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Nobelpreis

Dienstag, 14. Oktober 2008

Paul Krugman - ein Porträt

Frank Schirrmacher porträtiert Wirtschafts-Nobelpreisträger, New-York-Times-Kolumnist und -Blogger Paul Krugman: "Die einzigartige ökonomische Verfallsgeschichte der amerikanischen Mittelschichten ist gewiss härter als die vergleichbaren sozialen Einbußen hierzulande. Krugman lässt auch keinen Zweifel daran, dass das Ausmaß der Ungleichheit in Amerika weitaus größer ist als in Deutschland. Aber wir holen auf, Richtung Abgrund."
Für Jürgen Kaube ist die Verleihung des Nobelpreises für Wirtschaft an Krugman ein Ereignis - für die Sozialwissenschaften."Paul Krugman ist, um Missverständnissen vorzubeugen, alles andere als ein Antiliberaler, alles andere als ein Sozialist. Er ist auch keiner jener Ökonomen, die wie in Deutschland Rudolf Hickel oder Heiner Flassbeck in Plaudersendungen zur Kundgabe von Minderheitsmeinungen eingeladen werden, von denen offen bleibt, auf welcher von Art von Forschung sie beruhen könnten. Krugman ist vielmehr ein Beispiel dafür, dass man als Wissenschaftler niemandem Unterscheidungen aufdrängen sollte, die nur eine Talkshowrunde lang funktionieren. Was ist beispielsweise nicht alles an die liebgewordene Unterscheidung von Staat und Markt geknüpft worden, aus der bis zum heutigen Tag die begriffliche Missgeburt der „Konkurrenz der Nationen“ sich herleitet."
Der Wirtschaftsnobelpreisträger schreibt in seinem Blog nur "A funny thing happened to me this morning."

Montag, 13. Oktober 2008

Wirtschaftsnobelpreis für Krugman

Die königlich-schwedische Akademie der Wissenschaften zeichnet den US-Ökonomen für seine Analyse auf dem Feld der Wirtschaftsgeographie aus. Krugman werde für insbesondere für Forschungen über Folgen der weltweiten Verstädterung geehrt, hieß es.
Die deutschen Medien sind davon überzeugt, dass das Nobelpreiskomitee Krugman für seine Bush-Kritik ausgezeichnet hat. Ins gleiche Horn stößt der Tages-Anzeiger.

Samstag, 11. Oktober 2008

Positive Stimmen zu J.-M. G. Le Clézio

Nobilierung hat Marc Zitzmann in Frankreich gesammelt.

Freitag, 10. Oktober 2008

Ein würdiger Friedensnobelpreisträger

Finnlands Ex-Präsident Martti Ahtisaari erhält den Friedensnobelpreis. Der 71-Jährige werde für seine "bedeutenden Bemühungen" geehrt, "sich auf mehreren Kontinenten und mehr als drei Jahrzehnte lang für die Beilegung internationaler Konflikte" einzusetzen, erklärte der Vorsitzende des Nobel-Komitees, Ole Danbolt Mjoes, am Freitag in Oslo.
Als Ahtisaaris wichtigste Leistung gilt die Beendigung des Bürgerkriegs in der indonesischen Unruheprovinz Aceh 2005 zwischen der Regierung und der Separatistenbewegung "Freies Aceh". Ahtisaari gilt weltweit als einer der erfahrensten Diplomaten mit zahlreichen Vermittlereinsätzen auf der Weltbühne.
F.A.Z. / radio drs1 news

Le Clézio in den Feuilletons

Einem "Musterschweden" wäre der diesjährige Literaturnobelpreis zugesprochen worden, schreibt Norbert Mayer, der Le Clézios Geschichten in den Topf der Kapitalismuskritik stopft."Konsequent wurde von Engdahl und den weiteren schwedischen Juroren am Donnerstag ein weit gereister Franzose mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet, ein fleißiger Schreiber, der dadurch auffällt, dass er außerhalb von Paris gar nicht auffällt, obwohl er seit 35 Jahren nette und bemühte Literatur produziert, die harte Kritik am kapitalistischen Westen übt, exotische Zivilisationen hingegen als naiv und glücklich darstellt."
Dorothea Hahn ist der Meinung, dass die Nobelisierung des Werks Le Clézios die Ansichten der Franzosen, die in einen Freudentaumel verfallen wären, widerspiegle.
Für Ina Hartwig ist die Verleihung des Literaturnobelpreises an Jean-Marie Gustave Le Clézio eine Überraschung, die ins Schema passt.
Tilman Krause verbindet das Werk Le Clécios mit "edler Langeweile". Dafür zeichnet Manfred Flügge ein freundlicheres Bild des Peisträgers. Und Elmar Krekeler geht hart ins Gericht mit dem Nobelpreiskomitee"Schaffen wir ihn doch einfach ab, den Literaturnobelpreis. Wir ärgern uns ja doch bloß jedes Jahr wieder. Auch die nächste Entscheidung wird wieder politisch so mutlos sein wie diese - die Weltwirtschaft bricht zusammen, und die Schweden ehren einen Schriftsteller, der prima über unbewohnte Landschaften schreiben kann, Afrika rückt immer mehr in den Fokus, und die Schweden ehren statt echter Literatur Afrikas bloß deren fadenscheinige Spiegelung. Die Ästhetik, der die Ehrung mittelbar ja auch gilt, wird aller Empirie nach mindestens so veraltet sein wie die Le Clézios."

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Friedensnobelpreis für Mahmoud Ahmadinejad?

