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Psychologie

Dienstag, 20. März 2012

Elektrotherapie gegen Depressionen

Die Elektrokrampftherapie ist eine der wirksamsten Behandlungen bei schweren Depressionen. Lange war unklar, warum sie funktionierte. Jetzt haben britische Forscher herausgefunden, dass die Methode zu starke Verbindungen zwischen verschiedenen Gehirnarealen reduziert. Dieses Ergebnis unterstützt die Vermutung, dass Depressionen durch Hyperkonnektivität gekennzeichnet sind, wie die Wissenschaftler im Fachblatt „PNAS“ berichten. Bei der Elektrokrampftherapie, früher auch oft als Elektroschocktherapie bezeichnet, wird das Gehirn unter Vollnarkose mit Strom geflutet. Zusätzliche Medikamente entspannen die Muskeln im Körper, so dass der kurze Krampfanfall nur im Gehirn stattfindet.
Für ihre Studie hatten die Forscher neun Probanden mit schweren Depressionen jeweils vor und nach Elektrokrampftherapien untersucht. Mithilfe von funktionellen Magnetresonanztomographien konnten sie zeigen, dass durch die Behandlung die Aktivität im neuronalen Netzwerk innerhalb eines Teils im Vorderhirn deutlich zurück ging, der bereits früher mit Depressionen in Verbindung gebracht worden war: dem dorsolateralen präfrontalen Kortex.
Der Effekt trat nur auf der linken Gehirnseite auf und unterstützt damit auch Ergebnisse früherer Studien, welche Depressionen mit einem gestörten Gleichgewicht zwischen linker und rechter Hirnhälfte in Verbindung bringen konnten. Außerdem reduzierte sich gleichzeitig die Aktivität zwischen diesem Teil des Vorderhirns und anderen Gehirnarealen. Die Forscher verglichen die Daten mit Fragebögen zur Schwere der Depression, die die Teilnehmer ebenfalls vor und nach der Behandlung ausfüllten. Es zeigte sich, dass mit einer zurück gehenden Aktivität im neuronalen Netz auch die Symptome der Probanden deutlich nachließen. Als nächstes wollen die Wissenschaftler nun klären, wie lange dieser Effekt nach einer Elektrokrampftherapie anhält.
Quelle

Mittwoch, 15. Februar 2012

Gelotophobie

Endlich ist sie gefunden, die neue Krankheit, nach der man so lange gesucht hat: Gelotophobie heisst sie. Rund sieben Prozent der Österreicher - von den Schweizern und Deutschen nicht zu reden - leiden unter Gelotophobie. Dabei handelt es sich um eine Krankheit, bei der Betroffene Angst davor haben, ausgelacht zu werden. Dieses Symptom - nach einem Syndrom wird noch gesucht - ist ein Persönlichkeitsmerkmal. Das geht aus einer Studie der Universität Graz hervor.
    "Betroffene nehmen die - auch oft neutralen - Gefühlsausdrücke anderer negativ wahr und interpretieren diese falsch", erklärt Psychologin und Studienleiterin Ilona Papousek im Gespräch. Zudem fällt es Gelotophobikern selbst schwer, Gefühle nach außen hin zu zeigen. Dies kann jedoch unter anderem zur Ausgrenzung des Betroffenen führen, wodurch dieser wiederum ein noch intensiveres Gefühl der Verspottung wahrnimmt.
    "Häufig gehen die Betroffenen auch selten Ehen oder langfristige Beziehungen ein", so Papousek gegenüber pressetext. Gelotophobiker können die verschiedenen Arten von Gelächter, wie etwa freundliches, verlegenes oder schadenfrohes und gehässiges Lachen, nicht voneinander unterscheiden und sind davon überzeugt, lächerlich zu wirken. Zudem fanden Psychologen heraus, dass Gelotophobie unabhängig von Geschlecht, Alter, der regionalen sowie der sozialen Herkunft auftritt.
    Dem "Nationalen Bildungsbericht 2009" zufolge geben 19 Prozent der neun- bis zehnjährigen Schulkinder in Österreich sowie elf Prozent der 15 bis 16-jährigen SchülerInnen an, Opfer von verbaler oder psychischer Aggression zu sein. Man kann also davon ausgehen, dass sich in praktisch jeder Klasse zumindest ein Kind befindet, das von anderen verbal oder psychisch schikaniert wird.
Da die Gelotophobie von mehreren sozialen Ängsten begleitet wird, wird man das Syndrom bald zusammengestellt haben. Und die Pharma-Industrie wird Abhilfe zu schaffen wissen.
Mehr darüber

Samstag, 26. November 2011

Steven Pinker und die gute Menschheit

Das Tischgespräch Alan Posener und Steven Pinker dreht sich um Saiblingsfilet, Psychologie und "The Better Angels of Our Nature".
E.S.

Donnerstag, 21. Juli 2011

Spiegelneuronen - Schere trifft Schere

Spiegelneuronen dürften für die Serien von Unentschieden beim Spiel "Schere, Stein, Papier" verantwortlich sein: Sie sorgen für die unbewusste Imitation von Gesten.
"Automatic imitation in a strategic context: Players of Rock-Paper-Scissors imitate opponents’ gestures", Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences (pdf derStudie).

