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USZ

Donnerstag, 14. Mai 2009

Es stinkt am USZ

Die kantonsrätliche Aufsicht ortet im Unispital Zürich prekäre Zustände bei der Hygiene, schreibt Simon Eppenberger. Grund sind schlechte bauliche Zustände und mangelnde Hygiene. - Eine Katastrophe, wenn man bedenkt, dass Menschen mit ansteckenden Krankheiten ins Uni-Spital eingeliefert werden.
Die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich hat den Bericht gelesen - und hüllt sich in Schweigen, wohl wissend, dass eine Sanierung des Uni Spitals dringend notwendig ist.

Sonntag, 3. Mai 2009

Professorenkrieg UNI - ETH

Professor Gustav von Schulthess arbeitet für General Electric als Berater und will jetzt einen Auftrag an GE für einen Hightech-Tomografen erteilen, was einigermaßen logisch ist, hat er die Firma doch in dieser Hinsicht beraten. ETH-Professor Peter Bösiger ist sauer; er forscht seit 25 Jahren an Philips-Tomografen herum und findet mit seinen Entwicklungen weltweite Beachtung.
Jetzt wollen die Medien die Öffentlichkeit so (des)informieren, dass der ETH-Professor, der für Philips forscht, den Auftrag der Uni an Philips erteilen kann. Das ist allerdings Stumpfsinn; GE liefert tatsächlich die bessere Ware.

Montag, 25. Juni 2007

Nur Geldbuße für Marko Turina

Drei Ärzte haben einer schwerkranken Herzpatientin wissentlich ein Herz mit einer falschen Blutgruppe eingepflanzt. Die Patientin ist daran gestorben. Für die Ärzte hat das strafrechtliche Folgen. Eine Untersuchung der Staatsanwaltschaft habe klargemacht, dass der Tod der Patientin Rosmarie Voser eine Folge war von Irrtümern, Missverständnissen und falschem Hierarchiedenken gewesen sei.
Alle drei Ärzte haben sich laut Staatsanwaltschaft «pflichtwidrig unvorsichtig» verhalten. Die geständigen Angeschuldigten werden nun wegen fahrlässiger Tötung mit bedingten Geldstrafen und mit Bussen bestraft. Gemäß neuem Strafgesetz werden dabei kurze Freiheitsstrafen durch Geldstrafen ersetzt. Je nach Beurteilung des Verschuldens wird die Anzahl Tagessätze festgelegt, wie Staatsanwalt Ulrich Weder auf Anfrage erklärte. Die Höhe der Tagessätze wird auf der Grundlage der finanziellen Situation des Angeschuldigten errechnet.
Für Marko Turina, den damaligen Chefarzt der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie des Universitätsspitals, beträgt die Geldstrafe 38'250 Franken, dazu kommen 5000 Franken Buße. Der damalige Leitende Arzt der Klinik erhielt eine Geldstrafe von 14'400 und eine Buße von 4000 Franken. Die Geldstrafe für einen damaligen Oberarzt beträgt 5700 Franken, die Buße 2000 Franken. Gegen die Strafbefehle kann innert zehn Tagen Einsprache erhoben werden.
Das gegen Turina angestrengte Verfahren wegen Verdachts der vorsätzlichen Tötung wurde laut Staatsanwaltschaft eingestellt. Ein Artikel in der «NZZ am Sonntag» war zuvor zum Schluss gekommen, dass das Herz mit der «falschen» Blutgruppe wissentlich verpflanzt worden sei. Zusätzliche Abklärungen hätten keinerlei Anhaltspunkte für die Behauptung ergeben, Turina habe im Wissen um die Unverträglichkeit der Blutgruppen diese Operation im Sinne einer «Heldentat» durchgeführt.
Vorgeschichte
Quelle ap/sda

Montag, 28. August 2006

Freie Arztwahl in Gefahr

Einem Zürcher Patienten ist in Bern ein neues Herz eingepflanzt worden. Im Nachhinein schieben sich Kantone und Versicherer gegenseitig die Rechnung in der Höhe von über 170 000 Franken zu. Beteiligte Ärzte sehen durch diese Unsicherheit die freie Arztwahl in Gefahr.
Ausgehend von einem gegenwärtigen Fall schlagen ein Zürcher Herzspezialist und ein Berner Kollege jetzt Alarm. Sie werfen dem Kanton Zürich vor, mit seinem Verhalten die freie Arztwahl zu gefährden. Konkret geht es um den Fall eines 58-jährigen privat versicherten Herzpatienten aus dem Kanton Zürich, dem in diesem Frühsommer in Bern ein neues Herz implantiert wurde. Der Patient war zuvor am Universitätsspital Zürich in Behandlung gewesen. Nach Ansicht seines Arztes, eines Zürcher Kardiologen, war die Behandlung in Zürich aber mangelhaft. Weil er das Gefühl hatte, seinem Patienten würde in Bern besser geholfen, überwies er ihn ans dortige Inselspital, wo schliesslich auch die Transplantation stattfand.

