Ulrike Meinhof - strahlend Weiss gewaschen
Da kommt ein neuer Schwedenkrimi auf die LeserInnen zu. Er ist zwar schon 16 Jahre alt - trotzdem hat Klett Cotta ihn übersetzen lassen.
- An Weißwäschern der RAF im Allgemeinen und der Ulrike Marie Meinhof im Besonderen besteht in Deutschland kein Mangel. Auswärtige dürfen aber fleißig mitwaschen. Der Klett-Cotta Verlag hat jetzt den 16 (!) Jahre alten Roman „Theres“ des Schweden Steve Sem-Sandberg übersetzt, der die im linksbürgerlichen Milieu beliebten Mythen stark verspätet aufwärmt. Ulrike M. war demnach eigentlich eine Grundgute; gegen den Vietnamkrieg, für marginalisierte Heimkinder. Eine tapfere Moralistin, der man leider durch eine - Zitat „Deutschlandradio Kultur“ -„maßgeblich von der Springer-Presse ausgelöste Massenhysterie fälschlicherweise die Rolle zuschrieb, der ‚eigentliche Motor der Gewaltmaschinerie’ zu sein“.
Das „kluge Buch“ zeichne das „Panorama einer ganzen Gesellschaft in Panik“, glauben die öffentlich-rechtlichen Funker. Eine im linken Milieu noch immer handelsübliche Betrachtung der RAF.
Sie suggeriert, ein grundlos panischer Staat sowie die hetzerische Springerpresse trügen an der Mord- und Terrorserie der RAF „irgendwie“ genau so viel Schuld wie deren reale Urheber.
anaximander - Do, 27.09.2012 15:09 - Kommentar verfassen
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