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Montag, 19. März 2012

Neuer Himmelsatlas

Zehn Monate lang hat der amerikanische Satellit WISE im Jahr 2010 den Himmel im Infrarot-Bereich fotografiert. Jetzt hat die NASA die gesammelten Daten als Himmelsatlas und Objektkatalog veröffentlicht. Der Atlas des Infrarot-Himmels besteht aus über 18.000 Bildern, der Katalog enthält die Daten von mehr als 560 Millionen Sternen und Galaxien. Atlas und Katalog sind über die Homepage der WISE-Mission [ hier eine Auswahl ]nicht nur den Astronomen, sondern auch der Öffentlichkeit zugänglich.
Quelle

Samstag, 14. Januar 2012

Galaxis will kolonisiert werden

Alan Posener hat die Aussagen von Astronomen der letzten Tage und Wochen ernst genommen und meint jetzt, die Menschheit sollte nicht noch länger auf Kontaktnahme der Außerirdischen warten; es wäre wohl an der Zeit, die Galaxis zu kolonialisieren.
E.S.

Freitag, 13. Januar 2012

Ds bisher kleinste Planetensystem

Astronomen haben sich aufgemacht, die kleinsten Planetensysteme zu entdecken. Und jetzt jagt ein Rekord den anderen...
    Vor gerade einmal drei Wochen verkündeten Astronomen die Entdeckung der ersten erdgroßen und damit bislang kleinsten Planeten bei anderen Sternen. Jetzt ist dieser Rekord bereits geknackt: Beobachtungen mit dem Satelliten-Observatorium Kepler zeigen drei Planeten, die deutlich kleiner sind als unsere Heimatwelt. Die drei Exoplaneten kreisen auf engen Bahnen um einen Zwergstern – das ganze System ähnele eher Jupiter und seinen Monden als dem Sonnensystem, so die Entdecker im Fachblatt „Astrophysical Journal“.
    „Es ist das kleinste Planetensystem, das wir bislang gefunden haben“, erklärt John Johnson vom Exoplanet Science Institute der Nasa, der Leiter des Entdecker-Teams. Die drei neu entdeckten Planeten umkreisen den rund 125 Lichtjahre entfernten Stern KOI-961, einen roten Zwergstern, der nur etwa ein Sechstel so groß ist wie unsere Sonne. Die Planeten sind 0,78-, 0,73- und 0,57-mal so groß wie die Erde und ihre Umlaufzeiten um KOI-961 betragen weniger als zwei Tage. Auf diesen engen Bahnen ist ihre Oberflächentemperatur zu hoch, um die Existenz von flüssigem Wasser und Leben zu ermöglichen.

    Doch die Forscher betonen, dass es sich um die ersten felsigen Planeten handele, die um einen roten Zwerg kreisend entdeckt wurden – die Wahrscheinlichkeit sei groß, dass es viele ähnliche Planeten in den lebensfreundlichen Zonen solcher Zwergsterne gäbe. „Acht von zehn Sternen in der Milchstraße sind Rote Zwerge“, so Johnson, „das steigert die Chancen, dass es außerirdisches Leben gibt – das ist das ultimative Ergebnis unserer Forschung. Wenn diese Planeten so häufig sind, wie es scheint, dann wimmelt es in der Galaxis von kleinen, lebensfreundlichen Planeten um schwache Rote Zwerge.“
[ mehr ]

Mittwoch, 11. Januar 2012

Bilder vom kosmischen Netz dunkler Materie

"Die Dunkle Materie – der geheimnisvolle Hauptbestandteil des Universums – bildet genau wie die sichtbare Materie ein kosmisches Netz aus Filamenten und Knoten. Das zeigt die Analyse von zehn Millionen verzerrten Galaxienbildern, die ein internationales Forscherteam am Montag auf einer Fachtagung im texanischen Austin vorgestellt hat. Computersimulationen der kosmischen Entwicklung hatten bereits eine solche Verteilung der Dunklen Materie vermuten lassen.dunkle-materie-Van-Waerbeke-Heymans-CFHTLs-Collaboration
„Wir freuen uns, dass unsere Ergebnisse diese Erwartungen so gut bestätigen“, sagt der Leiter des Projekts, Ludovic Van Waerbeke von der University of British Columbia in Vancouver, Kanada. Fünf Jahre lang hat eine Spezialkamera am Canada-France-Hawaii-Telescope Galaxien in Entfernungen von bis zu sechs Milliarden Lichtjahren aufgenommen. Van Waerbeke und seine Kollegen haben diese Daten nun akribisch ausgewertet, um eine Karte der großräumigen Verteilung der Dunklen Materie zu erstellen."
Sie erinnert an ein neuronales Netzwerk, die Aufnahme der dunklen Materie.
Quelle wa

Donnerstag, 23. Juni 2011

Salzwasser-Reservoir auf Saturnmond Enceladus

Rainer Kayser berichtet
    Unter der Oberfläche des Saturnmondes Enceladus verbirgt sich ein großes Reservoir aus salzhaltigem, flüssigem Wasser. Das zeigen Messungen der US-amerikanischen Raumsonde Cassini, die mehrfach in niedriger Höhe über die Oberfläche des Himmelskörpers hinweg geflogen ist. Auswertungen einer dieser Vorbeiflüge, die ein internationales Forscherteam im Fachblatt "Nature" präsentiert (doi:101038/nature10175), zeigen einen hohen Anteil von salzhaltigen Partikeln in Eisfontänen am Südpol von Enceladus. Die Forscher sehen dafür nur eine stichhaltige Erklärung: ein Salzwasser-Reservoir, das die Fontänen speist.