Wer in der Schweiz ein neues Herz braucht, wird sich wohl für Bern und nicht für Zürich entscheiden. Bern ist nachgewiesenermassen zuverlässiger und exakter. Zürich hat seinen guten Namen durch Nachlässigkeit, Pfuscherei und Mauscheleien verwirkt - und muss von neuem aufbauen.
Für Aussenstehende ist es kaum möglich, den Vorwurf der schlechten Behandlung in Zürich zu beurteilen. Darum gehe es ihm aber auch nicht, sagt der Arzt, der aus Furcht vor Nachteilen für seine Patienten ungenannt bleiben will. Er wolle als Anwalt seiner Patienten aber das Recht haben, diese dort behandeln zu lassen, wo sie nach ihrer und seiner Einschätzung die beste Behandlung bekämen - im konkreten Fall eben in Bern. Mit seinem Verhalten nach der Transplantation stelle der Kanton Zürich diese freie Arztwahl allerdings in Frage.
Logisch, Regierungsrätin Verena Diener will Zürich zum Schweizerischen Herztransplantationszentrum machen. Koste es die Patienten, was es wolle...
Bezahlt werden Transplantationen gemäss einem Vertrag zwischen den fünf Universitätsspitälern und dem Schweizerischen Verband für Gemeinschaftsaufgaben der Krankenversicherer nach Fallpauschalen. Eine Herztransplantation kostet 170 000 Franken; Versicherer und Kanton teilen sich diese Kosten. Im konkreten Fall stellte das Inselspital Bern dem Kanton Zürich eine Rechnung in der Höhe von über 100 000 Franken.
Wie der zuständige Kantonsarzt Ulrich Gabathuler auf Anfrage erklärte, will der Kanton Zürich diese Rechnung nicht bezahlen, weil er die in Bern vorgenommene Leistung selber anbiete. Das sehe das massgebende Krankenversicherungsgesetz so vor. Für grosszügige Ausnahmen sei, so Gabathuler, kein Platz. Schliesslich fühle er sich als Treuhänder der Zürcher Steuerzahler, die eine sehr teure medizinische Infrastruktur im Kanton Zürich finanzierten. Wenn die Zürcher Behörden dafür sorgten, dass diese auch genutzt wird, habe das nichts mit einer Einschränkung der freien Arztwahl zu tun. Zahlen müsste Zürich nach Ansicht von Gabathuler nur, wenn der Zürcher Patient aus medizinischen Gründen zwingend andernorts hätte behandelt werden müssen.

Das klingt wie ein schlechter Scherz. "Steuerzahler schützen". Umhimmelswillen, die Steuerzahler müssen vor ehrgeizigen Regierungsräten und minder qualifizierten Spitalabteilungen geschützt werden. Das Wohl des Patienten muss im Vordergrund stehen und nicht das Wohl der Staatskassen.
Die ablehnende Haltung Zürichs stösst auf Kritik. Paul Mohacsi, der Leiter des Zentrums für Herzinsuffizienz und Herztransplantation am Inselspital Bern, anerkennt, dass ein Kanton laut Gesetz mit Verweis auf eigene Angebote die Übernahme von Kosten eigener Patienten verweigern kann. Zweifelsfrei geregelt sei die Sache aber nicht. - Auch Ulrich Gabathuler bestätigt, dass es immer wieder zu Diskussionen mit Krankenversicherungen über die Bezahlung kommt. Verwunderlich sei das indessen nicht: Schliesslich, so Gabathuler, versuchten die Kassen, ihre Ausgaben so tief wie möglich zu halten. Paul Mohacsi will sich damit allerdings nicht abfinden: Wenn ein Patient fürchten müsse, die Rechnung am Schluss selber zu bezahlen, sei die freie Arztwahl in Gefahr. Diesen Standpunkt betont auch der Zürcher Kardiologe: Wenn sogar sein zusatzversicherter Patient um die Kostenübernahme bangen müsse, sei es mit der freien Arztwahl nicht mehr weit her.
Tja, dann können wir die Krankenkassen zugunsten eines Sparkontos abschaffen. Damit herrschten dann wirklich klare Verhältnisse.
NZZ vom 28. August 2006

Montag, 31. Juli 2006

USZ beim Pfuschen?

