor Josef Settele vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung.
Gemeinsam mit Forscherkollegen des Nationalen Institutes für Agrarforschung (INRA) und dem Zentrum für Wissenschaftliche Forschung (CNRS) aus Frankreich hat das UFZ außerdem auch die Schäden, die durch das Fehlen von bestäubenden Insekten entstehen würden auf 190 bis 310 Mrd. Euro pro Jahr errechnet. "Im Wesentlichen kann man davon ausgehen, dass vor allem die Vitaminressourcen für den Menschen - also Obst und Gemüse - von einem Rückgang der Tiere besonders stark betroffen sind", so Settele. "Wir gehen nicht davon aus, dass alle Bestäuber aussterben werden. So gesehen zeichnet diese Studie ein Worst-Case-Szenario", meint der Wissenschaftler. Es herrsche jedoch Einigkeit darüber, dass der Rückgang der Bestäuber auch ein zentrales Problem für die Erhaltung der biologischen Vielfalt ist. "In den Berechnungen sind jedoch die Auswirkungen, die ein Rückgang der Bestäuber auf die generelle Pflanzen- und damit auf die Tierproduktion hätte, nicht enthalten", meint Settele. Ebenso fehlen die Auswirkungen auf Wildblumen. Das Forscherteam hat den ökonomischen Wert der Bestäubung unter dem Aspekt der "Dienstleistung für den Menschen" bewertet.
ptat

Dienstag, 29. Juli 2008

Parasiten sorgen für Unterwerfung

Schade, dass keiner von PI's Spürnasen diesen Artikel entdeckt hat. Dort würde man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die These aufstellen, die Behörden aller europäischen Staaten wären mit diesen Parasiten infiziert. Im Reich der Bienen nämlich entscheidet eine kleine parasitische Fliege darüber, wer Arbeiterin wird und wer sich selbständig macht.

Freitag, 4. Juli 2008

Im Netz der Schwarzen Spinne

Ganz unterschiedliche Netze spinnen manche Spinnenarten, je nachdem, wie satt sie sind: Hungrige Schwarze Witwen bauen ein klebriges Netz, um effizient Beute zu fangen, berichten US-Forscher, während ihre gesättigten Schwestern eher ein schützendes Netz vom Typ Trutzburg konstruieren. Die dreidimensionalen Netze der Spinnenart Westliche Schwarze Witwe (Latrodectus hesperus) sind für mehrere Tage stabil und können auch Bodeninsekten fangen. Dafür sorgen klebrige Fäden, die am Boden befestigt sind und bei Kontakt in die Höhe schnellen, um die Beute darin festzuhalten. Die dicht gewebten schützenden Netze hingegen sollen den Spinnen ihrerseits Schutz vor Jägern bieten, vermuten die Forscher. Somit können diese Spinnen aktiv auf veränderte Umweltbedingungen reagieren und effizient steuern, ob gerade Futter oder Schutz mehr Einsatz verlangt.
"Ausgehungerte Spinnen investieren mehr Seide in klebrige Fäden, die am Boden haften, während gesättigte Spinnen mehr Seide in die Strukturfäden des Netzes investieren", schreibt das Team um Jacquelyn M. Zevenbergen und Todd A. Blackledge im Fachblatt "Animal Behavior". Die Biologen der University of Akron hatten die Spinnkünste der in den USA verbreiteten Latrodectus hesperus näher untersucht. Sie fütterten einen Teil ihrer Versuchstiere täglich mit Grillen, während die anderen bis zu eine Woche lang keine Nahrung bekamen. Daraufhin webten die satten Spinnen dichte Gewirre aus nicht klebrigen Spinnfäden, in denen sie sich gut verbergen konnten. Die hungrigen Artgenossen hingegen bevorzugten durchgängigere Netze, in denen sie sich leichter bewegen konnten und die auch die Vibrationen gefangener Beute besser übertrugen. Obendrein fügten sie ihrem Netz die klebrigen, strategisch gespannten Bodenbefestigungen hinzu.
Dass die zweite Art von Netz sich besser zum Beutefang eignet, überprüften die Forscher an allen Probanden. Beide Spinnengruppen fingen im zweiten Netz mehr Beute, egal wie hungrig sie waren.
Autorin Dörte Sasse / Quelle Animal Behaviour

Freitag, 30. Mai 2008

Neuen Indianerstamm entdeckt

neu-entdeckte-IndianerDie Welt, so hört man, sei längst erforscht. Alles wäre gefunden, es gäbe nichts mehr zu entdecken. Im brasilianischen Urwald ist ein Indianerstamm entdeckt worden, der noch nie zuvor Kontakt zur Außenwelt hatte. Den Behörden gelangen sensationelle Bilder: Wütende Krieger, bemalt mit roter Farbe, schießen Pfeile auf ein Flugzeug ab.
Es ist einer der letzten bislang unberührten Indianerstämme, die es weltweit noch gibt: Bei einem Flug über ein Naturschutzgebiet nahe der brasilianisch-peruanischen Grenze fotografierte die brasilianische Regierungsorganisation zum Schutz der indigenen Bevölkerung Funai mehrere indianische Krieger, Hütten und bepflanzte Äcker.
Funai-Experte José Carlos Meirelles Junior sagte der Nachrichtenagentur AP, dass seine Organisation in dieser Region seit 20 Jahren vier isolierte Völker begleitet habe. Funai kontaktiere die Stämme nicht, weil man so ihre Autonomie und ihren Lebensraum bewahren wolle. "Wir haben den Flug gemacht, um ihre Häuser zu zeigen, zu zeigen, dass sie da sind, dass es sie gibt", sagte Meirelles. Das sei sehr wichtig, denn es gebe Leute, So Meireilles, die das bezweifelten.
Die jetzt entdeckten Indianer sind bedroht: Illegale Regenwaldabholzung in Peru treibe die Indianerstämme über die Grenze und provoziere Konflikte mit den dort ansässigen 500 Indianern. Weltweit, so schätzt die internationale Nichtregierungsorganisation Survival International, gebe es noch etwa 100 bisher unberührte Stämme - die meisten von ihnen in Brasilien und Peru.
"Diese Bilder sind der Beweis, dass es noch immer unberührte Stämme gibt", sagte Stephen Corry, Direktor von Survival International. "Die Welt muss aufwachen und sicherstellen, dass ihr Gebiet durch internationale Gesetze geschützt wird. Ansonsten werden sie in Kürze aussterben."
Quelle

