Computerviren bedrohen Gesundheit
Klingt absurd, nicht wahr? Ist aber tatsächlich so. Wie, hat Fortinet im Rahmen der vergangenen "Black Hat Europe"-Konferenz in einer Prognose zur Zukunft der Computerviren veröffentlicht. Es gibt deutliche Ähnlichkeiten zwischen digitalen Schädlingen und biologischen Bedrohungen. Insbesondere Entwicklungen im Bereich der Kybernetik bringen neben medizinischen Fortschritten auch neue Risiken mit sich, die Malware die Grenze zwischen Computer und Körper überschreiten lassen könnten.
"Wir befinden uns bereits an der Schwelle zwischen dem Lebenden und dem Digitalen", so die Grundsatzthese von Guillaume Lovet, Senior Manager von Fortinets Threat Research and Response Center. Schon heute sehen die Wissenschaftler ähnliche Muster im Verhalten von Computerviren und ihren natürlichen Pendants in mehrerlei Hinsicht.
So vergleicht man etwa den W32/Sality-Trojaner mit dem menschlichen Immunschwächevirus (HIV). Dieses hintergeht und schwächt das Abwehrsystem des Körpers und macht ihn auf Dauer empfindlicher für andere Erkrankungen, die für Nicht-Infizierte in der Regel harmlos verlaufen. Sality macht, so die Wissenschaftler, mit einem Computersystem im Prinzip das gleiche, denn er deaktiviert laufende Antivirensoftware und untergräbt die Firewall, was die Schleusen für den Nachzug anderer Schadsoftware öffnet. Auch eine DDoS-Attacke ist vergleichbar mit HIV, da letzten Endes beides auf die "Überlastung eines Systems" abzielt, erklärt Sicherheitsforscher Ruchna Nigam.
Bei Fortinet sieht man die Grenzen zwischen Biologie und Technik verschwimmen. Verschiedene Prothesen und andere Geräte wie Hirnstimulatoren und Herzschrittmacher sind früher oder später auf Austausch mit einem externen Gerät angewiesen, was zumindest theoretisch eine Schnittstelle für Computerviren öffnet. Beginnend mit dem Poliovirus im Jahre 2002 können mittlerweile Viren, Bakterien und andere Organismen synthetisiert und verändert werden. "Die Software, die für die Sequenzierung eingesetzt und die zur Speicherung verwendeten Datenbanken sind wahrscheinlich auch nicht frei von Sicherheitslücken", so die Schlussfolgerung.
"Wir befinden uns bereits an der Schwelle zwischen dem Lebenden und dem Digitalen", so die Grundsatzthese von Guillaume Lovet, Senior Manager von Fortinets Threat Research and Response Center. Schon heute sehen die Wissenschaftler ähnliche Muster im Verhalten von Computerviren und ihren natürlichen Pendants in mehrerlei Hinsicht.
So vergleicht man etwa den W32/Sality-Trojaner mit dem menschlichen Immunschwächevirus (HIV). Dieses hintergeht und schwächt das Abwehrsystem des Körpers und macht ihn auf Dauer empfindlicher für andere Erkrankungen, die für Nicht-Infizierte in der Regel harmlos verlaufen. Sality macht, so die Wissenschaftler, mit einem Computersystem im Prinzip das gleiche, denn er deaktiviert laufende Antivirensoftware und untergräbt die Firewall, was die Schleusen für den Nachzug anderer Schadsoftware öffnet. Auch eine DDoS-Attacke ist vergleichbar mit HIV, da letzten Endes beides auf die "Überlastung eines Systems" abzielt, erklärt Sicherheitsforscher Ruchna Nigam.
Bei Fortinet sieht man die Grenzen zwischen Biologie und Technik verschwimmen. Verschiedene Prothesen und andere Geräte wie Hirnstimulatoren und Herzschrittmacher sind früher oder später auf Austausch mit einem externen Gerät angewiesen, was zumindest theoretisch eine Schnittstelle für Computerviren öffnet. Beginnend mit dem Poliovirus im Jahre 2002 können mittlerweile Viren, Bakterien und andere Organismen synthetisiert und verändert werden. "Die Software, die für die Sequenzierung eingesetzt und die zur Speicherung verwendeten Datenbanken sind wahrscheinlich auch nicht frei von Sicherheitslücken", so die Schlussfolgerung.
anaximander - Di, 20.03.2012 14:45 - Kommentar verfassen
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