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Near East

Mittwoch, 11. November 2009

"Reißt die Mauer nieder"

Diesen Artikel aus Yedioth Ahronot von Eldad Beck stellte uns E.S. zur Verfügung.
    Das internationale Fest zum 20. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer gibt der gut geölten palästinensischen Propagandamaschine gegen den israelischen Sicherheitszaun neuen Auftrieb. Diese Kampagne genießt weltweit Unterstützung.

    Der Sicherheitszaun ist in der simplifizierenden Wahrnehmung vieler Europäer seit langem eine Neuauflage der Berliner Mauer. Dies hat einen recht breiten Konsens dafür geschaffen, im Namen von Prinzipien wie der internationalen Verbrüderung und der menschlichen Freiheit zum Niederreißen der „israelischen Mauer“ aufzurufen und dafür aktiv zu werden.

    In Anbetracht dieses globalen Angriffs müssen wir etwas klar stellen, was eigentlich ganz offensichtlich ist (aber von vielen gern ignoriert wird): Abgesehen gewisser visueller Ähnlichkeiten besteht keinerlei Verbindung zwischen der Berliner Mauer und dem Sicherheitszaun.

    Die Berliner Mauer hat Angehörige derselben Nation getrennt, die – bis zu einem gewissen Ausmaß – danach strebten, sich in einem gemeinsamen politischen Rahmen wiederzuvereinigen. Währenddessen bezeichnet der Sicherheitszaun – bis zu einem gewissen Ausmaß – eine zukünftige Grenze zwischen zwei Nationen, die nicht in einem Staat zusammenleben, sondern vielmehr ihr gemeinsam bewohntes Land in zwei getrennte Staaten teilen wollen.

    Es überrascht, dass ausgerechnet jene, die lange Zeit für das Recht der Palästinenser auf einen eigenen Staat gekämpft haben, nun den Abbau des Sicherheitszauns fordern. Schließlich hat dieser Zaun die Palästinenser der geographischen und politischen Teilung näher gebracht, die eine Basis für eine getrennte politische Einheit darstellen würde.

    Anklagen hinsichtlich des „Apartheidzauns“ offenbaren die wahren Motive der Palästinenser und ihrer Unterstützer, die nicht interessiert an einer Teilung des Landes und einer Koexistenz mit Israel sind; stattdessen sind sie interessiert, das ganze Land zu übernehmen.

    Es gibt eine andere Mauer im Nahen Osten, die zu sehen - geschweige denn zu bekämpfen - die Gegner des Sicherheitszauns sich weigern, obwohl sie die Mauer ist, die den Konflikt zwischen Juden und Arabern perpetuiert: die Mauer der Boykotte und der Isolation, die der Großteil der muslimischen Welt gegen Israel seit seiner Gründung verhängt hat.

    Trotz der Friedensverträge und trotz der weit reichenden Zugeständnisse, die Israel angeboten hat, um auf dem Weg zum Frieden weiter zu kommen, ist die Mauer der Ächtung beinahe unverändert bestehen geblieben. In den vergangenen Jahren ist die Mauer im Anschluss an die leichte Offenheit, die die Oslo-Jahre begleitet hat, sogar noch größer geworden.

    Über die Jahre ist der Abbau dieser Mauer der Feindschaft – auch in den Augen des Westens – zu einer Belohnung geworden, in deren Genuss Israel nur dann kommen könnte, wenn es allen arabischen Forderungen nachgibt. Vielleicht sollte man die Dinge jedoch in einem anderen Licht betrachten: Nur der Einsturz der Mauer der Isolation, die Israel umgibt, würde eine Förderung des Friedensprozess ermöglichen. Nur dieser Schritt würde die Versöhnung zwischen Israelis und Arabern und zwischen Juden, Muslimen und Christen erleichtern.

    So lange diese Mauer existiert, werden beide Seiten nicht in der Lage sein, einander kennen zu lernen, und es wird unmöglich sein, der Voreingenommenheit entgegen zu treten, die die Flammen dieses Konflikts anschürt. Die „Nahostmauer“ ist lange Zeit vor dem Sicherheitszaun errichtet worden, und sie trägt die absolute Verantwortung für die Existenz des Sicherheitszauns.