Kaum ist die Diskussion über den Fall Voser aus den Medien verschwunden, wird am Uni Spital Zürich ein Fax nicht - ah, falsch - gelesen. Die Vorbereitungen zur Transplantation waren schon weit gediehen, als zufälligerweise bemerkt wurde, dass das Herz, das man dem Patienten einpflanzen wollte, viel zu klein war. [mehr]
Auch in Bern ist im Sommer in den Tranplantationsstation viel zu tun, doch die Teams arbeiten sorgfältig, sorgfältiger jedenfalls als jene in Zürich, denen man die Transplantationsmedizin zu-halten will.

Mittwoch, 31. Mai 2006

Gefälligkeitsgutachten?

Das Universitätsspital Zürich hat von der Geschäftsprüfungskommission des Zürcher Kantonsparlaments ein überwiegend gutes Zeugnis erhalten. Tja, man kann der eigenen Regierung, die mit der Transplantationmedizin grosses im Sinne hat, nicht in den Rücken fallen...
Dafür wird endlich ein Fehlermeldesystem aufgeschaltet. Auch im fehlerfreien Zürich...

Mittwoch, 25. Januar 2006

Verpfuschte Herztransplantation - die Quelle

Ein Journalist der "NZZ am Sonntag" muss im Zusammenhang mit einer tödlich verlaufenen Herztransplantation am Unispital Zürich seine Quellen nennen. Die 2. Zivilkammer des Obergerichts hat einen erstinstanzlichen Entscheid umgestossen.
Im Juli vergangenen Jahres hat die Anklagekammer des Zürcher Obergerichts den Journalisten noch geschützt - er musste seine Quellen nicht offenlegen: Die "NZZ am Sonntag" hatte berichtet, Marko Turina, der damalige Chef der Herzklinik am Unispital, habe einer Patientin bewusst ein Herz mit einer falschen Blutgruppe eingepflanzt.
Die Zeitung stützte sich dabei auf "mehrere verlässliche Quellen". Die zweite Zivilkammer des Obergerichts sieht als Rekursinstanz nun aber den dringenden Tatverdacht gegen Turina wegen eventualvorsätzlicher Tötung als erfüllt an, wie die "NZZ" schreibt.
Damit kommt eine Ausnahmeregelung im Strafgesetzbuch zum Tragen, welche den Quellenschutz aufhebt, wenn die Aufklärung eines Tötungsdelikts nur so möglich ist. Die Vorinstanz war noch der Meinung gewesen, die blosse Möglichkeit, dass sich Turina eines Verbrechens schuldig gemacht habe, reiche zur Begründung eines dringenden Tatverdachts nicht aus.
Bei der "NZZ am Sonntag" zeigt man sich erstaunt über das Urteil. Wie Mathias Ninck, der Autor des Artikels, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA erklärte, ist das Zeugnisverweigerungsrecht aus seiner Sicht von der zweiten Zivilkammer der Obergerichts nicht so hoch gewertet worden, wie dies die Bundesverfassung und die Europäische Menschenrechtskonvention vorsehen.

Glücklicherweise gibt sich die NZZ mit diesem Urteil nicht zufrieden und zieht es an das Bundesgericht weiter. Würde man der 2. Kammer nachgeben, wäre ein Präjudiz geschaffen, das im Zweifelsfalle jedem Journalisten und Redaktor unter die Nase gerieben werden könnte.
Quelle Tages-Anzeiger

Mittwoch, 16. November 2005

Bush auf Mission

Während seine Umfragewerte in den Keller sinken, bereist Bush China und sorgt, wie könnte es anders sein, dort für Aufsehen mit einer Rede, in welcher er die Chinesische Regierung zu mehr Demokratie aufruft und verkündet, die Menschen in China wollten endlich Bibeln und andere heilige Texte drucken ohne Furch vor Strafe zu haben". Die Chinesische Führung ist konsterniert. Tja, und dann entgegnete Aussenminister Li Zhaoxing: "Wir müssen hart arbeiten und können den Menschen, die über dies und jenes sprechen und unsere Überzeugungen erschüttern wollen, keine Aufmerksamkeit schenken". Bush ist für die Chinesen offenbar ein Plappermaul...

