Die Schweiz soll nach dem Willen von Parteipolitikern der CVP ins Mittelalter zurück politisiert werden...

Parteipolitiker kommen vor den Wahlen, das weiß jeder, auf die absurdesten Ideen. Es geht ihnen dabei nur darum, irgendeiner Wählerschicht nach dem Mund zu reden - und aufzufallen. Manche dieser Kandidaten gehören einer Partei an, die das Wort "Christlich" als Aushängeschild benutzt. Absonderlich wirkt die Wahlpropaganda dieser christlichen Kandidaten, wenn sie sich Kenntnisse anmassen und mit diesen in Leserbriefen prahlen, obwohl ihnen klar ist, dass ihr Wissenshorizont etwas weniger als nur beschränkt ist. Da gibt es eine CVP-Kandidatin, die all jene an den Schandpfahl
stellen will, die ihre Steuern nicht rechtzeitig abgeliefert haben. Ganz im Sinne des Christlich im Parteinamen sollen alleinstehende Mütter und Väter, arbeitende Menschen, die kaum genug verdienen, ihre Familie zu ernähren, Miete und Krankenkassenbeiträge zu berappen, Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger oder auch Menschen, denen eine Krankheit einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, öffentlich an den Pranger gestellt und von jedem angepöbelt werden.
Käme dieser Vorschlag von einem SVP-Kandidaten, ginge man schulterzuckend darüber hinweg. Aber er kommt von einer Kandidatin der "Christlichen Volks Partei"...