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Pharma-Industrie

Dienstag, 25. November 2008

Traumjob Pillentester

Wahrhaftig ein Traumjob: Geld verdienen ohne etwas tun zu müssen. Auf diese Weise werden hier Probanden für Medikamententests angeworben."Unter einem Probanden versteht man gesunde Personen oder Patienten, die sich zur Erprobung neuer Medikamente oder Therapien im Rahmen einer klinischen Studie zur Verfügung stellen. Für diese Bereitschaft werden von den Pharma Konzernen wie Bayer, Novartis, Beiersdorf, Schering & Co. in der Regel sehr gute Löhne gezahlt. Der Arbeitsaufwand ist für den Medikamententester zumeist verschwindend gering, ebenso wie das Risiko von ernsthaften Nebenwirkungen."Klar, logisch, man hat es bei den Tegnero-Versuchen gesehen. Alles vollkommen ungefährlich...

Donnerstag, 20. November 2008

Korruption im Medizinjournalismus

Es ist zwar eine altbekannte Tatsache, dass nicht nur Ärzte, sondern auch Medizinjournalisten von der Pharma gesponsert werden. Doch jetzt veröffentlicht der Mediziner Steven Woloshin von der Universität Dartmouth zusammen mit australischen Kollegen in einer im British Medical Journal eine Studie darüber. Das passt zu Hans Weiss' Buch, in dem er die Bestechlichkeit von Ärzten durch die Pharma-Industrie thematisiert. Dass auch Journalisten mit von der Partie sind, liege, so Weiss, am Versagen der Redaktionen. Korruptes Verhalten sei in mehreren Bereichen des Journalismus verbreitet, besonders etwa beim Reisejournalismus, schreibt Weiss. Der Unterschied liege jedoch in den Konsequenzen der Arbeit. "Bei Berichten über Medikamente geht es um Gesundheit, somit um Leben und Tod der Patienten. Auf Medizinjournalisten lastet eine weitaus größere Verantwortung", so Weiss.
Die enge Verschränkung zwischen Redaktions- und Geschäftsinteressen der Medienunternehmen lasse Grenzen zwischen PR und Journalismus zunehmend verschwimmen, so die Verfasser der Studie. Ein frommer Wunsch der Wissenschaftler, die die Studie erabeitet haben, lautet: Medizinjournalisten sollten keine Geschenke und Preise der Pharmaindustrie akzeptieren.
ptat / Who's watching the watchdogs? Zusammenfassung

Montag, 17. November 2008

Finanzkrise - das Leiden der Spekulanten

Da für die Banken ein grosser Topf geäuffnet worden ist, aus dem sie bei Bedarf Kapital schöpfen können, gehen jetzt auch notleidende Pharmakonzern-Besitzer auf den Staat zu. So auch der Ratiopharm-Besitzer Merckle, ein ehrbarer und seriöser Geschäftsmann, der sich mit VW-Optionen - man setzt nicht auf eine Baisse bei steigenden Kursen - verspekuliert hat. Heia, lustig ist das Vagantenleben...

Freitag, 14. November 2008

Pharma-Manager klagt an

Der ehemalige Leiter "Öffentlichkeitsarbeit" bei Bristol-Myers Squibb, Tom Nesi, hat ein Buch mit dem Titel "Poison Pills", in dem er die Machenschaften der Pharma-Konzerne - unter anderem Merck und den Vioxx-Skandal - anprangert, veröffentlicht und dem U.S.News and World Report ein Interview gegeben. Nesi warnt Patienten vor der Einnahme von Pillen, die groß angekündigt und mit Milliardenbeträgen beworben werden. Zwar versuche die FDA die Pharma-Konzerne dazu zu bringen, neue Medikamente an tatsächlich Kranken zu testen, doch die Konzerne wüssten auszuweichen, gesunde "Patienten" für ihre Versuche zu rekrutieren und die Versuchsgruppen klein zu halten und negative Resultate geheim zu halten.

