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Nobelpreis

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Es krachte in der Friedensnobelpreis-Jury

Zwar fiel die Entscheidung des Friedensnobelpreiskomitees einstimmig – aber offenbar gab es in der Jury heftigen Krach um das Barack Obama.
    Die Osloer Zeitung „Verdens Gang“ berichtete am Donnerstag unter Berufung auf Kreise um die Jury, dass drei der fünf Mitglieder lange Zeit gegen die Vergabe in der vergangenen Woche gewesen seien. Die Auszeichnung Barack Obamas hatte in aller Welt sowohl Zustimmung als auch Kritik ausgelöst.
[weiter]

Montag, 12. Oktober 2009

Wirtschaftsnobelpreis für Elinor Ostrom und Oliver Williamson

Ostrom habe gezeigt, wie Gemeinschaftseigentum erfolgreich von Nutzerorganisationen verwaltet werden könne, hieß es zur Begründung. Williamson wurde für seinen Ansatz gewürdigt, die Funktionsweisen von Märkten und hierarchischen Firmenstrukturen auf ihre Fähigkeiten zur Konfliktlösung hin zu untersuchen.
Ostrom, die in ihrer Arbeit die Wechselwirkung von Menschen und natürlichen Ressourcen erforscht, zeigte sich in einem Telefonat mit dem Nobelpreiskomitee überrascht. Die Auszeichnung sei eine große Ehre, sagte die Wissenschaftlerin.
Der Wirtschaftsnobelpreis wird seit 1969 vergeben, also in diesem Jahr zum 41. Mal. Nach 62 männlichen Preisträgern, unter ihnen in der Mehrheit Amerikaner, ging die Würdigung erstmals an eine Frau.
ap und NZZ

Freitag, 9. Oktober 2009

Hohn und Spott für den Preisträger

Der Friedensnobelpreis hat mit Frieden nichts zu tun. Das wissen wir nicht erst seit heute, doch für das Wall Street Journal ist es offenbar neu.
    „Barack Obama gewinnt den Nobelpreis: Wofür?“ Das sei „grotesk“, hieß es. „Nun kann ein politischer Führer einen Friedenspreis gewinnen, weil er sagt, er wolle irgendwann in der Zukunft Frieden bringen.“ Zugleich weist das Blatt darauf hin, dass Obama derzeit über eine Aufstockung der Truppen im Afghanistankrieg zu entscheiden hat."
Kommentar zum Preisträger.
Klaus-Dieter Frankenberger fragt "Barack Obama: ein Präsident für die ganze Welt?
Wurde das Nobelpreiskomitee zum Opfer des Messias-Wahns?
Obama hat den Du-bist-nicht-Bush-Preis gekriegt

Friedensnobelpreis für Kriegsherr

Er hat schon viel gesagt; er hält ununterbrochen wichtige Reden und führt in Afghanistan einen zermürbenden Krieg: Barack Obama. Getan hat er noch nichts, aber viel versprochen. Und das hat das Friedensnobelpreiskomitee überzeugt: Obama wird mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Herta Müller in den Feuilletons

Alles wissenswerte über die Folgen der Nobelpreisverleihung an Herta Müller findet sich hier. Auch die Reaktionen aus den USA.
Andrea Köhler ist begeistert von der Entscheidung der Schwedischen Akademie in Stockholm und beschreibt Herta Müllers Literatur als Kampf gegen die Sprache der Diktatur unter Ceaucescu:
    "Wo das Ganze die gegen jeden Einzelnen rabiat durchgesetzte Wirklichkeit ist, beginnt man in Einzelheiten zu leben. Und vielleicht kommt nur so, aus einem durch tausend Tode durchschrittenen Abstand zur verordneten Realität, eine Dichtung zustande, in der die Worte wieder wie Dinge sind, Dinge, die es in der Realität nicht gibt."
Ernest Wichner, Leiter des Literaturhauses Berlin, würdigt Herta Müller aus sehr persönlicher Sicht. Er verfolgte mit, wie Müller ihr Projekt "Atemschaukel" zunächst mit Oskar Pastior begann, bevor sie es allein verwirklichen musste.
Jörg Magenau beschreibt Müller jenseits ihres Rufs als "Chronistin des Alltagslebens in der Diktatur" als eine Schriftstellerin, "die so kompromisslos wie keine andere die Existenzbedingungen im Zeitalter der Großideologien zur Sprache bringt - zu einer Sprache, in der all der Schrecken, den sie erlebte und den sie nicht loswerden kann, in poetischen Bildern aufgehoben ist".
Und Dirk Knipphals muss seinen Senf auch dazu geben.
Wolfram Schütte schreibt im Titel-Magazin: "Der berühmte Satz Faulkners in seiner Nobelpreisrede: 'Die Vergangenheit ist nicht tot; sie ist noch nicht einmal vergangen' könnte auch über Herta Müllers poetischer Aufarbeitung ihrer Lebenszeit in Rumänien als deren Motto stehen."
Als Entscheidung, die manchen Missgriff der letzten Jahre wiedergutmacht, beschreibt Tilman Spreckelsen die Verleihung des Literaturnobelpreises an Herta Müller.
Felicitas von Lovenberg sieht das Werk Müllers auch als Vorbild für weite Teile der deutschen Literatur: "Es funkelt dunkel und scharfkantig in eine Szenerie hinein, die ziemlich schicksalslos-locker ihre - im Vergleich zu ihr - doch kleineren Krisen- und Beziehungskreise abschreitet."
Nur Thomas Steinfeld meckert; er hält die Nobelpreisträgerin Herta Müller zwar für eine gute Schriftstellerin, aber nicht für eine wirklich große.
    "Es muss jetzt wohl sein, dass sich Leser und literarische Kritik bis auf weiteres von einer lieben Vorstellung trennen: dass der Nobelpreis für Literatur eine Belohnung für die besten Dichter und die besten Werke sei." Das grundsätzliche Problem, das er mit der Autorin hat, liegt in ihrer Beschränkung auf einen Ort (Banat), eine Zeit (die Diktatur), ein Thema (das Schreckliche): "Denn so, wie es eine Suche nach Schutz vor dem Schrecklichen gibt, so gibt es auch eine Suche nach Schutz im Schrecklichen. Daher kommt das Unerbittliche bei Herta Müller. Daher kommt auch das Eingeschränkte, fast Monomanische ihrer Literatur, das sie nicht zu einer wirklich großen Dichterin werden lässt."