Jürg Altwegg sieht in der Verleihung des Literaturnobelpreises an Le Clézio eine Politisierung des Nobelpreises für Literatur. Mit Le Clézio wurde eine Nation für die Pflege des Antiamerikanismus ausgezeichnet.
Auch Josef Hanimann sieht in der Verleihung des Nobelpreises für Literatur an Le Clézio einen Schlag gegen Amerika. Im Werk Le Clézios mische sich Zivilisationskritik mit den Traumresten des untergegangenen französischen Kolonialreiches - und dafür erhalte ein Jean-Marie Gustave Le Clézio den Nobelpreis für Literatur.
Wenn dem so sein sollte, werden wir morgen nicht überrascht reagieren, wenn der Friedensnobelpreis Mahmoud Ahmadinejad verliehen wird. Damit könnte man die Amerikaner mitten ins Herz treffen...

Nobelpreis für Literatur für Jean-Marie Le Clézio

einen Franzosen, der seine Wurzeln auf Mauritius hat, nämlich an Jean-Marie Gustave Le Clézio. Le Clézio ist berühmt für seine "sinnliche Ekstase" und seine fantastisch üppige Sprache. Horace Engdahl wird zufrieden sein. Die Literatur der Amerikaner ist ihm ja viel zu isoliert und insular. Ob die Literatur Jean-Marie Gustave Le Clézios weltoffener und vielseitiger ist, muss hierzulande wohl noch geklärt werden, in deutschsprachigen Buchhandlungen wurden seine Texte bislang jedenfalls selten gesichtet.

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Reich-Ranicki 'bestimmt' den Preisträger

In einem Video erklärt Marcel Reich-Ranicki, welche Bedeutung der Literaturnobelpreis für Romanautoren hat - und verrät, wer ihn eher bekommen soll: Updike oder Roth.

Nobelpreis für Chemie 2008

Zwei US-Forscher und ein Japaner teilen sich den Nobelpreis für Chemie. Osamu Shimomura, Martin Chalfie und Roger Tsien haben ein grün fluoreszierendes Eiweiß in einer Qualle entdeckt - und damit die Zellforschung entscheidend beeinflusst.

Wer erhält den Nobelpreis für Literatur?

Diese Redakteure wissen bestimmt, wer ihn bekommt, den Nobelpreis für Literatur im Jahr 2008. Die Literaturnobelpreisträger der letzten Jahre waren umstritten, darum rollt jetzt eine Welle von Vorschlägen auf Verleiher zu. Darunter sind Musiker, ein Comicautor und der Erfinder einer Fernsehserie. Jeder einzelne hätte den Preis verdient. Mein Kronfavorit heißt Christoph Ransmayr; er wird ihn nicht bekommen, das ist gewiss. Aber er hätte ihn wie kaum ein anderer verdient.

Wer suchet, der...

 

Reden & Widerreden

Johanniskraut gegen Demenz
Italienische Wissenschaftler haben ein natürliches...
anaximander - 5. Dez, 16:55
FDP entschuldigt sich...
Gabi Huber hat sich anscheinend schriftlich bei Alt-Bundesrat...
anaximander - 5. Dez, 15:15
Sauhaufen SVP-Fraktion?
Die SVPler Bruno Zuppiger, Hansjörg Walter und...
anaximander - 5. Dez, 15:01
Buebetrickli der CVP
Sie haben einen Plan, die linken CVPler: Zusammen mit...
anaximander - 5. Dez, 13:42
Mörgeli-Mengele...
Im Streit um die Aussage von Bundespräsident Pascal...
anaximander - 5. Dez, 13:10
Glück ist ansteckend
Glück ist offenbar ein soziales Phänomen....
anaximander - 5. Dez, 12:38
Bremer Affen vor Bundesverfassungsgericht
Der Neurobiologe Andreas Kreiter wurde mit Versuchen...
anaximander - 5. Dez, 12:10
J. K. Rowlings Beedle-Märchen
Wieland Freund hat Joanne K. Rowlings Harry-Potter-Begleitbuch.. .
anaximander - 5. Dez, 12:02
Ach je.
Aber wenn wir schon am Verteilen von Etiketten sind:...
rodino - 5. Dez, 09:37
Die Bundesversammlung
erinnert gefährlich an einen grölenden Verein...
anaximander - 5. Dez, 07:56
Größte Christenverfolgung...
Weltweit werden 250 Millionen Christen verfolgt. Jeder...
anaximander - 5. Dez, 07:56
Das war vor einem Jahr
Das Ende der Konkordanz wurde schon im letzten Jahr...
rodino - 5. Dez, 06:45
Das Ende der Konkordanz
Die Natels der Parlamentarier laufen heiß. Egerszegi...
anaximander - 4. Dez, 23:30
Wo?
Ich trage einen Hut - es regnet
anaximander - 4. Dez, 23:26
Zeit für
eine Revolution? - Eigentlich schon, wenn man bedenkt,...
anaximander - 4. Dez, 23:25
Aber bitte nur mit Kopftuch...
Aber bitte nur mit Kopftuch auftreten.
Gris-Gris - 4. Dez, 23:24
Yep, es
ist entsetzlich, wie Forschungsgelder verschleudert...
anaximander - 4. Dez, 23:23
Und morgen gibt es dann
Buttermarken, Brotmarken, Fleischmarken, Fernsehgutscheine,...
Gilbert-rgbm - 4. Dez, 22:58
Der war auch vorher schon...
Das Buch von Benz/Bermann, Vorurteil und Völkermord,...
Gilbert-rgbm - 4. Dez, 22:50
Ich bin doch
immer auf der Seite der Schwächeren...
anaximander - 4. Dez, 22:28

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