Montag, 10. November 2008

Statine - Pflicht für Gesunde

Die Marketing-Abteilungen der Pharma-Konzerne lässt nichts unversucht, der Menschheit von Ärzten Medikamente verordnen zu lassen - egal, ob sie diese braucht oder nicht. Verkauft ist verkauft! Und wenn dabei noch Nebenwirkungen in Erscheinung treten, die man medikamentös behandeln kann, umso besser!
Eine von dem Pharmaunternehmen AstraZeneca, Hersteller von Rosuvastatin (Cholesterinsenker), finanzierte Studie ist zu dem Ergebnis gekommen, dass kerngesunde Menschen mit normalen Cholesterin-Werten von der Einnahme von Rosuvastatin profitieren können. Für die Studie wurden die Daten von 17.800 Männern und Frauen ausgewertet. Es zeigte sich, dass das Medikament die Anzahl der Tode durch Herzanfälle und Schlaganfälle reduzierte. Derzeit werden Statine nur Patienten mit einem leichten bis hohen kardiovaskulären Risiko verschrieben. Details der Studie wurden im New England Journal of Medicine veröffentlicht.
Die Teilnehmer an der Studie verfügten über Cholesterinwerte, die unter jenen lagen, die normalerweise auf die Notwendigkeit einer Behandlung hindeuten und litten auch unter keinen anderen Anzeichen einer Herzerkrankung. Erhöht waren die Werte eines C-reaktiven-Proteins, das auf eine Entzündung im Körper hinweist und ein Marker für zukünftige einschlägige Erkrankungen sein soll. Nach einem Beobachtungszeitraum von bis zu zwei Jahren, verringerten 20 Milligramm Rosuvastatin täglich, die Cholesterinwerte um 50 Prozent und die Werte des C-reaktiven-Proteins um 37 Prozent. Insgesamt sank die Wahrscheinlichkeit eines Herzanfalls, eines Schlaganfalls, einer Einlieferung ins Krankenhaus aufgrund von Schmerzen im Brustbereich oder eines Todesfalls durch eine kardiovaskuläre Erkrankung um 44 Prozent. Laut den Wissenschaftlern sollen auch Teilnehmer mit einem sehr geringen Risiko innerhalb von zehn Jahren profitieren.
Trotz Grossversuch, konntekeine Erklärung dafür gefunden werden, warum Menschen, die man mit Statinen behandelt, häufiger an Diabetes erkranken,als Menschen, die nur Placebos schlucken. Allein in Großbritannien nehmen derzeit Millionen Menschen Statine ein.
Jetzt soll entschieden werden, ob ab einer bestimmten Altersgrenze allen Menschen Statine verordnet werden sollen oder nur jenen, die ein Risiko für einen Schlaganfall oder einen Infarkt in sich tragen.
Rosuvastatin Nützlichkeit / Rosuvastatin wikipedia

Donnerstag, 6. November 2008

Studien Rimonabant (Acomplia) eingestellt

Der Pharmakonzern Sanofi-Aventis hat das Schlankheitsmittel Acomplia, Wirkstoff Rimonabant wegen der Gefahr von Depressionen in ganz Europa vom Markt genommen.
Und gestern gab Sanofi-Aventis bekannt, dass das laufende klinische Studienprogramm mit Rimonabant mit sofortiger Wirkung für alle Indikationen eingestellt werde.
Personen, die derzeit in diese klinischen Studien eingeschlossen sind, werden gebeten ihren Prüfarzt aufzusuchen, um ihre Behandlung zu besprechen.
Damit ist der Wirkstoff weit davon entfernt zum Blockbuster zu werden. Die Börsen werden es dem Konzern danken...
Quelle

Montag, 20. Oktober 2008

Rekordumsatz für Novartis

Geschickt wie eh verschleiert Herr Vasella, dass der Rekordumsatz von Novartis während der ersten neun Monate 08 von 31,4 Milliarden Dollar durch Zukauf von Firmen entstanden ist und nicht den Innovationen von Novartis zu danken ist.
Novartis weist einen Gewinn von 2082 Milliarden Dollar aus. Herr Vasellas Gehalt und Bonus wird sich danach richten.
Ein neuern Slogan für die Pharma: Patienten und nicht Manager müssen geschützt werden.