Dienstag, 15. April 2008

Brunos Bruder, Bär JJ3, abgeschossen

Baer-JJ3_totWildhüter haben in den Schweizer Bergen einen Bruder von Problembär Bruno erschossen. Das Tier mit dem Namen JJ3 sei eine Gefahr für die Menschen geworden, teilten der Kanton Graubünden und das schweizerische Bundesamt für Umwelt mit. JJ3 habe ähnlich schlechte Angewohnheiten wie sein Bruder an den Tag gelegt: Er suchte seine Nahrung bevorzugt in Siedlungen der Menschen und zeigte zu wenig Scheu vor ihnen. Das zwei Jahre alte Männchen wurde gestern im Raum Mittelbünden erlegt.
Mehr über die Familie von JJ1

Dienstag, 1. April 2008

Das Wiener Panda Baby Fu Long

hat sich erstmals in Freie gewagt. Das Bärchen, dessen Name "Glücklicher Drache" bedeutet, sei am Sonntag vorsichtig in das ihm unbekannte Außengehege getapst, berichtete der Tiergarten Schönbrunn. Wie auf einem Spielplatz habe er dann deutlich mutiger einen hohlen Baum genauestens untersucht und sei auf ein Gerüst geklettert. Dort schlief der kleine Abenteurer ermattet ein.fu-long-pandababy
Fu Long kam vor sieben Monaten auf die Welt und stiehlt seitdem den Eisbärenbabys in Schönbrunn die Schau. Bei Pandas gibt es in Gefangenschaft deutlich seltener Nachwuchs als bei Eisbären. Das inzwischen elf Kilogramm schwere Tier ist bisher das einzige auf natürliche Weise gezeugte Pandababy in Europa.
Tagesspiegel

Wer suchet, der...

 

Reden & Widerreden

FDP entschuldigt sich...
Gabi Huber hat sich anscheinend schriftlich bei Alt-Bundesrat...
anaximander - 5. Dez, 15:15
Sauhaufen SVP-Fraktion?
Die SVPler Bruno Zuppiger, Hansjörg Walter und...
anaximander - 5. Dez, 15:01
Buebetrickli der CVP
Sie haben einen Plan, die linken CVPler: Zusammen mit...
anaximander - 5. Dez, 13:42
Mörgeli-Mengele...
Im Streit um die Aussage von Bundespräsident Pascal...
anaximander - 5. Dez, 13:10
Glück ist ansteckend
Glück ist offenbar ein soziales Phänomen....
anaximander - 5. Dez, 12:38
Bremer Affen vor Bundesverfassungsgericht
Der Neurobiologe Andreas Kreiter wurde mit Versuchen...
anaximander - 5. Dez, 12:10
J. K. Rowlings Beedle-Märchen
Wieland Freund hat Joanne K. Rowlings Harry-Potter-Begleitbuch.. .
anaximander - 5. Dez, 12:02
Ach je.
Aber wenn wir schon am Verteilen von Etiketten sind:...
rodino - 5. Dez, 09:37
Die Bundesversammlung
erinnert gefährlich an einen grölenden Verein...
anaximander - 5. Dez, 07:56
Größte Christenverfolgung...
Weltweit werden 250 Millionen Christen verfolgt. Jeder...
anaximander - 5. Dez, 07:56
Das war vor einem Jahr
Das Ende der Konkordanz wurde schon im letzten Jahr...
rodino - 5. Dez, 06:45
Das Ende der Konkordanz
Die Natels der Parlamentarier laufen heiß. Egerszegi...
anaximander - 4. Dez, 23:30
Wo?
Ich trage einen Hut - es regnet
anaximander - 4. Dez, 23:26
Zeit für
eine Revolution? - Eigentlich schon, wenn man bedenkt,...
anaximander - 4. Dez, 23:25
Aber bitte nur mit Kopftuch...
Aber bitte nur mit Kopftuch auftreten.
Gris-Gris - 4. Dez, 23:24
Yep, es
ist entsetzlich, wie Forschungsgelder verschleudert...
anaximander - 4. Dez, 23:23
Und morgen gibt es dann
Buttermarken, Brotmarken, Fleischmarken, Fernsehgutscheine,...
Gilbert-rgbm - 4. Dez, 22:58
Der war auch vorher schon...
Das Buch von Benz/Bermann, Vorurteil und Völkermord,...
Gilbert-rgbm - 4. Dez, 22:50
Ich bin doch
immer auf der Seite der Schwächeren...
anaximander - 4. Dez, 22:28
Jetzt mache ich dir dann...
Jetzt mache ich dir dann gleich ein Kompliment, anaximander....
Gris-Gris - 4. Dez, 20:53

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