Dienstag, 9. Dezember 2008

Hedgefonds der Nobelpreis-Stiftung

Hubert Spiegel spöttelt über die Nobelpreis-Stiftung, die eine Menge in Hedgefonds angelegtes Geld verloren haben dürfte."Mit dem fadenscheinigen Bankerargument, die Welt habe sich nun einmal geändert, wurde des Stifters Letzter Wille nach und nach ausgehöhlt. Zuletzt hat die Stiftung sich im Jahr 2004 selbst ermächtigt, auch in Hedgefonds und andere Groschengräber zu investieren. Die Verluste dürften erheblich sein. Jetzt wird in Schweden gerätselt, wie viel Geld die Preisträger des Jahres 2009 wohl erhalten werden - wenn es denn überhaupt zur Preisverleihung kommt."

Dienstag, 14. Oktober 2008

Paul Krugman - ein Porträt

Frank Schirrmacher porträtiert Wirtschafts-Nobelpreisträger, New-York-Times-Kolumnist und -Blogger Paul Krugman: "Die einzigartige ökonomische Verfallsgeschichte der amerikanischen Mittelschichten ist gewiss härter als die vergleichbaren sozialen Einbußen hierzulande. Krugman lässt auch keinen Zweifel daran, dass das Ausmaß der Ungleichheit in Amerika weitaus größer ist als in Deutschland. Aber wir holen auf, Richtung Abgrund."
Für Jürgen Kaube ist die Verleihung des Nobelpreises für Wirtschaft an Krugman ein Ereignis - für die Sozialwissenschaften."Paul Krugman ist, um Missverständnissen vorzubeugen, alles andere als ein Antiliberaler, alles andere als ein Sozialist. Er ist auch keiner jener Ökonomen, die wie in Deutschland Rudolf Hickel oder Heiner Flassbeck in Plaudersendungen zur Kundgabe von Minderheitsmeinungen eingeladen werden, von denen offen bleibt, auf welcher von Art von Forschung sie beruhen könnten. Krugman ist vielmehr ein Beispiel dafür, dass man als Wissenschaftler niemandem Unterscheidungen aufdrängen sollte, die nur eine Talkshowrunde lang funktionieren. Was ist beispielsweise nicht alles an die liebgewordene Unterscheidung von Staat und Markt geknüpft worden, aus der bis zum heutigen Tag die begriffliche Missgeburt der „Konkurrenz der Nationen“ sich herleitet."
Der Wirtschaftsnobelpreisträger schreibt in seinem Blog nur "A funny thing happened to me this morning."

Montag, 13. Oktober 2008

Wirtschaftsnobelpreis für Krugman

Die königlich-schwedische Akademie der Wissenschaften zeichnet den US-Ökonomen für seine Analyse auf dem Feld der Wirtschaftsgeographie aus. Krugman werde für insbesondere für Forschungen über Folgen der weltweiten Verstädterung geehrt, hieß es.
Die deutschen Medien sind davon überzeugt, dass das Nobelpreiskomitee Krugman für seine Bush-Kritik ausgezeichnet hat. Ins gleiche Horn stößt der Tages-Anzeiger.

Samstag, 11. Oktober 2008

Positive Stimmen zu J.-M. G. Le Clézio

Nobilierung hat Marc Zitzmann in Frankreich gesammelt.

Freitag, 10. Oktober 2008

Ein würdiger Friedensnobelpreisträger

Finnlands Ex-Präsident Martti Ahtisaari erhält den Friedensnobelpreis. Der 71-Jährige werde für seine "bedeutenden Bemühungen" geehrt, "sich auf mehreren Kontinenten und mehr als drei Jahrzehnte lang für die Beilegung internationaler Konflikte" einzusetzen, erklärte der Vorsitzende des Nobel-Komitees, Ole Danbolt Mjoes, am Freitag in Oslo.
Als Ahtisaaris wichtigste Leistung gilt die Beendigung des Bürgerkriegs in der indonesischen Unruheprovinz Aceh 2005 zwischen der Regierung und der Separatistenbewegung "Freies Aceh". Ahtisaari gilt weltweit als einer der erfahrensten Diplomaten mit zahlreichen Vermittlereinsätzen auf der Weltbühne.
F.A.Z. / radio drs1 news

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anaximander - 6. Nov, 16:06
Gedruckt schon,
aber nicht freigeschaltet - wenigstens nicht, als ich...
anaximander - 5. Nov, 23:23
Artikel ist abgedruckt
Also in der AargauerZeitung (Mittelland-Zeitung) wurd...
Dani (Gast) - 5. Nov, 22:27
Das allerdings
frage ich mich schon lange. Diese riesige Bürokratie...
anaximander - 5. Nov, 21:41
Es war ja nur zu wünschen,...
Es war ja nur zu wünschen, dass diese ständigen...
abusum - 5. Nov, 20:18

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