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Pharma-Industrie

Montag, 28. Januar 2013

Contergan Geschädigte brauchen mehr Hilfe

"Ein Forschungsbericht offenbart, dass die Contergan-Geschädigten nun, im höheren Alter, deutlich mehr Hilfe benötigen. Nach unzureichenden Entschädigungen muss der Gesetzgeber dringend helfen," fordert Matthias Kamann zu Recht.

Samstag, 26. Januar 2013

Tamiflu oder doch lieber Oscillococcinum

Steht es auch in Ihrem Apothekerkästchen, das Tamiflu von Roche, das Ihnen helfen soll zu vermeiden, dass sie von Grippeviren H1N1 oder H1N5 oder noch schlimmer: A/H1N5 befallen werden? Es nützt nichts, sagen die Konkurrenten von Roche, die Sueddeutsche und der Tagi; es bestehen Zweifel an der Wirksamkeit von Tamiflu schreiben Wissenschaftler; es wirkt und soll jetzt auch an Säuglingen angewandt werden, sagt die FDA.
Wer aber Oscillococinum kennt und schon verwendet hat, weiss, dass dieses tatsächlich wirkt und zwar ohne Nebenwirkungen zu erzeugen.

Montag, 3. Dezember 2012

DDR verkaufte Bürger an Pharmaindustrie

Nicola Kuhrt berichtet darüber, wie die klamme DDR ihre Bürger als Versuchskaninchen für Medikamententests westlicher Pharmafirmen verkauft hat.
    Begünstigt wurden die geheimen Pillen-Tests in der DDR durch zwei Entwicklungen: Insbesondere in den 1980er Jahren entwickelte sich der sozialistische Staat zur Mangelwirtschaft. Es fehlte nicht nur an Südfrüchten und Autoersatzteilen: Auch Ärzte konnten ihren Patienten nicht immer alle benötigten Medikamente verordnen. "Es gab durchaus auch Apotheken, die 20 Prozent der Präparate nicht mehr liefern konnten, zu bestimmten Zeiten", berichtet Pharmazie-Historiker Christoph Friedrich von der Uni Marburg. "Und das setzte sich natürlich auch in den Kliniken fort."
    [...]
    Ein einziger ehemaliger DDR-Arzt war zu Aussagen über seine Auftragstestungen an den befragten Patienten bereit. Die meisten DDR-Mediziner würden ihr Gesundheitswesen gern als von politischen und wirtschaftlichen Zwängen freien Raum in Erinnerung behalten, vermutet Journalist Opitz. Dass dies keineswegs so war, zeigt seine Dokumentation.
Ob Griechenland in Sachen Medikamententests zur Nachfolge der DDR geworden sein wird, werden wir wohl erst in vierzig oder fünfzig Jahren erfahren.

Sonntag, 24. Juni 2012

Ärzte dürfen sich von Pharma bestechen lassen

Um sich nicht mehr um die Bestechlichkeit von Ärzten herumschlagen zu müssen, hat der deutsche Bundesgerichtshof entschieden, dass sich Ärzte von Pharmafirmen, deren Medikamente sie häufig verschreiben, beschenken lassen dürfen.
Woran Sie merken, wer ihren Arzt bestochen hat, erfahren Sie hier.