Freitag, 17. Juni 2011

Wo der Sonnenwind zum Hauch wird

Rainer Kayser schreibt, "Voyager 1" widerlege die Theorie zum Teilchenstrom und finde magnetische Blasen am Rand des Sonnensystems.
E.S.

Schwarze Löcher fressen Sterne

Astronomen sind gegenwärtig Zeugen einer ungeheuren kosmischen Explosion: Dabei wird eine ganze Sonne von einem Schwarzen Loch angesogen und in Stücke gerissen.
[ mehr darüber ]

Donnerstag, 16. Juni 2011

Erste Schwarze Löcher entdeckt

"Im Zentrum fast jeder Galaxie gibt es ein Schwarzes Loch mit der millionen- oder gar milliardenfachen Masse unserer Sonne. Beobachtungen amerikanischer Astronomen zeigen, dass es diese supermassiven Schwarzen Löcher bereits wenige hundert Millionen Jahre nach dem Urknall gab - und dass sie im jungen Kosmos gemeinsam mit ihren Galaxien gewachsen sind. Wie die Wissenschaftler im Fachblatt "Nature" berichten, sind die Schwarzen Löcher hinter dichten Wolken aus Gas und Staub verborgen.

"Unsere Ergebnisse belegen, dass Schwarze Löcher im Verlauf der gesamten kosmischen Geschichte in Tandem mit ihren Wirtsgalaxien gewachsen sind", erklären Ezequiel Treister von der University of Hawaii und seine Kollegen, "auch schon in der Frühzeit des Kosmos." Durch die Kombination von Beobachtungen mit dem Weltraumteleskop Hubble und dem Röntgensatelliten Chandra gelang es den Forschern, mehr als 250 supermassive Schwarze Löcher aufzuspüren, die bis zu 13 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt sind. Ein solcher Blick in ferne kosmische Regionen ist zugleich ein Blick in die Vergangenheit: Die Astronomen sehen die Schwarzen Löcher so, wie sie vor vielen Milliarden Jahren, nur 700 Millionen Jahre nach dem Urknall, ausgesehen haben.

Schwarze Löcher saugen mit ihrer starken Anziehungskraft Materie aus ihrer Umgebung an. Dies setzt enorme Mengen an Energie frei - deshalb leuchten die Schwarzen Löcher als so genannte Quasare oft heller als ihre Galaxien. Die Schwarzen Löcher im jungen Kosmos sind jedoch noch hinter dichten Gas- und Staubwolken verborgen. Einzig hochenergetische Röntgenstrahlung vermag diese Barriere zu durchdringen. Nach dieser verräterischen Röntgenstrahlung haben Treister und seine Kollegen in Archivdaten des Chandra-Satelliten gesucht. Die Forscher haben sich dabei auf einen Himmelsausschnitt konzentriert, in dem das Hubble-Teleskop bereits mehrere hundert Galaxien im jungen Kosmos aufgespürt hatte. Durch geschickte Kombination der Hubble- und der Chandra-Daten gelang es den Wissenschaftlern, die Röntgenstrahlung diesen Galaxien zuzuordnen und so die Schwarzen Löcher nachzuweisen.

"Die Beobachtungen zeigen uns, dass es bereits 700 bis 800 Millionen Jahre nach dem Urknall extrem massereiche Schwarze Löcher gab", sagt Priyamvada Natarajan von der Yale University, ein Mitglied des Forscherteams: "Sie wurden also entweder bereits so massereich geboren oder sie müssen anfangs rasant angewachsen sein." Dann sind sie, wie die Beobachtungen zeigen, gemeinsam mit ihren Galaxien weiter gewachsen, eine Entwicklung, die bis in den heutigen Kosmos angehalten hat."
wa

Mittwoch, 8. Juni 2011

Gemüsezucht im Weltall

Kein Witz: Drei Raumfahrer sind mit einer russischen Sojus-Kapsel auf dem Weg ins All. Es sind Wissenschaftler aus den USA, Japan und Russland. Auf ihrem Forschungsplan stehen Gurken und Tomaten - ob sie mit oder ohne EHEC unterwegs sind, steht hier nicht.

Dienstag, 29. März 2011

Erstes Gestein war wie Zuckerwatte

Das erste feste Material im jungen Sonnensystem hatte noch keine Ähnlichkeit mit hartem Gestein: Es war locker gepackt und ähnelte in seiner Konsistenz eher Zuckerwatte. Das zeigt die Untersuchung der inneren Struktur von Meteoriten, die ein internationales Forscherteam in der Online-Ausgabe des Fachblatts "Nature Geoscience" präsentiert. Erst eine Vielzahl von Kollisionen habe das Material zu hartem Stein verdichtet, so die Wissenschaftler.
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