    Jeder, der behauptet, wirklich den Frieden voranbringen zu wollen, muss dafür eintreten, dass die Mauer der Isolierung Israels als Vorbedingung für jeden ernsthaften Versöhnungsprozess niedergerissen wird – denn diese Mauer ist die wahre Nachfolgerin der Berliner Mauer.

Freitag, 30. Oktober 2009

Korruption hat Hochkonjunktur

Der ägyptische Autor Alaa al-Aswany prangert die allgegenwärtige Korruption in seinem Land an, die zu einem katastrophalen Braindrain führt: "Die Maschinerie des ägyptischen Regimes schließt Menschen mit Kompetenz und Talent gewohnheitsmäßig aus und öffnet Kriechern und Claqueuren Tür und Tor."

Montag, 26. Oktober 2009

Nuklearwaffen für Palästina

In einem Interview fordert Gaddafi Nuklearwaffen für das künftige Palästina. Das bringe endlich Frieden in den Nahen Osten...

Freitag, 25. September 2009

Westen lädt Teheran zur Lüge ein

Andreas Rinke mag der Meinung sein, Teheran lüge deist. Er irrt: Der Westen weiß seit geraumer Zeit, dass Teheran eine weitere Anlage zur Atomanreicherung in Betrieb nehmen wird; er tut nur so, als habe er nichts gewusst. Obama will die netten Mullah-Anhänger nicht verletzen. Und was Obama will, ist Merkel und Sarkozy recht und billig. Schliesslich will man sich die Geschäfte mit dem Iran nicht von Atombombenbauern verprellen lassen. Da ist man schon mal bereit, Israel zu den Geschäftsinteressen zu opfern...

Dienstag, 15. September 2009

Asyl für den irakischen Schuhwerfer

Micheline Calmy-Rey und ihre Genossen werden nicht ruhen, ehe der irakische Schuhwerfer politischen Asyl in der Schweiz erhalten hat. Dhirgham al-Zaidi wirbt bereits lauthals für seinen Bruder Muntadhar al-Zaidi. Letzterer, sagt ersterer, wäre im Knast Torturen ausgesetzt gewesen...

Sonntag, 6. September 2009

Palästinas Wirtschaft blüht und gedeiht

ausgerechnet unter Netanjahus Regierung. Sie verhilft dem Westjordanland zu einem Wirtschaftsboom. Aber das passt den Palästinensern überhaupt nicht in ihre politische Strategie, schreibt Silke Mertins von der NZZ.
[ via wadiblog ]

Samstag, 5. September 2009

Hat Merz Qadhafis Gesicht gestohlen?

Ja, sagt Arnold Hottinger, Merz hat dafür gesorgt, dass Qadhafi sein Gesicht verloren hat. Qadhafi hat sich mit Merz treffen wollen, aber Merz war zu ungeduldig; er mochte weder ein paar Stunden warten noch war er bereit, ein paar Tage zu warten.

Freitag, 28. August 2009

Harsche Vorwürfe an Israel

Der Alleskönner Slavoj Zizek hat sich zum Nahostexperten ernannt - und wird von den Medien scheinbar als solcher akzeptiert. Er erhebt gegen Israel wegen der Siedlungen im Westjordanland den Vorwurf der "ethnischen Säuberung" und kommentiert die Lage im Gaza-Streifen:
    "Die Palästinenser bezeichnen den Gaza-Streifen oft als 'das größte Konzentrationslager der Welt' - ein ziemlich drastischer und problematischer Vergleich, der aber im Laufe des letzten Jahres der Wahrheit gefährlich nahe gekommen ist. So sieht die Realität aus - was die hehren 'Gebete für den Frieden' im Grunde scheinheilig und obszön erscheinen lässt."
Die Palästinenser haben aus dem Gaza-Streifen ein Terroristennest gemacht und lassen sich von allen wohltätigen Organisationen hätscheln - ohne selbst etwas für sich zu tun. Doch das nimmt Zizek nicht einmal am Rande zur Kenntnis.

Mittwoch, 5. August 2009

Irans Regime im Todeskampf?