Dienstag, 29. Mai 2012

Imidacloprid zerstört Bienenvölker

Wird das verbreitet eingesetzte Pestizid Imidacloprid von Bienen aufgenommen, stört es deren Lern- und Gedächtnisleistung. Wie das funktioniert, haben amerikanische Biologen jetzt genauer untersucht. Imidacloprid wirkt wie ein Nervengift und macht die Bienen wählerischer: Sie sammelten nur noch Nektar mit hohem Zuckergehalt. Außerdem informierten die geschädigten Bienen per Schwänzeltanz deutlich weniger Mitbewohner des Stockes über die Lage einer Nahrungsquelle, schreiben die Forscher im „Journal of Experimental Biology“. Beide Verhaltensänderungen verschlechtern die Versorgung eines Bienenvolks mit Nektar und erhöhen die Anfälligkeit für Krankheiten.
„Der Kontakt mit Pestizidmengen, die früher als ungefährlich galten, könnte die Gesundheit von Honigbienenkolonien negativ beeinflussen“, sagt James Nieh von der University of California in San Diego. Imidacloprid soll Nutzpflanzen vor Schadinsekten schützen, indem es deren Nervensystem angreift. Die Substanz lagert sich an dieselben Kontaktstellen von Nervenzellen, die normalerweise durch den Botenstoff Acetylcholin aktiviert werden. Zusammen mit Daren Eiri testete Nieh in Laborversuchen zunächst die Reaktion von Bienen auf Lösungen mit unterschiedlichem Zuckergehalt. Dazu tauchten sie die Fühler der Insekten in die Testlösungen ein und beobachteten, ob daraufhin die Mundwerkzeuge zur Nahrungsaufnahme vorgestreckt wurden. Bienen, denen eine Stunde zuvor eine geringe Menge des Pestizids verabreicht worden war, reagierten erst bei viel höheren Zuckerkonzentrationen als andere. Dieser Effekt hielt nach einmaligem Pestizidkontakt nur einige Stunden an. Wenn Bienen schwach zuckerhaltige Säfte nicht mehr zur Ernährung nutzen würden, entginge ihnen ein großer Teil möglicher Nahrungsquellen.

In einer zweiten Versuchsreihe registrierten die Forscher das Verhalten von Sammlerinnen, die nach Aufnahme von Zuckerlösung in ihren Stock zurückkehrten. Am Tag zuvor mit Imidacloprid behandelte Bienen vollführten den Schwänzeltanz, der anderen den Weg zu einer neuen Nahrungsquelle weist, vier- bis zehnmal seltener als unbehandelte Bienen. Wenn solche wichtigen Informationen aber nicht mehr weitergegeben werden, schwächt das die Versorgung des Bienenvolkes mit Nahrung. Die Forscher vermuten, dass der nachgewiesene Kurz- und Langzeiteffekt des Insektizids auf unterschiedlichen Mechanismen beruht. Noch ist nicht geklärt, welche Rolle der Einsatz derartiger Pestizide bei dem seit einigen Jahren beobachteten Massensterben von Bienenvölkern spielt.
Quelle

Montag, 14. Mai 2012

500 Tote dank Diabetes-Mittel Mediator

18 Monate nach dem Skandal um das Diabetes-Mittel Mediator, das von 1976 bis 2009 verschrieben und verkauft worden ist, steht der 90-jährige Chef des Pharmaunternehmens "Servier" vor Gericht. Das Medikament hat über 500 Todesfälle verursacht.
350 Betroffene fordern Schadensersatz von Servier. Sie werfen dem Unternehmen vor, dass die Gefahren durch das Medikament schon seit Jahren bekannt gewesen seien. Das Medikament hat den Wirkstoff Benfluorex enthalten.
    Benfluorex war ursprünglich als Lipidsenker zur Behandlung der Hypertriglyceridämie und zur Gewichtsreduktion beim Diabetes mellitus von Typ II in Frankreich und in weiteren Ländern zugelassen worden. Außerhalb der Indikation wurde Benfluorex häufig als Appetitzügler bei Nicht-Typ-II-Diabetikern eingesetzt. Spätestens mit der Beurteilung der Europäischen Arzneimittelagentur besteht für die Anwendung von Benfluorex keine medizinische Indikation mehr.
Aber eben, das kam viel zu spät. Die 500 bekannten Todesfälle dürften nur die Spitze eines Eisberges sein...