Freitag, 1. August 2008

Skrupellose Pharma-Industrie

"Nebenwirkung Tod" lautet der Titel des Buches von John Virapen, einem Insider der Pharma-Industrie. Friederike Reents hat es gelesen.
    "Ein kommerziell äußerst erfolgreiches Medikament heißt in der Fachsprache Blockbuster. Ursprünglich bezeichnete man damit im Zweiten Weltkrieg eine Luftmine, die ganze Wohnblocks leerfegte. Die darin enthaltende Sprengwirkung wird heute auf wirtschaftlichen Erfolg übertragen, weithin bekannt aus der Filmbranche. Zum Blockbuster wird ein Medikament dann, wenn es vergleichbare Arzneien aus den Regalen verdrängt oder alternative Behandlungsmethoden derart in Frage stellt, dass jeder vermeintlich Betroffene überzeugt wird, nur dieses Mittel zur Linderung seiner Leiden schlucken zu können. Dass Konsumverhalten manipuliert wird, ist nichts Neues; heikel wird es jedoch, wenn die Manipulation, aufbauend auf Ängsten und Sorgen, auf Stimmungen und Verstimmungen, einem pharmazeutischen Mittel den Boden bereitet, das seinerseits zur Behandlung ebendieser Ängste und Verstimmungen eingesetzt wird.
    Mit anderen Worten: Die Pharmaindustrie entwickelt und produziert nicht nur ein neues Mittel – als Beispiel berichtet Virapen etwa von der Zulassung und Markteinführung neuerer Antidepressiva –, sondern einen ganzen Markt, der das Gefühl vermittelt bekommt, krank und behandlungsbedürftig zu sein; in der Fachsprache heißt dieser Mechanismus disease mongering, das Erfinden einer Krankheit durch Erweiterung der Krankheitskriterien."
Nun ja, dafür ist die Pharma bekannt. Es wird allerdings Zeit, dass das jeder begreift, dass jeder die Behandlung, die ihm verordnet wird, hinterfragt - und zwar hartnäckig. Die Pharma-Industrie hat auch die Ärzte im Griff; sie hat sie "eingemeindet".
    "Wie sehr eine ganze Generation von einem einzigen Medikament vorgeblich geprägt oder deformiert werden kann, hat die Amerikanerin Elizabeth Wurtzel in ihrer Autobiographie „The Prozac Nation“ 1994 angedeutet, die ein Bestseller wurde. Warum ihr Erfahrungsbericht in Sachen Depression (mit Psychotherapien und mit der in gravierenden Fällen oft notwendigen medikamentösen Behandlung bis hin zu stationärer Einweisung) in Deutschland noch keine Übersetzung gefunden hat, ist eine andere Frage. Virapen berichtet unter Anspielung auf die einflussreiche Lobby der Pharmaindustrie davon, dass es ihn einige Mühe gekostet hat, einen Verlag zu finden, der sein Buch druckt; zahlreiche, vor allem wissenschaftliche Buchverlage lebten schließlich im weitesten Sinne von der Pharmaindustrie."
Dass die Pharma die Schweizer Medien längst im Sacke hat, zeigen die unkritischen Berichte, welche sie über neue Medikamente liefern: die Werbebroschüren der Pharma werden schlicht übernommen und gedruckt. Eine Auseinandersetzung mit Sinn und Zweck wird nicht geführt, schließlich ist man auf die Inserate angewiesen.
Die Zeit der unkritischen Patienten dürfte vorbei sein - und mit ihr auch jene der Blockbuster. Das ist den oberen Etagen der Pharma nicht verborgen geblieben. Und weil man sich eine neue Generation von Pillenkonsumenten heranziehen will, wendet man sich heute an die "verantwortungsbewussten" Eltern und macht sich deren Sorge um die Kinder zunutzen. Früh übt sich, wer ein Blockbusterkonsument werden soll...