Die FR übersetzt einen Essay von Martin Amis, publiziert im Guardian, der das iranische Regime der Mullahs bereits im Todeskampf sieht: "In der Zwischenzeit werden die Ereignisse vom Juni und der Tod von Neda Soltan die Last der unerträglichen Erniedrigungen, die das iranische Volk schon erdulden musste, weiter erschweren. Und das alternde Regime wird (so wage ich vorauszusagen) sich von der Niederschlagung von Aufständen auf das Führen eines Krieges verlegen, der ja angeblich ein Volk vereinen kann. Natürlich nicht gegen einen gleich großen oder gar größeren Gegner - das winzige Bahrain, das zu 60 Prozent aus Schiiten besteht, wäre wohl ganz gut geeignet."

Freitag, 24. Juli 2009

Willfähriges Instrument der Palästinenser

Nach dem Willen der Palästinenser soll die Schweiz eine Konferenz der Vertragsstaaten der Genfer Konvention einberufen. Das Thema: Die mutmaßlichen israelischen Kriegsverbrechen - von den Verbrechen der Hamas darf da natürlich nicht die Rede sein. - Und die Schweiz macht, wenn es nach Calmy-Rey mit ohne mit der Wimper zu zucken. Man will es sich schliesslich nicht mit der iranischen Regierung verderben; außerdem hat sich die Schweiz als Gegner Israels profiliert....

Wer suchet, der...

 

Reden & Widerreden

Mensch ärgere dich...
Der Bürgermeister des Berliner Bezirks Neukölln,...
anaximander - 21. Nov, 23:14
Thilo Sarrazin - Ermittlungen...
Diese Meldung dürfte zum Thema der Sonntagszeitungen...
anaximander - 21. Nov, 17:14
Hm, ich bezweifle,
dass diese Gedankengänge auf das Studium zurückzuführen...
anaximander - 21. Nov, 17:10
Re: "Übereinstimmung...
Walthers geistiger Vater und Necla Kelec haben ähnliches...
Schoggo-TV - 21. Nov, 16:59
Berlin will eines Terroristen
Hüter sein. Der Terrorist, der Rekruten für...
Amadeo (Gast) - 21. Nov, 16:47
Wenn zwei dasselbe tun...
Alle Fundamentalisten sind uns ein Gräuel. Den...
anaximander - 21. Nov, 16:44
Ja, das wäre ihm...
gönnen. Interessant aber die Übereinstimmung...
anaximander - 21. Nov, 16:01
Berlin will 9/11-Terrorisen...
Gesandte der Deutschen Bundesregierung sollen sicherstellen,...
anaximander - 21. Nov, 16:00
Re: "Abgekupfert"?
Ne, glaub' ich nicht, aber das zeigt das Problem: Walther...
Schoggo-TV - 21. Nov, 15:54
Yep, ich erinnere mich.
Ob Kelec bei Walther abgeschrieben hat? ;-)
anaximander - 21. Nov, 15:49
Schwarze Liste der Lehrer
Skandal oder gute Nachricht - für Lehrer, für...
anaximander - 21. Nov, 15:46
"Der deutsche Reisepass...
titelte Schoggo-TV bereits am 24. Juli 2007 -> hier...
Schoggo-TV - 21. Nov, 15:01
Stanley Kubricks Utopien...
Tobias Kniebe hat mehr als einen Blick in die ausaufernde...
anaximander - 21. Nov, 12:46
Defloration der Unwegsamkeit
Der dänische Schriftsteller Jens Christian Gröndahl...
anaximander - 21. Nov, 12:43
Ja, das ist,
weil sie so schlecht bezahlt sind und auf keine Art...
anaximander - 21. Nov, 12:34
Schirrmacher "Internet...
Frank Schirrmacher wirbt im Interview nachdrücklich...
anaximander - 21. Nov, 12:33
Diagnose
Hat vielleicht was mit Depression im Leistungssport,...
Schoggo-TV - 21. Nov, 12:30
Necla Kelek zum Holocaust
Necla Kelek hat am 9. November in der Frankfurter Paulskirche...
anaximander - 21. Nov, 10:38
Naja, ich habe da ganz...
Naja, ich habe da ganz andere Dinge erlebt: Ich kenne...
Horst (Gast) - 21. Nov, 08:36
Betrug in der Challenge...
Eine europaweit tätige Bande soll Fußball-Schiedsrichter...
anaximander - 21. Nov, 02:13

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