Dienstag, 16. August 2005

Weitere Informationen im Fall Voser

Gemäss Tagesanzeiger soll Rosmarie Voser nicht nur ein Herz mit falscher Blutgruppe, sondern "während mehreren Operationen auch das falsche Blutplama" erhalten haben.
Verantwortlich für den Fehler sollen die Narkoseärzte sein. Inzwischen ist die Frist abgelaufen, die die Staatsanwaltschaft den beteiligten Ärzten für Stellungnahmen zum Obduktionsgutachten gewährte. Diese «bestreiten jetzt, dass Rosmarie Voser durch das Herz der falschen Blutgruppe gestorben ist», sagte Kurt Meier, Anwalt der Hinterbliebenen.
http://litart.twoday.net/stories/899165/
Quelle Tagesanzeiger

Freitag, 15. Juli 2005

Herztransplantionen Zürich kämpft um Spitzenplatz

Am Universitätsspital Zürich (USZ) dürfen wieder Herztransplantationen durchgeführt werden. Die Zürcher Gesundheitsdirektion hat das Moratorium aufgehoben. Der interimistische Leiter der Herzchirurgie, Michele Genoni, wurde zudem zum Klinikleiter ernannt.
Dies alles, obwohl die Hintergründe des Todes von Rosemarie Voser noch nicht vollständig geklär sind.
Ausserdem will die Zürcher Regierung für die Beibehaltung der Spitzenmedizin am Universitätsspital kämpfen. Sie lehnt es ab, die Ende 2004 von den kantonalen Gesundheitsdirektoren erzielte Vereinbarung über die Konzentration dieses Bereiches zu ratifizieren. Sie fordert die Schaffung von in Zukunft noch zwei Spitzenmedizin-Zentren: Eines in Zürich und eines in der Romandie.
Der Hahnenkampf der Professoren geht weiter. Die Leidtragenden sind wohl auch diesmal die Patienten...

Wer suchet, der...

 

Reden & Widerreden

In eigener Sache
wir bloggen derzeit wieder hier
anaximander - 18. Mrz, 14:27
"Inferno" 1. Kapitel
finden Sie auf secondlitart - hier.
anaximander - 18. Mrz, 12:01
Minder-Hauen auf Economiesuisse
Voll dumpfer Blödheit hauen die Medien auf Economiesuisse...
anaximander - 10. Mrz, 17:49
Herzlichen Dank
ich habe den Link korrigiert
anaximander - 10. Mrz, 09:55
Du hast hier...
aus Versehen den Artikel von der Ates verlinkt.
Belleeer - 10. Mrz, 07:44
Staatlich subventionierte...
Die Zukunft der Suppenküchen sieht rosig aus... In...
anaximander - 10. Mrz, 01:45
Die Sympathisanten Nordkoreas
Richard Herzinger hegt weder Sympathien für den...
anaximander - 9. Mrz, 23:58
Seyran Ates und die doppelte...
Seyran Ates schreibt in ihrem Essay zur doppelten Staatsbürgerschaft: "Kann. ..
anaximander - 9. Mrz, 23:53
Mob macht Jagd auf Christen...
Ausgangslage: Ein Christ soll den Propheten beleidigt...
anaximander - 9. Mrz, 19:31
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Der Bundesrat trifft Massnahmen, um die Zahl der Organspender...
anaximander - 9. Mrz, 16:53
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Während Widmer-Schlumpf eifrig darum bemüht...
anaximander - 7. Mrz, 16:27
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anaximander - 6. Mrz, 18:07
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Die Schweiz darf auf gar keinen Fall ein Stromabkommen...
anaximander - 6. Mrz, 17:57
Die Magie der Hohnstangen
Für Aldo Keel sieht es so aus, als ob in Norwegen...
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Dieter Pfaff, besser bekannt als Bloch und "Der Dicke",...
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anaximander - 6. Mrz, 00:06
Yep, das ist alles
korrekt. Es ist allerdings viel schlimmer, als die...
anaximander - 6. Mrz, 00:02
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Da scheint im Satire-Video The One About The UN (von...
hammond - 5. Mrz, 23:31
Kampfsaufen bei den Vereinten...
Wenn die Vertreter von 193 Ländern am UN-Hauptsitz...
anaximander - 5. Mrz, 21:02

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