Montag, 13. Februar 2012

Gefundenes Fressen für die Pharma-Industrie

Der herrschende Schlankheitswahn macht auch vor Kindern von Zuckerkranken Müttern nicht Halt. In den USA haben Wissenschaftler festgestellt, dass Fettleibigkeit bei schwangeren Frauen sich langfristig negativ auf die Gesundheit des Kindes auswirken kann. Wenn man aber - und das ist der Clou - diese Kinder vorbeugend mit einem Diabetesmittel behandelt, könnte man den Nachwuchs davor bewahren, später ebenfalls an Fettleibigkeit zu leiden. Ein Versuch mit Mäusen hat gezeigt, dass das gewünschte Resultat eintrifft. Die Wissenschaftler behandelten normal ernährte Tiere, deren Mütter längere Zeit fettreich ernährt worden waren, kurzzeitig mit dem Medikament Pioglitazon. Das verringerte ihre Gewichtszunahme und normalisierte den Zucker- und Fettstofffwechsel, berichteten die Forscher auf der Jahrestagung der Society for Maternal-Fetal Medicine in Dallas.
    „Fettleibigkeit von Kindern beruht zum großen Teil auf einer krankhaften Programmierung während der Schwangerschaft“, sagte Egle Bytautiene von der University of Texas in Galveston. Wie den Betroffenen trotz einer solchen Vorbelastung geholfen werden kann, untersuchte ihr Forscherteam bei Mäusen. Dazu erhielten weibliche Tiere drei Monate vor und auch während der Schwangerschaft eine fettreiche Kost. Der Nachwuchs wurde mit einer Standardnahrung gefüttert. Im Alter von zehn Wochen behandelten die Forscher einen Teil der Tiere zwei Wochen lang einmal täglich mit dem Medikament Pioglitazon. Die anderen erhielten ein Placebo. Pioglitazon wird Patienten mit Diabetes vom Typ 2 verabreicht. Es bewirkt, dass die Zellen von Leber, Muskeln und Fettgewebe wieder stärker auf Insulin reagieren, wodurch der erhöhte Blutzuckerspiegel sinkt.
    Bei den mit dem Medikament behandelten Mäusen erhöhte sich das Körpergewicht im Vergleich zu den Kontrolltieren weniger stark. Es bildete sich auch weniger Bauchfett und der Blutzuckerspiegel blieb niedriger. Die Blutfettwerte sanken um 24 Prozent, während sie bei den Placebo-Mäusen um 15 Prozent stiegen. Dieses Ergebnis zeige, so Bytautiene, dass der kurzzeitige Einsatz eines Diabetes-Medikaments nach der Geburt die langfristigen gesundheitlichen Folgen mütterlicher Fettleibigkeit für die Kinder verhindern könnte.
Hauptsache schlank; die Nebenwirkungen von Pioglitazon sind wurst.
Quelle