Donnerstag, 14. Juli 2011

Mit Magnetresonanz Gefühlsleben erforschen

Manchmal fragt man sich unwillkürlich, ob die Forschungsgelder nicht gescheiter eingesetzt werden können.
    Wie unterscheidet sich die Gehirnaktivität bei Patienten mit psychischen Erkrankungen von der bei Gesunden? Was ändert eine Psychotherapie daran? Diese Fragen wollen Wissenschaftler der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg um Professor Dr. Sabine Herpertz mit Hilfe eines neuen Magnetresonanztomographen (MRT) auf den Grund gehen.
Frau Professor Herpertz und ihr Team wollen mit dem neuen MRT sichtbar machen, welche Netzwerke im Gehirn an der Verarbeitung von Gefühlen, an ihrer Aktivierung, aber auch an ihrer Kontrolle beteiligt sind, und wie sich diese Aktivität bei psychischen Erkrankungen verändert. Aktuell läuft eine Studie zum Vergleich verschiedener Therapien bei Borderline-Störung, die mit heftigen, als unkontrollierbar erlebten Gefühlsausbrüchen einhergeht. Vorarbeiten des Teams zeigten bei Borderline-Patienten im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen deutliche Abweichungen der Gehirnaktivität, wenn es um die Kontrolle und auch Wahrnehmung von Gefühlen geht.
Im Rahmen der Studie prüfen die Wissenschaftler, wie sich die therapeutischen Interventionen auf die Gehirnaktivität der Betroffenen auswirken und Funktionsstörungen kompensieren. Dazu vergleichen sie MRT-Messungen des Gehirns davor und danach. „Wir werden damit erstmals zeigen, welche Veränderungen die einzelnen Therapien im Zusammenspiel der neuronalen Netzwerke im Gehirn verursachen“, so die Psychiaterin.
journalmed

Sonntag, 24. April 2011

Trauern als Entertainment

Erinnern Sie sich an das Buch von Alexander und Margarete Mitscherlich, zwei Psychoanalytikern, mit dem Titel: "Die Unfähigkeit zu trauern"? Henryk M. Broder meint, dass die beiden, das was ihre Kollegen mit einzelnen Patienten machten, mit dem deutschen Volk machten: "Sie legten es auf die Couch und untersuchten "die Abwehrhaltung des Einzelnen und der Masse gegenüber Schuld und Mitschuld an politischen Verbrechen"."
E.S.

Mittwoch, 20. April 2011

Samuel Widmer-Sekte demonstriert für Sex

Die Mitglieder von Samuel Widmers Kirschblütengemeinschaft demonstrieren gegen Mobbing; sie sehen sich als Opfer einer staatlichen Hexenjagd. Die Anhänger des Sex Gurus Kasia und Sebastian Wiedenbach sowie Helena Gemmel verloren ihre Stellen bei den Psychiatrischen Diensten der Solothurner Spitäler AG. «Ihr werdet in der ganzen Schweiz keine Stelle mehr finden», habe man ihnen auf den Weg gegeben.
[ mehr ]

Sonntag, 9. Januar 2011

Hellseherei - wissenschaftlich erwiesen

Ein wissenschaftliches Journal veröffentlicht eine Studie, die belegt, dass Menschen zur Hellseherei in der Lage sind. Das lesen und hören Psychologen nicht gern; sie sind schockiert.

Dienstag, 14. Dezember 2010

Margarete Mitscherlich will Kachelmann und Merkel retten

Die Psychoanalytikerin und Alice-Schwarzer-Freundin Margarete Mitschlich ließ sich interviewen. Sie sprach über Schuld, Merkel, Kachelmann und den Islam. Sie würde Kachelmanns Seele gerne retten
    Wenn er wollte, würde ich sagen, ach, lieber Herr Kachelmann, retten Sie doch Ihre Seele bei mir! Vielleicht haben wir noch eine Chance!
Kachelmann sei mittlerweile zerstört, werde sich aber immer wieder eine neu Welt aufbauen - so lange bis er sich einer Psychoanalyse unterzogen habe. Wow!

Samstag, 16. Oktober 2010

Soziologentag - unübersichtliche Vielfalt

Christian Schlüter hat den Soziologentag besucht und musste feststellen, dass sich die einstige linke Leitwissenschaft Soziologie inzwischen in eine völlig unübersichtliche Vielfalt der "Religions-, Wissens-, Rechts-, Arbeits-, Familien-, Marken-, Elite-, Musik-, Raum- und Zeit- und haste-nicht-gesehen-Soziologie" aufgesplittert hat.
    "Mit seiner 'Soziologie der Zahlen' spürte Herbert Kalthoff dem 'Sinn des ökonomischen Rechnens' nach, so wie er sich in Befragungen von Finanzmathematikern und Fondsmanagern ermitteln ließ. Ja, in welchem Zimmer arbeitet eigentlich der Cashflow einer Bank? Warum vertrauen wir dem, was nur als Zahl existiert? Und was, wenn der Sinn des unternehmerischen Rechnens das Nicht-Rechnen wäre? Kalthoffs Vortrag war eine Einführung in die paradoxen Denk-, Zahlen- und Wertesysteme neoliberaler Akteursherrlichkeit."

Wer suchet, der...

 

Reden & Widerreden

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anaximander - 24. Mai, 09:31
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Das sind letztlich, auch wenn man es bei allem Intellekt,...
Klovkolosch - 23. Mai, 23:12
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