Würde der australische Moralphilosoph Peter Singer, der zurzeit Professor an der Princeton University ist, über Leben und Sterben entscheiden dürfen, gäbe es keine Behinderten auf der Welt. Ausgerechnet dieser Peter Singer bekommt heute den ersten Ethik-Preis der Giordano Bruno Stiftung verliehen. Für diese Preisverleihung zeichnet Michael Schmidt-Salomon, Vorstandsvorsitzender der Bruno Giordano Stiftung, verantwortlich - und dieser Schmidt-Salomon
will uns überzeugen, dass der Ethik-Preis an Singer nicht nur verliehen werden darf, sondern geradezu verliehen werden muss, und zwar einerseits wegen der Bedeutung, die Singer als Tierrechtler für die Debatte über „Grundrechte für große Menschenaffen" (ich mag Menschenaffen auch, die können nichts für ihren Sympathisanten Singer) hat, eigentlich aber auch überhaupt, denn „Singer ist einer der mitfühlendsten und klarsten Denker unserer Zeit", das wiederum weiß Schmidt-Salomon, der auch ganz schön klar denkt und viel mitfühlt
„als philosophischer Theoretiker, sondern auch ganz bewusst vor dem Hintergrund meiner eigenen praktischen Erfahrungen: Vor einigen Jahren arbeitete ich sehr intensiv mit einem „Förderverein für Familien mit chronisch kranken und schwerstbehinderten Kindern" zusammen. Daher weiß ich, wie groß die Belastung dieser Familien ist."
Und von diesen Lasten würde Singer die Welt liebend gern befreien. Das sagt er ganz offen in seiner "Praktischen Ethik"...
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Ach ja, nicht zu vergessen:
In seinem Buch „Leben und Tod“ hat Singer eine Alternative zu den Zehn Geboten präsentiert, sein erstes Gebot lautet: „Erkenne, dass der Wert menschlichen Lebens verschieden ist.“
Das heißt auch, dass die Tötung eines schwerbehinderten Menschen (mit sehr geringen Aussichten auf Glück) für Singer in manchen Fällen zu rechtfertigen ist. Etwa wenn man mit dem Geld, das für die Pflege eines schwerbehinderten Säuglings nötig ist, in anderen Weltgegenden das Leben vieler Kinder retten könne.
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Da hat die Bruno Giordano Stiftung wohl oder übel - wie sagt man doch so schön? - ahja, in die Scheiße gelangt. Nicht jeder, der kein Fleisch isst und für Menschenaffen zu Menschen macht, verdient einen Ethik-Preis.