Tödliche Medikamentests mit Tysabri

Die Pharmakonzerne Biogen und Elan haben gemeldet, dass bei der Behandlung von Patienten mit dem umstrittenen Multiple-Sklerose-Medikament Tysabri erneut potenziell tödliche Gehirnerkrankungen aufgetreten sind. Die Konzerne unterrichteten die Behörden über zwei neue PML-Fälle. Biogen-Aktien brachen daraufhin am Donnerstag im nachbörslichen Handel in New York 23 Prozent ein, Elan-Titel gaben gar 45 Prozent nach.
Beide Fälle seien in der Europäischen Union aufgetreten, teilten die Unternehmen mit. Ein Patient liege im Krankenhaus. 2005 war das Medikament, das die beiden Konzerne gemeinsam vermarkten, vom Markt genommen worden, nachdem drei Patienten an einer progressiven multifokalen Leukenzephalopathie (PML) erkrankten. Ein Jahr später wurde Tysabri mit strengen Warnhinweisen versehen wieder zugelassen. Biogen und Elan erhofften sich Erlöse im Blockbusterbereich. Nach Konzernangaben werden mehr als 31.800 Menschen mit Tysabri behandelt.
Aktienkurse von Biogen und Elan sind nach der Meldung eingebrochen.

Dienstag, 8. Juli 2008

Todesfall bei Medikamententest

Schon wieder hat ein Biotech-Unternehmen Pech mit einem Medikamententest. Medigene hat nach einem Todesfall eine laufende klinische Studie mit einem vielversprechenden Medikamentenkandidaten stoppen müssen. Bei dem Patienten seien wenige Tage nach der Einnahme des in der klinischen Prüfphase I befindlichen Arthritis-Medikaments mit der Substanz Rhudex Herzprobleme festgestellt worden, teilte Medigene am Dienstag in Martinsried bei München mit. Er sei stationär behandelt worden, aber nach Verlassen des Krankenhauses einem Infarkt erlegen. "Bisher ist unklar, ob ein Zusammenhang zwischen diesem tragischen Vorfall und der Einnahme des Medikaments besteht", erklärte Medigene. Es soll sich um einen Einzelfall handeln. Allerdings haben elf weitere Probanden über Nebenwirkungen geklagt.
Anleger zeigten sich dennoch verunsichert. An der Börse brach die Medigene-Aktie um 20 Prozent ein. Das Biotechunternehmen hatte Rhudex zuletzt Umsätze in Milliardenhöhe zugetraut. Medikamentenkandidaten müssen vor einem Zulassungsantrag drei Phasen der klinischen Überprüfung am Menschen bestehen.
Finanznachrichten

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anaximander - 4. Dez, 23:25
Aber bitte nur mit Kopftuch...
Aber bitte nur mit Kopftuch auftreten.
Gris-Gris - 4. Dez, 23:24
Yep, es
ist entsetzlich, wie Forschungsgelder verschleudert...
anaximander - 4. Dez, 23:23
Und morgen gibt es dann
Buttermarken, Brotmarken, Fleischmarken, Fernsehgutscheine,...
Gilbert-rgbm - 4. Dez, 22:58
Der war auch vorher schon...
Das Buch von Benz/Bermann, Vorurteil und Völkermord,...
Gilbert-rgbm - 4. Dez, 22:50
Ich bin doch
immer auf der Seite der Schwächeren...
anaximander - 4. Dez, 22:28
Jetzt mache ich dir dann...
Jetzt mache ich dir dann gleich ein Kompliment, anaximander....
Gris-Gris - 4. Dez, 20:53

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