
Nature berichtet in seiner Online-Ausgabe, der Creation-Museumsgründer Ken Ham habe ein "Wissenschaftsmagazin" unter dem Titel
"Answers Research Journal" (ARJ) herausgebracht, um die Weltöffentlichkeit zu unterrichten, wie Wissenschaft und Gott miteinander in Verbindung stehen.
Ähnlich wie die renommierten Wissenschaftsmagazine will Ham auch hier Veröffentlichungen einem Peer-Review unterziehen. Anders als bei den meisten Journalen wird der Online-Zugang zu allen ARJ-Artikeln kostenlos sein. Ham geriet im Vorjahr für die Gründung seines 27 Mio. Dollar teuren
Creation-Museums in Kentucky in die Schlagzeilen der Weltöffentlichkeit. Nach einer Meinungsumfrage glaubt mehr als die Hälfte der US-Amerikaner, dass "Gott den Menschen in seiner heutigen Gestalt irgendwann in den vergangenen 10.000 Jahren erschaffen hat." Die Vertreter dieser Lehre verlangen immer häufiger eine Änderung der Biologiebücher nach ihrem Glauben. US-Gerichte haben allerdings entschieden, dass im Sinne der Trennung zwischen Kirche und Staat diese zu unterbleiben habe. Kreationismus sei eine
religiöse Überzeugung und diese dürfe in der Schule nicht gelehrt werden.
Was viele Wissenschaftler an der neuen Online-Plattform bitter aufstößt ist der Ansatzpunkt, die von Charles Darwin begründete Evolutionslehre mit und in jedem Artikel ad absurdum zu führen. "Wenn man mich fragen sollte, was ich davon halte, würde ich mit dem schönen deutschen Wort 'Stuss' antworten", meint
Ernst Peter Fischer, Professor für Wissenschaftsgeschichte und Diplomphysiker von der Universität Konstanz.
ptat