Donnerstag, 26. Januar 2012

Vor neuen Antibiotika wird gewarnt

Toll, was die Pharma-Industrie da aus dem Hut zaubert: Antibiotika gewonnen aus chemisch hergestellten antimikrobiellen Peptiden - wer sie einsetzt, begünstigt das Infektionsrisiko durch resistente Bakterien.
    Im Rahmen der angeborenen Immunabwehr setzen Immunzellen kleine Eiweißmoleküle frei, die Mikroben abtöten. Solche sogenannten antimikrobiellen Peptide könnten auch chemisch hergestellt und als neuartige Antibiotika gegen Infektionen eingesetzt werden. Doch vor den möglichen Folgen dieser Strategie warnen jetzt britische Biologen. Sie konnten zeigen, dass Staphylokokken gegen einen derartigen Wirkstoff schnell resistent werden können. Einige Stämme der mutierten Mikroben waren dann auch resistent gegen ein vom menschlichen Immunsystem produziertes Peptid. Der therapeutische Einsatz solcher Hemmstoffe wäre daher mit großen Risiken verbunden, schreiben die Forscher im Fachblatt „Biology Letters”.
    „Aus unseren Resultaten ergeben sich schwerwiegende Bedenken wegen des langfristigen Risikos, das mit der Entwicklung und dem Einsatz von antimikrobiellen Peptiden verbunden ist“, erklären Michelle Habets und Michael Brockhurst von der University of Liverpool. Die Forscher simulierten die Entwicklung resistenter Bakterien im Labor. Dazu versetzten sie Flüssigkulturen von Staphylococcus aureus allmählich mit steigenden Mengen an Pexiganan, einem chemisch hergestellten antimikrobiellen Peptid. Schon nach kurzer Zeit vermehrten sich mutierte Bakterien, die gegen hohe Peptidkonzentrationen resistent waren.
    Einige dieser so erhaltenen Stämme wurden nun auch nicht mehr durch das von menschlichen Immunzellen gebildete Peptid Defensin-1 abgetötet. Diese Kreuzreaktion war umso erstaunlicher, als sich Pexiganan und das Defensin in ihren chemischen Strukturen und Wirkmechanismen unterscheiden. Würde ein Mittel wie Pexiganan in Krankenhäusern eingesetzt, könnten mit der Zeit resistente Bakterien entstehen, die auch von natürlichen antimikrobiellen Peptiden des angeborenen Immunsystems nicht mehr abgetötet werden. Kurzfristig wären die neuartigen Therapien mit synthetischen Peptiden vielleicht wirksam, so die Forscher. Langfristig aber könne diese Praxis katastrophale Konsequenzen haben, indem sie unsere normale Fähigkeit zur Abwehr von Infektionen schwächt.
    Pexiganan wurde nach dem Vorbild zweier Peptide hergestellt, die in der Haut von Fröschen vorkommen und gegen zahlreiche Arten von Bakterien wirksam sind. Das Mittel wird zurzeit zur Behandlung von Beingeschwüren bei Diabetikern erprobt. Viele Forscher unterschätzten die Wahrscheinlichkeit einer Entwicklung von Mikroben, die resistent gegen antimikrobielle Peptide sind. Und sollte es doch dazu kommen, so die Vermutung, wären die Mikroben in ihrer Vermehrung stark beeinträchtigt und würden langfristig keine Gefahr darstellen. Das ist falsch, wie die britischen Forscher beobachteten: In ihren Versuchen war das Wachstum der resistenten Staphylokokken nur vorübergehend geringer und normalisierte sich schnell wieder."
[ mehr ]

Mittwoch, 25. Januar 2012

Pharma und unerwünschte Forschungsergebnisse

Was wir hier schon lange fordern, fordert jetzt auch Sven Stockrahm, der so tut, als wäre es nicht schon seit Jahrzehnten bekannt, dass die Pharma-Industrie unerwünschte Forschungsergebnisse aus Feldversuchen unterschlägt oder zumindest unterdrückt. Es sieht fast so aus, als setze er sich nur zur Wehr für die Allgemeinheit, weil Tamiflu Roche Milliardengewinne beschert hat.
Gewiss, die geheimen Studien von Tom Jefferson haben Fakten ans Tageslicht gebracht, die überprüft werden müssen. Auch werden in Jeffersons Studie Vermutungen geäußert, die geklärt werden müssen.

Dienstag, 20. Dezember 2011

Schlaftablette weckt Komapatienten auf

Silvia von der Weiden berichtet von der paradoxen Wirkung der Schlaftablette, die unter anderem unter dem Namen Stilnox vertrieben wird, Koma-Patienten verabreicht worden ist und diese weckten.
    Was steckt hinter dem Phänomen, das Ärzte staunen und Angehörige an ein medizinisches Wunder glauben lässt? Hinweise auf die paradoxe Wirkung des Schlafmittels lieferten geradezu unheimlich anmutende Vorfälle in den USA, wo das verschreibungspflichtige Mittel besonders oft verordnet wird. Dort häuften sich Berichte über seltsame „Nebenwirkungen“, vor allem Schlafwandeln.

Wer suchet, der...

 

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anaximander - 18. Mrz, 14:27
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Seyran Ates schreibt in ihrem Essay zur doppelten Staatsbürgerschaft: "Kann. ..
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anaximander - 6. Mrz, 00:02
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